Panorama

US-Regierung "betrübt" Drei Tote bei Blitzeinschlag am Weißen Haus

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Für ein Ehepaar aus Wisconsin kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: AP)

Im Zuge eines heftigen Gewitters über der US-Hauptstadt Washington schlägt ein Blitz in einem Park nahe dem Weißen Haus ein. Augenzeugen schildern einen "entsetzlichen Knall". Es gibt mehrere Todesopfer.

Nach einem Blitzeinschlag nahe des Weißen Hauses in Washington ist die Zahl der Toten auf drei gestiegen. Nach einem Ehepaar erlag am Freitag auch ein 29-Jahre alter Mann seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei der US-Hauptstadt mitteilte. Eine schwerverletzte Frau schwebte weiter in Lebensgefahr.

Der Blitz war laut Feuerwehr am Donnerstagabend (Ortszeit) im gegenüber des Amtssitzes des Präsidenten gelegenen Park Lafayette Square eingeschlagen und hatte zwei Frauen und zwei Männer getroffen. Die Opfer erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei bestätigte am Freitag zunächst, dass zwei der Verletzten für tot erklärt wurden. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 75-jährige Frau und ihren 76 Jahre alten Mann. Das Ehepaar stammte aus dem Bundesstaat Wisconsin im Norden der USA und wollte in Washington seinen 56. Hochzeitstag feiern, wie ihre Nichte der Zeitung "Milwaukee Journal Sentinel" sagte. Später wurde dann der schwerverletzte 29-Jährige für tot erklärt.

Die Opfer hatten sich offenbar unter einem Baum vor dem Gewitter schützen wollen - wovor Experten warnen. "Bäume sind keine sicheren Orte", sagte Feuerwehrsprecher Vito Maggiolo der "Washington Post". Sie seien während eines Gewitters vielmehr "sehr gefährliche Orte".

Secret Service leistet erste Hilfe

Der Feuerwehr zufolge hatten zunächst Angehörige des Secret Service und der Parkpolizei, die Zeugen des Blitzeinschlags geworden waren, erste Hilfe geleistet. Ein Augenzeuge sagte dem Fernsehsender NBC, er habe einen "entsetzlichen Knall" gehört. "Ich konnte es einfach nicht glauben. Es war so surreal."

Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, erklärte, die Regierung sei "betrübt über den tragischen Verlust von Menschenleben". In den USA werden jährlich im Schnitt 27 Menschen durch Blitze getötet. Nur rund zehn Prozent der von einem Blitz getroffenen Menschen sterben, viele Überlebende erleiden aber dauerhafte Schäden.

Quelle: ntv.de, fzö/hul/AFP

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