Panorama

Trotz steigender Infektionen EU-Kommission sieht Urlaub nicht in Gefahr

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Auf Mallorca sind die Strände wieder gut gefüllt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu Beginn der Reisezeit steigen in vielen europäischen Ländern wieder die Infektionszahlen. Trotz der Lage hält die EU-Kommission eine "starke Urlaubssaison" für möglich. Als Begründung verweist ein Kommissar auf die Fortschritte der Impfkampagnen.

Trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen in verschiedenen Ländern ist die Urlaubssaison in Europa nach Einschätzung der EU-Kommission nicht in Gefahr. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wir müssen uns jetzt vor zu großer Aufregung hüten und Überreaktionen vermeiden." Dank der Impfungen führten höhere Zahlen nicht automatisch zu einer gefährlicheren Lage. Trotz der besonders ansteckenden Delta-Variante sei eine "starke Urlaubssaison" möglich.

Der italienische EU-Kommissar warnte vor einseitigen ungerechtfertigten Reisebeschränkungen durch einzelne Mitgliedstaaten. "Ich hoffe sehr, dass alle EU-Länder ihre Maßnahmen so weit wie irgend möglich koordinieren", sagte Gentiloni. "Einseitige Aktionen werden nur die Unsicherheit in Europa erhöhen." Wichtiger seien das persönliche Verhalten und Impfungen. Wegen der Fortschritte der Impfkampagnen sei die Lage diesen Sommer anders als vor einem Jahr.

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Wie stark die Sorge um die Delta-Variante die Urlaubssaison beeinflusst, bleibt abzuwarten. Der Deutsche Reiseverband erklärte Anfang der Woche, es sei noch zu früh, um die Auswirkungen auf das Buchungsverhalten von Kunden zu quantifizieren. Ähnlich äußerte sich der Veranstalter Alltours.

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am Montag Spanien-Urlauber beruhigt. Er halte die Corona-Lage in dem Land trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht für besorgniserregend, sagte Maas in Madrid. Die Delta-Variante des Coronavirus sei in Spanien noch nicht so weit verbreitet wie in Portugal oder auch Deutschland. Tui begrüßte die Aussagen. Sie würden für Vertrauen sorgen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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