Panorama

Nach erfolgreicher Testphase Erster Streckenradar nimmt die Arbeit auf

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Auf der B6 in Laatzen wird ab 14. Januar die Geschwindigkeit von allen Autos gemessen.

(Foto: dpa)

Mit "Section Control" werden bereits in einigen Nachbarländern große Erfolge für die Verkehrssicherheit gefeiert. Nun geht der erste Streckenradar Deutschlands in Laatzen bei Hannover an den Start.

Nach einer vierwöchigen Testphase wird das bundesweit erste Streckenradar bei Hannover scharf geschaltet. Von diesem Montag an drohen Autofahrern auf der Bundesstraße 6 in Laatzen Strafzettel, wenn sie auf dem über zwei Kilometer langen überwachten Straßenabschnitt das Tempolimit missachten. Wie das niedersächsische Innenministerium weiter mitteilte, ist eine Erprobungsphase bis Juni 2020 vorgesehen.

Die neue Radaranlage erfasst das gefahrene Tempo nicht an einer Stelle, sondern ermittelt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem längeren, zumeist unfallträchtigen Abschnitt, auf dem die Autofahrer vom Gas gehen sollen. Nachbarländer wie Belgien, die Niederlande und Österreich nutzen die auch als "Section Control" bezeichnete Technik seit Jahren mit großem Erfolg für die Verkehrssicherheit.

"Section Control ist ein vielversprechender Ansatz, um die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen weiter zu erhöhen", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. "Eine Geschwindigkeitsmessung über einen längeren Streckenabschnitt ist vor allem gerechter für alle Beteiligten als feste Blitzer", betonte der SPD-Politiker. 

Das niedersächsische Strecken-Radar unterscheidet sich allerdings von der in den Nachbarländern eingesetzten Technik. Während dort das Abfotografieren der Autos beim Einfahren und Verlassen des kontrollierten Abschnitts für den Datenschutz kein Problem darstellt, muss in Deutschland ein Schritt zwischengeschaltet werden. Das bei der Einfahrt erstellte Foto wird zunächst verschlüsselt, ebenso wie das zweite Foto beim Verlassen des Abschnitts. Nur wenn der Abgleich beider Bilder eine Tempoüberschreitung ergibt, wird ein weiteres, klassisches Blitzer-Foto mit dem Gesicht des Fahrers angefertigt.

Quelle: n-tv.de, jaz/dpa

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