Panorama

Weltweites Problem Fast jeder zweite Mensch mit mangelnder Mundhygiene

In einer Zahnarztpraxis werden die Zähne eines neunjährigen Jungen untersucht. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Die WHO ruft dazu auf, die Mundgesundheit in die medizinische Grundversorgung zu integrieren. (Archivbild)

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv)

Laut einer Studie leiden weltweit fast vier Milliarden Menschen unter Erkrankungen in der Mundhöhle. Die Weltgesundheitsorganisation verlangt daher mehr Aufklärung und die Förderung einer gesunden Lebensweise. Mundgesundheit sei allerdings auch oft vom sozialen Status abhängig.

Fast 45 Prozent der Menschen weltweit sind nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Krankheiten in der Mundhöhle betroffen. Rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit hätten Karies, eine Milliarde Menschen Zahnfleischerkrankungen. Jedes Jahr würden mindestens 380.000 Fälle von Mundkrebs diagnostiziert. Zu viele Menschen hätten keine Aufklärung und Unterstützung für gute Mundhygiene, und für viele seien Zahnärztin oder Zahnarzt nicht in Reichweite oder unerschwinglich.

Regierungen und Behörden müssten die Menschen besser aufklären und eine Ernährung fördern, die auch die Mundgesundheit positiv beeinflusst. Dazu gehörten weniger zuckerhaltige Nahrungsmittel, weniger Tabakkonsum und weniger Alkohol. Fluorhaltige Zahnpasta müsse überall zur Verfügung stehen, forderte die WHO. Sie rief Länder auf, Mundgesundheit in die medizinische Grundversorgung zu integrieren, Menschen besser zu informieren und im Fall von Problemen für zügige Behandlung zu sorgen.

Gesundheitspersonal, das bislang nicht auf Mundgesundheit spezialisiert ist, könne entsprechend weitergebildet werden. Drei Viertel aller von Mundkrankheiten Betroffenen leben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen, wie die WHO berichtete. Auch innerhalb eines Landes seien Angehörige ärmerer und benachteiligter Gesellschaftsgruppen sowie Menschen, die in Institutionen oder fernab auf dem Land leben, oft schlechter versorgt als andere. Das müsse behoben werden.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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