Ratgeber

Putzen mit Warentest Fünf Zahnpasten sind "sehr gut"

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(Foto: imago images/blickwinkel)

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Die fünf verbrauchten Tuben Zahncreme pro Jahr und Kopf deuten auf eine gute Pflege hin. Aber natürlich nur, wenn auch eine gute Paste auf die Bürste kommt. Und bei der Riesenauswahl greift so mancher daneben. Einige der teuersten fallen im Warentest durch.

Am Zähneputzen kommt niemand vorbei. Ansonsten drohen Karies, Zahnschmerzen, ein unschönes Gebiss oder, mindestens genauso herb, Mundgeruch und Einsamkeit. Also gilt es zweimal täglich zur Bürste zu greifen und diese mit dem richtigen Putzmittel zu versehen. Warentest hat sich zur Aufgabe gemacht, den Angebotsdschungel an entsprechender Ware zu sichten und 31 Universalzahncremes untersucht. Sie verrät auch, welche von ihnen erste Wahl sind.

Alle versprechen, einen Komplett­schutz für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies zu bieten. Aber längst nicht alle halten ihr Versprechen. So zeigt die Auswertung des Tests, dass unter den besten Zahnpasten auch sehr güns­tige zu haben sind. Einige der teuersten fallen hingegen durch. Die Preise für die Produkte liegen zwischen 0,44 und 8 Euro pro 100 Milliliter. Unterschieden wurden Cremes zudem unter dem Aspekt "mit sanftem Abrieb" für empfindliche Zähne und "mit stärkerem Abrieb" für unempfindliche.

Ergebnis: 5 Zahncremes sind "sehr gut", je 11 Produkte schneiden "gut" oder "befriedigend" ab und 4 sind "mangelhaft".

Titan­dioxid in 21 von 31 Produkten

Beginnen wir bei den Testverlierern. Denn obwohl zahlreiche Studien die Schutz­wirkung gegen Karies belegen, verzichten manche Anbieter auf den Zusatz von Fluorid - vor allem Naturkosmetik­hersteller. Dabei ist die Angst vor Fluorid unbe­gründet. Denn in den üblicherweise beim Putzen aufgenom­menen Mengen ist es laut der Untersuchungen nicht schädlich. 4 von 31 Pasten im Test schützen denn auch nicht genug vor Karies. Das "Ajona Medizinisches Zahncremekonzentrat" (6,75 Euro), die "Bioniq Repair-Zahncreme" (6,35 Euro), das "Sante Dental Med Zahngel Vitamin B12 fluoridfrei" (7,95 Euro) und die "Weleda Calendula-Zahncreme" (5,65 Euro) wurden gar nicht erst weiter geprüft, sondern erhielten von Warentest gleich pauschal ein "mangelhaft".

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Viele Hersteller färben ihre Pasten mit dem Pigment Titan­dioxid weiß. Doch der Stoff ist in Verruf geraten. Ab August ist es in Lebens­mitteln EU-weit verboten - da es möglicher­weise das Erbgut schädigt, wenn es in den Körper gelangt. Da Zahn­creme beim Putzen verschluckt werden kann und Titan­dioxid für die Zahn­pflege unnötig ist, rät die Stiftung Warentest aus Gründen des vorbeugenden Verbraucher­schutzes zu Pasten ohne das Pigment. Leider findet sich der Stoff noch in 21 Produkten - was zu einer Abwertung um eine Note geführt hat.

Nun wird es erfreulicher. Bei sensiblen Zähnen ist Zahnpasta mit wenig Abrieb ratsam: Sehr gut und günstig sind "Kaufland Bevola" für 0,44 Euro und "DM Dontodent" für 0,60 Euro. Die "Signal Bio" (2,65 Euro) entfernt Verfärbungen am besten, wurde aber laut Anbieter vom Markt genommen. Bei unempfindlichen Zähnen darf der Abrieb höher sein: "Sehr gut" sind "Meridol Zahnfleischschutz" (4,40 Euro) und "Oral-B Professional Pro-Repair Extra frisch" für 5,20 Euro.

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 22. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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