Panorama

Sie schuf den Look der Beatles Fotografin Astrid Kirchherr ist tot

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Kirchherr im Jahr 2000 vor einem ihrer Bilder. Die Fotografin zog sich Ende der 1960er Jahre aus der Öffentlichkeit zurück.

(Foto: dpa)

1960 kamen die Beatles, damals noch eine recht unbekannte britische Band, nach Hamburg. Eine, die ihnen so nahe kam wie sonst kaum jemand, war die damals 22-jährige Astrid Kirchherr. Jetzt ist die Fotografin und Stylistin gestorben.

Die Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr ist tot. Sie starb am Dienstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren, wie der Fotograf Kai-Uwe Franz, ein enger Vertrauter der Künstlerin, am Freitagabend sagte. In der kommenden Woche wäre Kirchherr 82 Jahre alt geworden.

Kirchherr wurde bekannt, weil sie in den frühen 1960er Jahren die aufstrebenden Beatles fotografisch begleitete und ihren Stil maßgeblich beeinflusste. Die Band war 1960 aus England in der Hansestadt angekommen und dort noch relativ unbekannt. Damals zählte sie noch fünf Mitglieder: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Pete Best und Stuart Sutcliffe. Der damals 20-jährige Sutcliffe verliebte sich in Kirchherr, er verließ die Beatles und zog zu ihr. Doch bevor es zur geplanten Hochzeit der beiden kam, starb Sutcliffe 1962 an einer Gehirnblutung.

Die restlichen Beatles hatten in der Zwischenzeit einen Plattenvertrag ergattert und feierten ihre ersten großen Erfolge. Damit richtete sich auch die Aufmerksamkeit auf Kirchherr, die die Band in der entscheidenden Frühphase ihrer Entwicklung portraitiert hatte. Auf die Fotografin soll auch der markante Pilzkopf-Haarschnitt der Beatles zurückgehen. Kirchherrs Werk wurde international ausgestellt, doch sie griff nach Sutcliffes Tod nur noch selten zur Kamera, sondern arbeitete vor allem als Stylistin und Interior Designerin.

Quelle: ntv.de, ino/dpa