Panorama

Letzte Durchsagen vor Kriegsende Geheimdienst veröffentlicht Wehrmacht-Funk

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Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Oberkommandierender der Wehrmacht, unterzeichnet in der Nacht zum 9. Mai 1945 die Kapitulation.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 8. Mai 1945 läutet die Kapitulation der Wehrmacht das Ende der Nazi-Diktatur und des zweiten Weltkriegs ein. Der britische Geheimdienst veröffentlicht nun Funksprüche eines deutschen Soldaten einen Tag zuvor. Er kündigt die Ankunft der Alliierten an.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat der britische Geheimdienst GCHQ bisher unter Verschluss gehaltene Funksprüche der Wehrmacht aus den letzten Kriegstagen veröffentlicht. In den veröffentlichten Durchsagen vom 7. Mai 1945 informiert ein Soldat der Wehrmacht über die Ankunft der britischen Armee in Cuxhaven. "Leutnant Kunkel" wünscht seinen Kameraden noch "alles Gute". Kurz darauf wird der geheime Funkverkehr für immer eingestellt.

Die britischen Agenten entschlüsselten die Nachrichten auf dem Landsitz Bletchley Park rund 70 Kilometer nordwestlich von London, der als wichtiger Stützpunkt der Alliierten berühmt wurde. In der Villa dekodierten die Geheimdienstmitarbeiter die mithilfe der deutschen Chiffriermaschine Enigma verschlüsselten Funksprüche der Wehrmacht. Ihre Arbeit diente dem Oscar-prämierten Spielfilm "The Imitation Game" mit Benedict Cumberbatch als Inspiration.

Die nun veröffentlichten Funksprüche zeigten, dass die Frauen und Männer in Bletchley Park bis zum letzten Tag des Krieges abgefangene Codes der Wehrmacht entschlüsselt hätten, erklärte der GCHQ. Der Zweite Weltkrieg und die NS-Schreckensherrschaft endeten mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945.

Die Corona-Pandemie überschattete dieses Jahr die weltweiten Gedenken zum "Tag der Befreiung". In Berlin fanden kleinere Kundgebungen statt, ursprünglich geplante Großveranstaltungen wurden abgesagt. Die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau ist verschoben. In Weißrussland dagegen nimmt man das Coronavirus weiterhin nicht ernst, Präsident Lukaschenko ließ trotzdem eine Militärparade abhalten.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP

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