Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Hochwinter bringt bis minus 20 Grad

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Sonne und Eis - der Winter zeigt sich zu Wochenbeginn von seiner schönsten Seite.

(Foto: imago/MiS)

Zwar bleibt die "Russenpeitsche" aus, dennoch steht eine eiskalte Winterwoche vor der Tür. Gleichzeitig bleibt es zunächst klar - gute Voraussetzungen für eine eindrucksvolle Mondfinsternis. Später in der Woche könnte es nach Auskunft des n-tv Meteorologen Björn Alexander weiß im Land werden.

Es sind die kältesten Nächte des Winters bisher. Zum Teil mit Tiefstwerten um oder unter minus 20 Grad, beispielsweise auf der Schwäbischen Alb oder im Erzgebirge. Und: der Winter wird vorerst noch nicht klein beigeben. Schließlich befinden wir uns ja klimatologisch gesehen mitten im Hochwinter. Allerdings sind die Computerberechnungen in puncto Eisluft in der neuen Woche inzwischen etwas milder gestimmt, und wir können die oft beschriebene "Russenpeitsche", die ja mit sibirischer Kaltluft gleichbedeutend ist, im meteorologischen Phrasenschrank belassen. Zumindest vorerst.

Aber auch der mitteleuropäische Normalo-Winter wird in der neuen Woche streckenweise schon mal im weißen Gewand um die Ecke kommen. Beispielsweise am Dienstag und Mittwoch im Westen unseres Landes, wenn es im Rheinland und im Ruhrgebiet vorübergehend glatt auf den Straßen werden könnte.

Zuvor erleben wir aber noch ein Ereignis, das fast noch seltener als Schnee in Köln ist. Nämlich eine Mondfinsternis. Am frühen Montagmorgen erleben wir dann den sogenannten Blutmond. Das heißt nichts anderes, als dass der Mond im Schatten der Erde rötlich leuchtet. Gleichzeitig ist es auch noch ein Supermond. Ebenfalls ein bildgewaltiger Begriff, der eigentlich nur dafür steht, dass der Mond den kürzestmöglichen Abstand zur Erde hat (360.000 Kilometer) und uns deshalb um etwa 14 Prozent größer erscheint. Eine seltene Kombination, die sicherlich mal einen Blick an den Himmel wert ist. Zumindest wenn das Wetter passt. Hier die Details.

Nacht zu Montag

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n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Verbreitet ist es frostig bis eisig kalt mit Tiefstwerten zwischen minus 4 und minus 10 Grad. In den Mittelgebirgen teilweise sogar deutlich drunter mit um die minus 15 bis minus 20 Grad. Dafür zeigt sich der Himmel aber oft klar, und somit dürfen wir uns auf eine gute Sicht auf den Blutmond freuen. Der Zeitplan im groben Überblick: ab 4.33 Uhr beginnt die farbliche Veränderung und ab 5.41 Uhr folgt die rötliche Einfärbung für etwa eine Stunde. Nur ganz im Norden und Süden stören häufiger dichtere Wolken und Nebel. Im äußersten Süden sind dabei ein paar Flocken möglich.

Montag

Die Aussichten sind dreigeteilt: den Norden streifen kompakte Wolken und zeitweise fällt etwas Schnee oder Regen, der am Boden gefrieren und für Glätte sorgen kann. Auch im Süden halten sich teils dicke Nebel- oder Hochnebelfelder. Derweil schaut es entlang der breiten Landesmitte richtig gut aus. Denn die Sonne dominiert. Dazu erreichen die Temperaturen von den Mittelgebirgen bis zu den Alpen dauerfrostige 0 bis minus 2 Grad. Sonst 1 bis 4 Grad.

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Dienstag

Überwiegend geht es freundlich und trocken durch den Tag. Lediglich im äußersten Westen verdichten sich die Wolken, und ab dem Nachmittag bis in die Nacht hinein fällt etwas Schnee, streckenweise mit Glättegefahr. Das Ganze bei Höchstwerten zwischen minus 3 und plus 4 Grad.

Mittwoch bis Freitag

Insgesamt wird es wolkiger, und einzelne Schneeschauer sind ebenfalls im Osten möglich. Dazu bleibt es oft dauerfrostig kalt mit Höchstwerten um den Gefrierpunkt und teils zweistelligen Minusgraden in der Nacht.

Am Wochenende

Die Unsicherheiten bei den Prognosen werden rasch größer. Von der Fortdauer des ruhigen Winterwetters bis hin zu deutlich mehr Niederschlägen ist vieles möglich. Das betrifft ebenso die Temperaturen, die sich zwischen milder und kälter noch nicht wirklich entscheiden können. Fakt ist aber: die Kaltluft über Nord- und Nordosteuropa ist nicht weit entfernt und könnte bei einer entsprechenden Wetterlage schnell wieder bei uns Einzug halten.

Quelle: n-tv.de

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