Panorama

Nach Waldbränden in Paradise Hund wartet in Feuer-Ruine auf Frauchen

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Madison braucht erst etwas Zeit, bis er zu der Tierschützerin Vertrauen fasst.

(Foto: AP)

Als die US-Stadt Paradise in Flammen aufgeht, müssen die Bewohner Hals über Kopf fliehen. Sogar ihre Haustiere müssen sie zurücklassen. Wie durch ein Wunder überlebt Hund Madison das Inferno. Doch das ist nur der erste Teil der Geschichte.

Ein Hund, der die Waldbrände in Paradise in Kalifornien überlebt hat, hat einen Monat lang sein abgebranntes Zuhause bewacht und dort auf seine Besitzerin gewartet. Erst vergangenen Freitag kann Andrea Gaylord zu ihrem Grundstück zurückkehren. Und sie trifft dort ihren vermissten Hund wieder. Über das Wiedersehen berichten mehrere US-amerikanische Medien.

Das "Camp Fire" rund um die 27.000-Einwohner-Stadt Paradise zerstört fast 19.000 Gebäude, davon rund 14.000 Wohnhäuser. 85 Menschen kommen ums Leben. Als das Feuer Anfang November ausbricht, müssen viele Menschen fluchtartig das Gebiet um Paradise verlassen. Habseligkeiten oder gar Haustiere bleiben zurück.

Auch Andrea Gaylord bringt sich am 8. November in Sicherheit. Zeit, kurz nach Hause zu fahren, um ihre beiden Hunde Madison und Miguel vor den Flammen zu retten, bleibt ihr nicht. Auch eine schnelle Rückkehr ist zunächst undenkbar, denn die Flammen wüten noch. Danach muss die Heimkehr warten, weil die Verletzungsgefahr in den Ruinen zu groß ist und die giftigen Dämpfe des gelöschten Feuers zu gefährlich sind.

Nur wenige Menschen dürfen in die Gefahrenzone. Darunter Feuerwehrleute, Gerichtsmediziner und Tierschützer. Andrea Gaylord wendet sich deswegen an eine Tierschutzorganisation. Sie hofft, etwas über den Verbleib ihrer beiden Hunde zu erfahren.

Und tatsächlich: Beide Hunde haben das Feuer überlebt. Miguel finden Tierschützer in einem Auffanglager. Eine Tierschützerin entdeckt schließlich auch Madison. Der Hund stromert durch die Ruinen seines abgebrannten Zuhauses. Zunächst zögert das Tier. Doch schließlich fasst der Hund Vertrauen. Die Tierschützerin versorgt ihn regelmäßig mit Wasser und Fressen.

Vergangenen Freitag ist es dann soweit. Gaylord darf nach Hause zurückkehren. Von ihrem Haus ist nicht mehr viel übrig. In den Ruinen sitzt Madison und wartet auf seine Besitzerin. "Die Umstände sind so schrecklich, trotzdem hat Madison hier tagelang gewartet. Sein Instinkt ist es, die Herde zu beobachten und zusammenzuhalten. Und wir sind ein Teil davon", so Gaylord.  

Quelle: ntv.de, kpi

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