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Angeklagte verweigerten Aussage Kind ertrinkt im Freibad - fünf Freisprüche

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Von dem Ausflug ins Schwimmbad wussten die Eltern des toten Jungen nichts.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Tod eines Sechsjährigen in einem Freibad sind drei Erzieherinnen und zwei Bademeister vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen freigesprochen worden. Keinem der Angeklagten sei individuell eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachzuweisen gewesen, sagte Strafrichter Thomas Schwiers am Amtsgericht Neumünster in Schleswig-Holstein.

Der Junge, der nicht schwimmen konnte, starb bei einem Ausflug mit seiner Kindergartengruppe im Juni 2016. Zwei Jugendliche entdeckten ihn im Nichtschwimmerbecken, bäuchlings im Wasser treibend. Der Sechsjährige konnte nicht wiederbelebt werden. Seine Eltern waren mit ihm erst kurz zuvor aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet. Von dem Ausflug ins Schwimmbad wussten sie nichts.

Was in dem Schwimmbad in Bad Bramstedt geschah und wer von den Aufsichtspersonen auf den kleinen Yad habe achten sollen, sei in der mehrtägigen Beweisaufnahme nicht aufklärbar gewesen, urteilte das Gericht. "Alle waren daher aus tatsächlichen Gründen freizusprechen." Alle fünf Angeklagten hatten die Aussage verweigert. Die Eltern des Jungen wollten noch beraten, ob sie gegen das Urteil in Berufung gehen und zivilrechtliche Ansprüche einklagen wollen, wie ihr Anwalt sagte.

Quelle: ntv.de, agr/dpa