Panorama

Einrichtungen werden geschlossen Mehrere Infektionen in Magdeburger Schule

131297680.jpg

In Magdeburg hat es mehrere Coronavirus-Infektionen in einer Grundschule gegeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den vergangenen Tagen bricht das Coronavirus wieder an verschiedenen Orten in Deutschland aus. Nun trifft es mit Magdeburg auch eine Großstadt in Ostdeutschland. Dort gibt es mehrere Fälle an einer Grundschule.

In Magdeburg müssen eine Grundschule und ein Hort wegen mehrerer Corona-Infektionen schließen. "Insgesamt wurden sechs erwachsene Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet und zehn Kinder als Kontaktpersonen untersucht", teilte die Stadt am Abend mit. Da auch viele Pädagoginnen und Pädagogen Kontaktpersonen sind, werden die Einrichtungen von Freitag bis voraussichtlich zum 26. Juni geschlossen.

Ein Kind sei positiv getestet worden. Dessen Mutter habe am Montag eine Elternversammlung besucht, auf der 15 andere Eltern und eine Reihe von Lehrern anwesend gewesen seien. Amtsarzt Eike Hennig empfiehlt allen Kinder der Einrichtung, sich in freiwillige häusliche Quarantäne zu begeben. Der Mediziner betonte: "Alle Kontaktpersonen können ermittelt werden."

Hennig betonte aber laut MDR, dass es sich nicht um einen "bedeutsamen Ausbruch" handele. Aufgrund der Reisetätigkeit sei eine Häufung von Neuinfektionen erwartbar gewesen, wird er zitiert. Auch die Tatsache, dass eine Schulsekretärin auch an einer anderen Grundschule tätig sei, führe nicht zu weiteren Maßnahmen, sagte er.

Gesamtzahlen im Bundesland weiter niedrig

*Datenschutz

Ansonsten gehört Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern, in denen es mit die wenigsten Infektionen mit dem Coronavirus gegeben hat. Insgesamt gab es dort gut 1700 Fälle, 56 Menschen verloren im Zusammenhang mit der Ansteckung ihr Leben. Im Schnitt der letzten sieben Tage gab es bis zum Mittwoch aber nur drei Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Bund und Länder hatten vereinbart erst bei 50 Neuinfektionen erneut umfangreiche Schutzmaßnahmen einzuleiten. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt derzeit überhaupt nur 50 aktive Infektionen.

In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder lokale Ausbrüche des Coronavirus in Deutschland gegeben. So wurden etwa im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg mindestens 21 Menschen positiv getestet, nachdem es tagelang keine Neuinfektionen gegeben hatte. In Mecklenburg-Vorpommern steckte ein Priester unwissentlich mindestens sechs Menschen an. In Duisburg wurde das Virus vergangene Woche bei drei Dutzend Mitarbeitern in einem Sortierzentrum eines Paketzustellers nachgewiesen. Bislang gelang es den Gesundheitsämtern vor Ort jedoch, die weitere lokale Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa