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Kind aus Gelsenkirchen in Klinik Polizei befürchtet weitere Spritzen-Attacken

Die Gelsenkirchener Polizei ist besorgt: Nach einer Attacke auf eine Schülerin am hellichten Tag ist noch immer unklar, was der Mann dem Kind gespritzt hat. Eine Äußerung des Täters legt nahe, dass es weitere Übergriffe gab oder noch geben könnte.

+++ Update: Inzwischen teilte die Polizei mit, dass die Angaben des Mädchens mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch sind und es den Übergriff nie gegeben hat. Die neuesten Entwicklungen lesen Sie hier. +++

Es ist etwa 9 Uhr morgens als ein großer schlanker Mann ein Mädchen auf dessen Weg zur Schule anspricht, mitten in der Gelsenkirchener Innenstadt. Der Mann zeigt dem Kind ein Messer, zwingt es zu einem Parkplatz, wo er ihr eine Spritze in den Körper drückt und eine unbekannte Substanz injiziert. Das Mädchen kämpft danach mit Ausfallerscheinungen, findet aber einen Anwohner, der die 13-Jährige ins Krankhaus bringt. So berichtet sie es später Beamten der Polizei.

Eineinhalb Tage später wird das Mädchen noch immer stationär behandelt. Derweil sucht die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Sie hat "eine personell sehr starke Ermittlungskommission eingerichtet", weiß aber nicht, was der Täter dem Mädchen gespritzt hat. In einer eigens einberufenen Pressekonferenz gibt die Polizei zahlreiche Details zum Vorfall bekannt.

Polizei warnt vor Panik

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Der Grund: Der Mann habe "Nummer sechs" gesagt, als er sich vom Tatort entfernte. "Diese Aussage lässt zumindest nicht ausschließen, dass es weitere Opfer gibt, die von dem Täter angegangen worden sind und lässt auch nicht auschließen, dass es weitere Opfer geben wird", sagt ein Polizeisprecher. Und weil er weiß, welche Ängste diese Aussage auslöst, stellt er an die Bevölkerung gerichtet klar: "Grundsätzlich raten wir als Polizei natürlich, jetzt nicht in Panik zu verfallen."

Tatsächlich hat die Polizei bisher nicht von ähnlich gelagerten Vorfällen erfahren, auch nicht aus anderen Städten. "Es ist ja nicht auszuschließen, dass sich so ein Täter auch außerhalb der Stadtgrenzen bewegt", sagt der Sprecher. Und natürlich ist auch die Polizei besorgt, dass es weitere Fälle geben könnte. Sie habe sich deshalb "entschlossen, offensiv an die Bevölkerung zu gehen".

"Sehr detaillierte Täterbeschreibung"

Bislang liegen Hinweise vor, die noch geprüft werden. Am ehesten hilft der Polizei aber die "sehr detaillierte Täterbeschreibung", die das Mädchen am Nachmittag im Krankenhaus abgegeben hatte. Die Beamten haben offenbar kaum Grund, an den Aussagen zu zweifeln. Es gebe "sehr viele Anhaltspunkte dafür, dass sich die Tat auch so ereignet hat", wie beschrieben. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Virchostraße und der Munscheidstraße, einer Wohngegend südlich der Altstadt.

Das Mädchen müsse noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, sagte der Sprecher. Unklar ist, ob das Kind zur Behandlung akuter Symptome in der Klinik bleibt oder zur Untersuchung des injizierten Stoffes. Diese Suche gestalte sich schwierig und langwierig, weil nicht klar sei, wonach gesucht werde, sagte der Sprecher.

Die am Donnerstag verlautbarte "schwere Verletzung" des Mädchens bezog sich demnach auf den Umstand, dass das Kind stationär behandelt werden musste. "Schwerwiegende Verletzungen durch den eigentlichen Einstich hat es nicht gegeben", sagte der Sprecher.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • 30 bis 40 Jahre alt
  • 1,80 bis 1,90 Meter groß
  • schlank, große dunkle Augen mit dicken buschigen Augenbrauen
  • Er sprach akzentfrei Deutsch
  • Er trug eine schwarze Marco-Polo-Winterjacke mit Fellkapuze, ein schwarzes T-Shirt und Sweatshirt, eine schwarze Jeans, einen schwarz-weiß karierten Schal und schwarze Fila-Turnschuhe. Zudem hatte er weiße Handschuhe an und eine schwarze Bauchtasche dabei.

Quelle: n-tv.de

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