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Vier Tote in Berlin Polizei stellt Ursache des SUV-Unfalls fest

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Blumen und Kerzen liegen an der Kreuzung, an der vier Menschen bei einem Verkehrsunfall gestorben sind.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem schweren Unfall mit einem SUV in Berlin Mitte kamen vier Menschen ums Leben - darunter ein Kleinkind. Wochenlang war unklar, wieso genau der Wagen von der Fahrbahn abkommt. Nun steht die Unfallursache fest.

Der tödliche SUV-Unfall in Berlin-Mitte soll auf einen "Krampfanfall" des Fahrers zurückgehen. Dadurch soll der Wagen auf 104 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben, twitterte die Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatte der RBB berichtet, der Unfallfahrer habe während der Fahrt einen epileptischen Anfall erlitten und die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

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Laut Staatsanwaltschaft hat der Fahrer regelmäßig Medikamente eingenommen. Einen technischen Defekt an dem Fahrzeug schloss die Behörde nach derzeitigen Erkenntnissen aus. Der Unfall hatte eine erregte Debatte über die Gefahren ausgelöst, die von SUV-Fahrzeugen in der Stadt ausgehen.

Die Beifahrerin hatte der Polizei nach dem Unfall einen ersten Hinweis auf einen möglichen epileptischen Anfall des Fahrers gegeben. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbefehl erwirkt und die Privaträume des Fahrers durchsucht. Der Anwalt des Fahrers hatte der Polizei daraufhin ein Schreiben zukommen lassen, das laut der Staatsanwaltschaft "in der Tat bestätigt, dass eine akute gesundheitliche Problematik Ursache des Unfall gewesen sein könnte".

Am 6. September war das Auto an einer Kreuzung in Berlin über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Neben einem drei Jahre alten Kind erlagen zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren sowie die 64-jährige Großmutter des Kindes am Unfallort ihren Verletzungen. Die toten Männer stammen aus Spanien und Großbritannien. Die Mutter des Dreijährigen, die ihren älteren Sohn und ein Baby dabei hatte, überlebte unverletzt.

Quelle: n-tv.de, agr

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