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Frau in Rostock angezeigt Säuglingsskelett im Blumentopf gefunden

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In Rostock machen Polizisten eine grauenhafte Entdeckung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Grausiger Fund in Rostock: Polizisten finden eine skelettierte Säuglingsleiche in einem Blumentopf. Bislang gibt es aber keinen Anhaltspunkt auf eine vorsätzliche Tötung des Kindes. Das Baby sei schon vor "geraumer Zeit geboren" worden.

Polizisten haben in einer Rostocker Wohnung in einem Blumentopf das Skelett eines Kindes entdeckt. Zuvor war die Mieterin der Wohnung angezeigt worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die 27 Jahre alte Frau wurde von einer Verwandten verdächtigt, ihr totes Kind in der Wohnung versteckt zu haben.

Daraufhin wurde die Wohnung durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Baby "vor geraumer Zeit" geboren. Die Todesursache sei noch nicht bekannt. Bislang haben die Ermittler keinen Anhaltspunkt, dass der Säugling vorsätzlich getötet wurde. Der "Ostseezeitung" sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, die gefundenen Knochen seien eindeutig die eines Säuglings. Eine mehrwöchige Untersuchung soll nun unter anderem Aufschluss über das Geschlecht des Kindes und die Todesursache geben.

Die Wohnung befindet sich im Rostocker Stadtteil Schmarl. Das Skelett wurde bereits am vergangenen Samstag gefunden. Weitere Aussagen lehnte die Staatsanwaltschaft Rostock gegenüber n-tv.de unter Hinweis auf die noch andauernden Ermittlungen ab. Nach Angaben der "Ostseezeitung" macht die Frau keine Angaben zu dem Fund.

Der Vorfall erinnert an einen Kriminalfall aus dem Jahr 2005: Damals fand die Polizei in Brandenburg neun skelettierte Babyleichen, die von der Mutter Sabine H. in Blumentöpfen verscharrt worden waren. Die Leichen waren in Tüten verpackt und in Eimern und Blumentöpfen mit Sand bedeckt worden. Die Mutter wurde wegen Totschlags an sieben Mädchen und zwei Jungen zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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