Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Tornado-Gefahr im Südwesten, 35 Grad im Osten

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An Unwettern wird es in der kommenden Woche nicht mangeln.

(Foto: picture alliance)

Mit Blick auf das Wetter wird es eine turbulente Woche. Bereits in der Nacht zum Montag drohen im Südwesten Superzellen und einzelne Tornados. Dann wechseln sich Hitze und Unwetter ab, bis es schließlich am Wochenende zum möglichen Happy End kommen könnte.

Unser Wetter zeigt sich in den letzten Tagen des Junis weiterhin ziemlich auf Krawall gebürstet. Teils heftige Schauer und Gewitter samt Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen kombinieren sich mit mitunter schwül-warmer bis -heißer Sommerluft zu wiederholt brisanten Wetterlagen. Gleichzeitig eröffnet das aber natürlich die Option darauf, dass die zum Teil äußerst magerere Regenbilanz der vergangenen Wochen ausgeglichen wird.

Das ist insbesondere im Osten Deutschlands, wo zum Wochenbeginn verbreitet Waldbrandgefahrenstufe 4 bis 5 von 5 herrscht, absolut notwendig. Und auch die tiefgründig knochentrockenen Böden haben den Regen mehr als nötig.

Insofern stimmt der Blick auf die prognostizierten Regenmengen neben dem Damoklesschwert des Starkregens mit möglichen Überflutungen durchaus etwas optimistisch. Regional sind bis zum Monatswechsel noch 20 bis 40, teilweise bis zu 80 Liter pro Quadratmeter möglich. Und was passiert im Anschluss - geht der Sommer unter?

Die Antwort auf diese Frage formulieren die Wettercomputer mit der Chance auf ein stabiles Hoch am ersten Juli-Wochenende. Zwar würde sich damit auch weniger warme Luft bei uns in Deutschland einfinden. Gleichzeitig wäre die Unwettergefahr aber pünktlich zum Wochenende gebannt.

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Zuvor schickt uns die neue Wetterwoche noch durch einen teilweise unwetterlastigen Siebenschläfertag. Der ist laut Kalender am 27. Juni, also am Montag und ist natürlich nicht schon die Weichenstellung für unseren Hochsommer 2022. Die dahinter stehende Siebenschläferregel, die uns eine Weichenstellung für den Sommer prophezeit, bezieht sich vielmehr auf das Zeitfenster bis etwa ins erste Juli-Drittel hinein und hat vor allem im Süden Deutschlands eine recht hohe Eintreffwahrscheinlichkeit. Der Siebenschläferzeitraum beginnt somit jetzt und das mit Blitz und Donner. Hier die Details.

Nacht zum Montag: Erneute Unwetterlage

Von Frankreich und Benelux spitzt sich die Situation abermals zu. Teilweise kräftiger Regen mit eingelagerten Gewittern sowie der Gefahr von Hagel und schweren Sturmböen bis um Tempo 100 breitet sich bis etwa auf eine Linie vom Allgäu bis herauf nach Schleswig-Holstein aus. Auch die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von organisierten Schwergewittern, sogenannten Superzellen, sowie das Risiko für einzelne Tornados ist insbesondere im Südwesten erhöht. Deutlich ruhiger gestaltet sich die Nacht im locker bewölkten bis klaren Osten, wo es teilweise tropisch bleibt - also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad. In der gewittrig nassen Eifel erwarten Sie Werte um die 14 Grad.

Montag: Gewitter und bis zu 35 Grad am Siebenschläfertag

Der Osten startet sonnig und heiß in die neue Wetterwoche - Spitzenwerte bis zu 35 Grad sind Richtung Brandenburg und Lausitz drin. Ansonsten ist es wolkiger und zum Teil sind Schauer sowie Blitz und Donner unterwegs. Das größte Unwetterpotenzial besteht allerdings im zuvor noch schönen Osten und Südosten, wo nachmittags schwere Gewitter ausgelöst werden können. Dabei zeigen sich der Westen und der Nordwesten mit Höchstwerten von 20 bis 24 Grad bis zu 15 Grad kühler als der Osten.

Dienstag: Blitze im Süden

Alles in allem präsentiert sich der Dienstag freundlich bis sonnig und trocken. Einzig in Richtung Alpenrand sind weiterhin gewittrige Regengüsse zu erwarten. Das Ganze bei 20 bis 29 Grad - die ganz große Hitze ist somit erst einmal raus, bevor die Wetterlage sind wieder zuspitzt.

Mittwoch und Donnerstag: Wetter wird intensiver

Am Mittwoch und insbesondere am Donnerstag schnellen die Quecksilber-Säulen erneut in die Höhe. Mittwoch mit 21 bis 31, Donnerstag mit 22 bis 32 Grad, wobei die Hitzemarke von 30 Grad vielerorts zum Greifen nahekommt oder überschritten wird. Derweil steigen das Gewitterrisiko und die Unwettergefahr ebenfalls an. Am Mittwoch generell im gesamten Süden sowie im Osten. Der Donnerstag zeigt sich zuerst noch vielfach sonnig, bevor nachmittags und abends von Westen aufkommende Gewitterstaffeln die nächste Abkühlung bringen.

Freitag: Unwetter auf Ostkurs

Der Westen kühlt schon spürbar auf Werte um die 18 bis 23 Grad ab, während sich im Osten die letzten Hitzespitzen den herannahenden Unwettern ebenso beugen müssen. Bevor es kracht, sind dementsprechend nochmals an die 30 Grad möglich. Das Wochenende zeigt sich hingegen wesentlich entspannter.

Wochenende: Entspannung am Rande des Hochs

Über dem Atlantik sieht das Gros der Wettercomputer ein stabiles Hoch, das seinen Einflussbereich bis zu uns nach Deutschland ausweiten könnte. Damit wären im Osten am Samstag noch letzte Gewitter unterwegs. Der Sonntag dürfte dann aber vielerorts richtig schön und trocken verlaufen. Die Temperaturen zeigen sich ebenfalls total entspannt. Samstag bei 20 bis 27, Sonntag bei 22 bis 28 Grad. Richtig feines Sommerwetter nach einer wirklich turbulenten Wetterwoche.

Quelle: ntv.de

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