Panorama

Wenige Tage nach Covid-Infektion Ukrainische First Lady in Klinik eingeliefert

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Olena Selenska ist seit 2003 mit Wolodymyr Selenskyj verheiratet.

(Foto: imago images/Ukrinform)

Am Freitag teilt Olena Selenska mit, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Ein leichter Verlauf bleibt aus: Bei der Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Selenskyj bricht eine Lungenentzündung aus, sie muss ins Krankenhaus. Ihr Zustand sei stabil, heißt es aus Kiew.

Die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, ist wegen ihrer Coronavirus-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die 42-jährige Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj leide an einer mittelschweren Lungenentzündung und werde in einem Krankenhaus in Kiew behandelt, teilt das Präsidialamt mit. Ihr Gesundheitszustand ist demnach "stabil": Sie leidet nicht an Atemnot und muss auch nicht mit Sauerstoff versorgt werden.

Selenska war am Freitag positiv auf den Erreger getestet worden und hatte sich zunächst zu Hause in Selbstisolation begeben. Ihr Mann und ihre zwei Kinder wurden mehrfach negativ getestet.

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Der ukrainische Präsident ist oft ohne Schutzmaske bei öffentlichen Auftritten unterwegs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Angaben seiner Sprecherin arbeitet Selenskyj trotz der Erkrankung seiner Frau weiter in seinem Büro, weil er "einige seiner Aufgaben" nicht von zu Hause aus erledigen und seine Vollmachten gemäß der Verfassung nicht delegieren könne. Der Präsident habe aber seine Kontakte eingeschränkt und verzichte in dieser Woche auch auf Reisen. An Konferenzen nimmt er demnach telefonisch oder per Videoschaltung teil. Er wird täglich auf das Virus getestet.

Nach ihrer Infektion hatte die 42-Jährige ihre Landsleute aufgerufen, vorsichtig zu sein und Masken zum Schutz gegen eine Corona-Ansteckung zu tragen. Staatschef Selenskyj trägt allerdings häufig selbst keine Schutzmaske bei öffentlichen Auftritten und wird deshalb kritisiert.

Die Ukraine hatte zuletzt einen starken Anstieg der Neuansteckungen vermeldet. Insgesamt gibt es den Behörden zufolge mittlerweile mehr als 32.000 Corona-Infektionen in dem Land, mehr als 900 Menschen starben bereits daran.

Quelle: ntv.de, chr/AFP