Panorama

"Mir kommen die Tränen" Vierjähriger in China alleine isoliert

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Auch Kinder sind von Chinas strikter Null-Covid-Strategie nicht ausgenommen.

(Foto: imago images/Xinhua)

In der Corona-Krise fährt China einen besonders strikten Kurs zur Eindämmung der Pandemie. In den sozialen Netzwerken tauchen immer wieder Videos von Kleinkindern auf, die ohne ihre Eltern isoliert werden. Der Fall eines Vierjährigen sorgt besonders für Anteilnahme.

Ein vierjähriges Kind, das in einem riesigen weißen Schutzanzug samt Helm gehüllt ist und einsam den Flur eines Krankenhauses entlang stolpert: Derzeit kursieren in den sozialen Netzwerken Videos von Kleinkindern aus China, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und ohne ihre Eltern von den Behörden isoliert werden. Wie CNN und andere Medien berichten, zeigt dieser Clip einen Jungen aus Putian in der südlichen Provinz Fujian.

Aufgenommen wurde das Video laut "Taiwan News" von einer Krankenschwester. Eine lokale Zeitung zitiert die Frau mit den Worten, ihr seien die Tränen in die Augen gestiegen, als sie einen Krankenwagen voller unbegleiteter Kinder ankommen sah, heißt es bei CNN.

Auch im Netz ist die Anteilnahme groß, besonders bei Weibo, einer chinesischen Plattform, die vergleichbar mit Twitter ist. Dort laute einer der Top-Kommentare unter dem Video: "Es bricht mir das Herz." Jemand anderes habe kommentiert: "Mir kommen die Tränen."

Das Video zeige die harten Folgen der strikten Null-Covid-Strategie, heißt es bei CNN. In der Pandemie war es häufig so, dass China strikte Ausgangsbeschränkungen über Viertel oder ganze Städte verhängt hat. Dazu gehört auch, dass immer wieder Millionen Bürgerinnen und Bürger getestet und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden.

Diesmal hätten besonders Schulkinder die strikten Regeln zu spüren bekommen, schreibt CNN. So seien 57 der jüngsten 129 Corona-Fälle in Putian Kinder unter zwölf Jahre gewesen, heißt es mit Verweis auf die Regierung. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, seien Heranwachsende im Kindergartenalter von ihren Eltern isoliert und in Covid-Stationen untergebracht worden.

Um die Zeit angenehmer zu gestalten, seien die Krankenhauskräfte auf verschiedene Ideen gekommen, die infizierten Kinder zu trösten, berichtet CNN. So soll es an den Wänden der Krankenhausflure Comics geben und den Kindern würden Spiele und Bücher bereitgestellt. Weiter berichtet CNN mit Verweis auf Staatsmedien, dass auch die Pflegekräfte auf die Bedürfnisse der Kinder Rücksicht nähmen, mit ihnen auch spielten oder Bücher vorläsen.

Quelle: ntv.de, ses

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