Panorama

Rekordfund am Kölner Flughafen Zoll entdeckt Drogenpillen in Snacktüten

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Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Ecstasy-Tabletten wird auf 1,3 Millionen Euro geschätzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Menge an Drogen ist bisher beispiellos. Am Flughafen Köln/Bonn staunen die Zöllner nicht schlecht, als sie kleine Snacktüten aus Paketsendungen öffnen. Der Inhalt: Mehr als 170.000 Ecstasy-Tabletten.

Am Flughafen Köln/Bonn macht der Zoll in nur einer Nacht zwei Drogenfunde in Rekordhöhe. Versteckt in Paketsendungen entdeckten die Fahnder die Drogen im Frachtbereich. Laut Angaben der Versender sollten Atemschutzmasken und Werbeartikel in den Paketen sein. Beim Betrachten der Röntgenbilder kamen den Zöllnern aber erste Zweifel am Inhalt.

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In Tüten mit harmlosen Aufschriften finden Zollfahnder Tausende von Ecstasy-Tabletten.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wir entdeckten 173.000 Ecstasy-Tabletten, getarnt als Nüsse und Gebäck", berichtet Zollsprecher Jens Ahland. Die Ecstasy-Tabletten waren in Tüten, die harmlose Aufschriften wie "Tijger Nootjes" - Niederländisch für "Tigernüsschen" - trugen. Der Straßenverkaufswert liegt den Angaben zufolge bei 1,3 Millionen Euro.

Für jeden Volljährigen einen Joint

Beim zweiten Großfund handelte es sich um Cannabissamen, mit denen man ein Volumen an Marihuana von 14,7 Tonnen hätte produzieren können. "Das wäre ein Straßenverkaufswert von 147 Millionen Euro gewesen", sagt Ahland. "Um diese Menge einmal greifbar zu machen: Daraus könnte man für jeden volljährigen Einwohner in Deutschland einen Joint bauen."

Der Zoll erlebe seit einem guten Jahr einen enormen Zuwachs an Drogenaufgriffen. "Mittlerweile finden wir fast jede Nacht Pakete mit Drogensendungen am Flughafen. Das Allermeiste davon ist auf dem Weg von einem in ein anderes Land. Was besonders auffällt: die Größenordnung der Einzelsendungen", erklärt Ahland weiter. Was früher mal ein paar Gramm gewesen seien, seien jetzt schnell mal ein paar Kilo - vor allem auch harte Drogen.

Bereits Anfang des Jahres gingen dem Kölner Zoll bei Kontrollen des Postverkehrs aus den Niederlanden mehr als 5800 Briefsendungen mit knapp 70.000 Cannabissamen ins Netz.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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