Politik

Mehr als 500 Millionen Euro Deutschland erhöht Zahlungen an WHO

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Spahn will die WHO mit Millionensummen und medizinischer Ausrüstung unterstützen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während US-Präsident Trump die Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation aufkündigt, wollen Deutschland und Frankreich diese noch stärker unterstützen. Nationale Alleingänge seien zum Scheitern verurteilt, so Gesundheitsminister Spahn.

Deutschland und Frankreich haben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus versichert. Die Bundesregierung werde ihren finanziellen Beitrag in diesem Jahr auf mehr als eine halbe Milliarde Euro erhöhen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Olivier Veran und WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Dazu gehöre auch die Lieferung von medizinischer Ausrüstung wie Schutzmasken und Beatmungsgeräte zur Weitergabe an bedürftige Länder. Das sei der höchste Jahresbetrag, den Deutschland jemals an die WHO geleistet habe und ein klares Signal der Unterstützung. Ähnlich äußerte sich Veran.

US-Präsident Donald Trump hatte die US-Beziehungen zur WHO aufgekündigt und wirft ihr vor, zu sehr unter dem Einfluss Chinas zu stehen. "Wir stehen im Kampf gegen globale Gesundheitsprobleme zusammen", sagte Spahn nun. Das sei die Botschaft, die von diesem Treffen ausgehen sollte. Bei Pandemien seien nationale Reaktionen nötig, aber auch ein global abgestimmtes Vorgehen. Nationale Alleingänge bei internationalen Problemen seien zum Scheitern verurteilt. Deutschland bleibe ein starker aber zuweilen auch kritischer Freund der WHO und werde sein Bestes tun, um der WHO bei den nötigen Reformen zu helfen.

Quelle: ntv.de, jkl/AFP