Politik

Mit Staatsressourcen entstanden? Justiz prüft Cuomos Corona-Buch

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Neben Veruntreuung von staatlichen Ressourcen wird Andrew Cuomo auch noch sexuelle Belästigung vorgeworfen.

(Foto: AP)

Mit einem Buch über seine Arbeit als Gouverneur von New York will Andrew Cuomo seine Führungsstärke in der Corona-Krise untermauern. Für die Fertigstellung des Werks soll er allerdings auch Mitarbeiter eingespannt und sich so staatlicher Ressourcen bedient haben.

Neuer Ärger für den bereits heftig in der Kritik stehenden New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo: Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung darüber gestartet, ob bei der Arbeit an seinem Buch "American Crisis: Leadership Lessons from the Covid-19 Pandemic" im vergangenen Jahr bundesstaatliche Ressourcen verwendet wurden, wie US-Medien berichteten.

Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, dass Mitarbeiter und Berater während ihrer Arbeitszeit intensiv in die Entstehung des Buches eingebunden waren. Cuomo hatte das mehrfach bestritten, unter anderem bei einer Pressekonferenz am Montag. Einige Mitarbeiter hätten ihm lediglich freiwillig geholfen, oder Passagen gegengelesen, in denen sie vorkämen, sagte er da. Zudem versprach er, als Teil seiner Steuererklärung demnächst auch alle Einnahmen in Zusammenhang mit dem Buch offenzulegen.

Gegen den 63-Jährigen, der im vergangenen Jahr mit seinem Krisen-Management in der Corona-Pandemie weit über die Grenzen seines Bundesstaats hinaus bekannt geworden war, laufen derzeit gleich mehrere Untersuchungen: Mehrere Frauen werfen dem Gouverneur sexuelle Belästigungen vor.

Zudem soll er andere Politiker unter Druck gesetzt haben, seiner Familie zu Beginn der Pandemie schnelleren Zugang zu den damals begrenzt verfügbaren Covid-19-Tests besorgt haben und die Zahlen der nach einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen in Alten- und Pflegeheimen geschönt haben. Cuomo weist die Vorwürfe zurück und hat einen Rücktritt bislang strikt abgelehnt. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe wächst der Druck auf Cuomo, mehrere einflussreiche Parteifreunde hatten ihn aufgefordert, sein Amt niederzulegen, darunter auch der Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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