Politik

Rasche Kinder-Impfung gefordert Laschet: Zeitpunkt für Lockerungen ist da

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NRW-Ministerpräsident Laschet: "Wenn Inzidenzzahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden."

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Inzidenzwert in Deutschland ist inzwischen auf einem Niveau, welches die Zurücknahme einiger Corona-Maßnahmen nötig macht, sagt der CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Dafür müsse der Bund auch einen Flickenteppich in Kauf nehmen.

Angesichts der sinkenden Corona-Inzidenzzahlen sieht der CDU-Vorsitzende Armin Laschet die Zeit für Lockerungen der Schutzauflagen gekommen. "Das Versprechen haben wir den Bürgern immer gegeben: Wenn Inzidenzzahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden", sagte Laschet nach den Gremiensitzungen seiner Partei in Berlin. "Der Zeitpunkt ist jetzt da."

Dass die Bundesländer dabei unterschiedlich vorgehen, müsse angesichts der unterschiedlichen Pandemielage in den einzelnen Ländern in Kauf genommen werden, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Den Einwand, dass dadurch ein Flickenteppich an abweichenden Regelungen entstehe, wollte Laschet nicht gelten lassen. "Ich würde das nicht Flickenteppich nennen, sondern eine angemessene Antwort auf das Infektionsgeschehen."

Länder agieren "sehr verantwortungsvoll"

Laschet verwies darauf, dass der Inzidenzwert etwa in Schleswig-Holstein auf deutlich unter 50 gesunken sei. "Dann ist das doch logisch, dass man eine andere Antwort geben muss als in einem Land, in dem die Inzidenz bei 150 liegt." Er finde die Lockerungsentscheidungen, welche die Länder bislang getroffen haben, "sehr verantwortungsvoll".

Der CDU-Chef pocht zudem auf eine schnelle Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder durch die EU. Er erwarte dies noch für diesen Monat, sagt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nach der digitalen Teilnahme von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer CDU-Präsidiumssitzung.

Auf die Frage, wo die Kinder ab zwölf Jahren dann geimpft werden sollten, sagt der Unions-Kanzlerkandidat, man müsse "pragmatisch" klären, ob dies in der Schule oder in Impfzentren sein solle. Der Hausärzte-Verband hatte beide Möglichkeiten abgelehnt und dringt auf ein Impfen in den Praxen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP/rts

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