Politik

Hightech-Investitionen in Bayern Söder nimmt Nobelpreis ins Visier

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Am Puls der Zeit: Markus Söder.

(Foto: dpa)

In der Corona-Krise will Markus Söder die bayerische Wirtschaft ankurbeln. Daher wirft der Freistaat den "Forschungsturbo" an und schafft neue Stellen. Rund 900 Millionen Euro sollen zudem in Hightech-Projekte fließen - und in einem Nobelpreis gipfeln.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will den Nobelpreis nach Bayern holen. Nach der von seinem Kabinett in München beschlossenen Beschleunigung der bestehenden Hightech-Agenda und Investitionen in Spitzenforschung sagte Söder, im Freistaat sollen "Nobelpreisträger entstehen". Man habe sich auf ein "Transformationsprogramm" und einen "Forschungsturbo" geeinigt. Das Programm sei eine Antwort an die Harvard-Universität in den USA und andere internationale Spitzenuniversitäten.

Im kommenden und darauffolgenden Jahr sollen für "Hightechprojekte und neue innovative Ideen" rund 900 Millionen Euro investiert werden. Gefördert würden zahlreiche Projekte wie ein Quantenzentrum und ein vom Max-Planck-Institut geplanter Lifescience-Campus für Biomedizin. "Es ist jetzt für uns wichtig, dass wir diese Schritte tun, um auch industriell, ökologisch und technologisch in der Zeit zu bleiben", betonte der CSU-Vorsitzende.

Söder sagte, mit den neuen Plänen werde Bayern allein im Themenfeld der künstlichen Intelligenz (KI) bis zum kommenden Jahr 100 Professorenstellen ausschreiben. Zum Vergleich sagte er, der Bund plane ebenfalls 100 KI-Professuren, dies aber bis 2025. Die bisher für den Zeitraum 2021 bis 2023 geplante Besetzung von 1800 Professuren und wissenschaftlichen Stellen solle vorgezogen werden, die Besetzung aller 1800 Stellen soll nun ab dem 1. April nächsten Jahres erfolgen.

Die staatlichen Investitionen sieht die bayerische Landesregierung zudem als Hilfen in der Corona-Krise. Damit will das Bündnis aus CSU und Freien Wählern Konjunkturimpulse setzen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP