Politik

"Gibt viele Großeltern wie mich" US-Politiker würde sich für Wirtschaft opfern

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Vor allem die ältere Bevölkerung ist durch Covid-19 gefährdet - Vizegouverneur Dan Patrick gehört mit fast 70 Jahren zur Risikogruppe.

(Foto: AP)

Die in den USA geltenden Restriktionen in der Corona-Krise hemmen die Wirtschaftskraft des Landes. Trump will sie so rasch wie möglich wieder lockern, was ein Risiko für die ältere Bevölkerung des Landes darstellt. Der Vize-Gouverneur von Texas würde den Kurs mitgehen - wenn nötig, bis zum Tod.

In den USA wird darüber debattiert, ob die Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Verbreitung des Coronavirus nicht zugunsten der Wirtschaft gelockert werden. Der texanische Vize-Gouverneur, Dan Patrick, würde sogar sein Leben aufs Spiel setzen, um der US-Wirtschaft wieder Schwung zu verleihen. Senioren sollten bereit sein, ihr Leben zu riskieren, um die USA für ihre Kinder und Enkelkinder zu erhalten. "Wenn das der Tausch ist, dann bin ich auf jeden Fall dabei", sagte der Republikaner auf Fox News.

Patrick wird in der kommenden Woche 70 Jahre alt und würde dann zur Risikogruppe gehören, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Menschen wie er müssten dann die Gefahren für ihre eigene Gesundheit mit den Herausforderungen für die Gesundheit der US-amerikanischen Wirtschaft abwägen. "Meine Botschaft lautet, dass wir uns wieder an die Arbeit machen und wieder leben. Lassen Sie uns klug sein und diejenigen von uns, die über 70 Jahre alt sind, werden auf sich selbst aufpassen. Aber opfern Sie nicht das Land", sagte Patrick dem Sender.

Die Diskussion hatte zuvor US-Präsident Donald Trump angestoßen. Ein lang anhaltender Stillstand der Wirtschaft würde letztlich zu mehr Toten führen als das Coronavirus, sagte Trump. "Das Heilmittel darf nicht schlimmer sein als das Problem selbst", schrieb er dazu auf Twitter. Nach Beendigung des in der Vorwoche verhängten 15-tägigen Shutdowns sollen Teile der Wirtschaft in weniger stark betroffenen Staaten wieder anlaufen.

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"Amerika wird wieder und bald offen für Geschäfte sein", sagte er und das "nicht erst in Monaten". Die Regierung würde nicht zulassen, dass es zu einem langfristigen wirtschaftlichen Schaden komme. Welche Teile der Wirtschaft wann wieder anlaufen sollen, ließ Trump offen.

Die Infektions- und Totenzahlen waren zuletzt weiter deutlich gestiegen. Nach Angaben der Johns Hopkins University gibt es inzwischen mehr als 40.000 bestätigte Infektionsfälle und rund 500 Todesopfer. Im November stellt sich Trump zur Wiederwahl. Er hatte gehofft, sein Wahlprogramm an einer boomenden Wirtschaft auszurichten. Nun stehen die USA möglicherweise vor dem Verlust von Millionen Arbeitsplätzen.

Quelle: ntv.de, mba