Politik

"Es ging unentschieden aus" Wie Maas Trumps Handschlag überlebte

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So ein Handschlag mit freundlich gesinnten Menschen ist kein Problem für den Außenminister - der mit Trump ging Unentschieden aus, sagte Maas nun.

(Foto: imago images / photothek)

US-Präsident Trump und seine Handschläge - Merkel bekam keinen, Shinzo Abe verdrehte anschließend die Augen und Macron wurde für ihn zum regelrechten Angstgegner. Doch wie erging es eigentlich Außenminister Maas? Das verrät dieser nun in der Bundespressekonferenz.

Wenn Heiko Maas eines oft macht, dann ist es Händeschütteln. Als Außenminister jettet er um die Welt und trifft alle möglichen Politiker - darunter natürlich auch der mächtigste Mann der Welt, Donald Trump. Doch wie ist es eigentlich, dem US-Präsidenten die Hand zu schüttteln? Diese Frage wurde Maas in der Bundespressekonferenz in Berlin gestellt. Tja, gute Frage.  

Denn Trump ist berüchtigt für seine Technik. Da war zum Beispiel sein Treffen mit Japans Premierminister Shinzo Abe vor gut zwei Jahren. Trump schüttelte, zog und drückte die Hand des Japaners, 19 Sekunden lang, wie es anschließend hieß. Dazu tätschelte er immer wieder Abes Hand. So macht man das, wenn man die Oberhand behalten will. Am Ende zog Abe leicht genervt seine Rechte weg und konnte ein Augenrollen nicht verbergen.

Merkel bekam keinen Handshake

Oder erinnern wir uns an Angela Merkels ersten Besuch bei Trump in Washington. Der US-Präsident und die Kanzlerin saßen nebeneinander vor der Fotografenmeute. "Handschlag!" forderte die - und Trump? Zeigte keine Regung. Hatte er den Aufruf nicht gehört? Merkel beugte sich sogar zu ihm herüber und sagte auf Englisch: "Ich glaube, sie wollen einen Handschlag." Trump stierte weiter geradeaus. War er gedanklich schon beim Golf spielen? Oder wollte er Merkel bloßstellen? Man weiß es nicht.

Unumstrittener Handschlagkönig ist aber Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der lieferte sich bei seinen ersten Treffen mit Trump regelrechte Duelle - bei einem Besuch in Washington drückte er bei Trump so fest zu, dass dessen Knöchel deutlich hervortraten. Zeitlupenbilder zeigten deutlich wie der Amerikaner sogar versuchte, sich aus der Umklammerung des Pariser Prankenquetschers zu befreien. Punktsieg Macron.

Handschlag zu dritt mit Brigitte

Bei einem anderen Treffen wollten beide nicht loslassen, vollführten zunächst einen lässigen hohen Handschlag mit überkreuzten Daumen, um sich dann einen Wangenkuss aufzuhauchen, was irgendwie seltsam wirkte. Bei einem Besuch in Paris ging es dann richtig rund. 29 Sekunden lang schüttelten sich Trump und Macron die Hände, erst normal, dann mit überkreuzten Daumen, schließlich sogar zu dritt mit Macrons Frau Brigitte - erst dann ließ der US-Präsident doch noch los.  

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Trump und Macron lieferten sich regelrechte Handschlagduelle.

(Foto: REUTERS)

Aber wie war es denn nun bei Maas? Solche Abenteuer wie Macron musste der SPD-Mann nicht durchleben. Amüsiert über die Frage sagte der Minister: "Ich habe ihm lediglich einmal die Hand gegeben und es war kein Wettbewerb, wer fester zudrücken kann." Wirklich nicht? Denn geschlagen geben wollte sich der Deutsche auf keinen Fall: "Ich würde sagen, es ging irgendwie Unentschieden aus. Aber es ist ehrlich gesagt eine Frage, die mich bisher nicht so bewegt hat." Offenbar war ihm gar nicht klar, in welche Gefahr er seine Hände brachte. Glück gehabt, Herr Minister.

Quelle: n-tv.de

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