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Erster Saisonsieg für Nordklub HSV zerlegt Nürnberg im Traditionsduell

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Großer Jubel nach dem ersten Saisonsieg: Die HSV-Spieler feiern das 4:0, ein Eigentor des Nürnbergers Tim Handwerker.

(Foto: imago images / Zink)

Der Hamburger SV feiert zum Abschluss des zweiten Spieltags der zweiten Fußball-Bundesliga seinen ersten Sieg in dieser Saison. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Traditionsklubs im Unterhaus gewinnt der HSV beim harmlosen 1. FC Nürnberg ebenso verdient wie hoch.

Der Hamburger SV hat sein Fußballspiel beim 1. FC Nürnberg gewonnen und nach dem verpatzten Saisonstart in der zweiten Bundesliga den ersten Sieg eingefahren, am Ende stand ein verdientes 4:0 (2:0). Zu den Matchwinnern wurden drei Neuzugänge: Jeremy Dudziak in der zwölften Minute und Sonny Kittel nach einer halben Stunde trafen schon in der Anfangsphase, vorbereitet hatte beide Treffer der ehemalige Nürnberger Tim Leibold. Khaled Narey (72.) und Jan Gyamerah (81.) sorgten für die Entscheidung.

Mit vier Punkten zog der beim 1:1 vor einer Woche gegen Darmstadt noch enttäuschende HSV am FCN vorbei. "Wenn man 4:0 auswärts gewinnt, hat man als Mannschaft sehr, sehr viel richtig gemacht", sagte HSV-Trainer Dieter Hecking beim Bezahlsender Sky. "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr effizient. Jetzt müssen wir Konstanz reinbekommen, das darf kein einmaliges Ausrufezeichen bleiben. Es muss nicht immer 4:0 sein, aber es geht darum, die nötige Disziplin reinzubringen." Die Clubberer hatten am ersten Spieltag einen 1:0-Erfolg in Dresden gefeiert. Entsprechend angefressen wirkte Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca nach der deutlichen Pleite. "Das war eine miserable Zweikampfquote. Ich glaube nicht, dass das die Art und Weise ist, wie wir uns im ersten Heimspiel präsentieren wollten."

Erst Solo-Lauf, dann Freistoß

Im ersten Zweitliga-Duell der beiden Traditionsvereine nach zuvor 64 Partien in der Bundesliga waren die Hamburger in der Defensive disziplinierter und im Angriff abgezockter. Während die Gäste vor 44 497 Zuschauer den bemühten, aber meist einfallslosen Clubberern kaum Chancen gestatteten, belohnten sie sich selbst vor der Pause. Zunächst traf der im Juli vom Stadtrivalen St. Pauli geholte Dudziak mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, nach einer halben Stunde erhöhte der einstige Ingolstädter Kittel per direktem Freistoß. Beide Treffer bereitete Leibold vor, der erst im Sommer vom FCN in die Hansestadt gewechselt war. Nachdem der Abwehrspieler im Anschluss an den Nürnberger Abstieg gesagt hatte, nicht sofort die Flucht ergreifen zu wollen, dann aber dennoch gen Norden zog, wurde er von den fränkischen Fans bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Zu bremsen war er dennoch nicht: Das erste Tor legte er mit einem kurzen Solo-Lauf auf, vor Treffer Nummer zwei holte er den Freistoß heraus.

FCN-Trainer Damir Canadi versuchte mit einer frühen Einwechslung von Stürmer Mikael Ishak den Druck zu erhöhen, hochkarätige Chancen aber konnte auch der Schwede nicht erzwingen. Die besonnenen Hamburger konzentrierten sich dank der komfortablen Führung auf Konter und bejubelten gut 20 Minuten vor Schluss die Vorentscheidung. Da erzielte ausgerechnet Narey, vor zwei Jahren noch Profi beim Nürnberger Erzrivalen Fürth, mit einem Fernschuss das dritte Tor. Am Ende konnte sich auch noch Gyamerah feiern lassen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa