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136 Anträge, eine Starterlaubnis IAAF greift bei russischen Athleten durch

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Darja Klischina lebt in den USA und wird dort auch auf Doping kontrolliert.

(Foto: dpa)

Wegen Dopings sind russische Leichtathleten bei internationalen Wettbewerben und damit auch Olympia gesperrt. 136 Sportler reichen Sonderanträge ein - der Leichtathletik-Weltverband IAAF erteilt nur eine Genehmigung - aus nachvollziehbarem Grund.

Die IAAF bleibt wie erwartet hart: Der Weltverband hat bis auf eine Ausnahme alle Anträge russischer Leichtathleten auf ein Sonderstartrecht bei internationalen Wettbewerben wie den Olympischen Spielen abgelehnt, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass. Dies habe Alexandra Brilliantowa, Leiterin der Rechtsabteilung des nationalen russischen Komitees, bestätigt.

Einzig Weitspringerin Darja Klischina wurde nach Whistleblowerin Julia Stepanowa als zweiter russischer Leichtathletin die Starterlaubnis als "neutrale Athletin" erteilt. Klischina lebt seit geraumer Zeit in den USA und unterwirft sich damit einem funktionierenden Anti-Doping-System. Sollte der Internationale Sportgerichtshof CAS eine Sammelklage von 68 russischen Athleten ablehnen, dürften aus IAAF-Sicht in Rio de Janeiro nur Stepanowa und Klischina antreten. Der CAS will bis zum 21. Juli über die Sammelklage entscheiden. Unter anderem Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa droht nun mehr denn je das Olympia-Aus. Die Siegerin von Athen und Peking hat allerdings bereits angekündigt, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen und sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen zu wollen.

Stepanowa einzige EM-Starterin

Die IAAF hatte Mitte Juni die Suspendierung des russischen Verbandes RUSAF wegen systematischen Dopings verlängert und damit auch den Olympia-Ausschluss russischer Leichtathleten vorbehaltlich Ausnahmeregelungen wie nun im Fall Klischina besiegelt. Insgesamt hatten 136 russische Leichtathleten bei der IAAF ein Sonderstartrecht beantragt.

Bei der EM in Amsterdam war Stepanowa als einzige Russin an den Start gegangen. Allerdings nahm die Mittelstrecklerin unter der Flagge des europäischen Verbandes EAA an den Wettbewerben teil. Ob die Whistleblowerin allerdings auch an den Sommerspielen in Rio teilnehmen darf, ist noch offen. Eine Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über die Startberechtigungen steht noch aus.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Exekutiv-Komitee die Ethik-Kommission des IOC eingeschaltet. Diese will nun Stepanowa anhören. Der Fall beinhaltet wichtige ethische Aspekte", hieß es in einer Mitteilung des IOC. Erst wenn eine Einschätzung der Ethik-Kommission vorliege, solle eine Entscheidung gefällt werden. Stepanowa und ihr Mann Witali hatten Ende 2014 den Skandal um flächendeckendes Doping in der russischen Leichtathletik mit ihren Aussagen ins Rollen gebracht. Danach verließ das Ehepaar mit seinem Kind Russland aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen und setzte sich an einen geheimen Ort in die USA ab.

Quelle: n-tv.de, rpe/sid

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