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Bengals und 49ers im Halbfinale "Mister Irrelevant" zerstört Cowboys-Träume

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Fehlerlos: Brock Purdy.

(Foto: USA TODAY Sports)

Als im Dezember zwei Stammkräfte ausfallen, muss Brock Purdy plötzlich die San Francisco 49ers als Quarterback aufs Feld führen. Acht Spiele später ist er immer noch ungeschlagen - und nur noch einen Sieg vom Super Bowl entfernt. Die Cincinnati Bengals stürzen derweil die favorisierten Buffalo Bills.

San Francisco 49ers - Dallas Cowboys 19:12

Die San Francisco 49ers um Quarterback-Überraschung Brock Purdy spielen gegen die Philadelphia Eagles um den Einzug in den Super Bowl. Das NFL-Team gewann in den Playoffs 19:12 gegen die Dallas Cowboys und beendete alle Träume der mit großen Ambitionen angereisten Mannschaft um Quarterback Dak Prescott. "Wir sind einfach froh, dass wir gewonnen haben. Es ist Playoff-Football, das ist nie einfach", sagte Purdy dem TV-Sender Fox. Die Kalifornier beendeten damit auch die Hoffnungen der Cowboys auf eine Super-Bowl-Rückkehr nach 27 Jahren.

Purdy verlängerte derweil seine beeindruckende Serie auf nun acht Siege in acht NFL-Spielen und blieb auch gegen die Cowboys nahezu fehlerfrei. Er blieb ohne Touchdown-Pass, leistete sich aber auch keinen Fehlwurf und traf nur in wenigen Situationen eine offensichtlich falsche Entscheidung. "Er spielt auf einem hohen Niveau", sagte Teamkollege George Kittle nach der Begegnung über seinen Quarterback. "Er gibt unseren besten Spielern den Ball", Purdy mache "einfach einen großartigen Job." Prescott auf der anderen Seite warf den Ball zweimal zu einem Spieler der 49ers.

Purdy war im Draft vergangenes Frühjahr an letzter Stelle ausgewählt worden und bekam deswegen aus Tradition den Spitznamen "Mister Irrelevant" verpasst. Weil sich bei den 49ers aber die Quarterbacks Trey Lance und Jimmy Garoppolo verletzten, kam Purdy Anfang Dezember überraschend zu seinem NFL-Debüt und ist seither Stammspieler der 49ers. Ein Mann, den wohl selbst so manche Dauerkarten-Inhaber bis dahin nicht auf dem Schirm hatten.

Das Team steht nun wie im vergangenen Jahr im Finale der NFC. Vor zwölf Monaten gab es eine Niederlage gegen den späteren Super-Bowl-Sieger Los Angeles Rams. Zum perfekten Football-Märchen braucht es als Nächstes also einen Sieg gegen die Philadelphia Eagles braucht. Und dann den Triumph im Super Bowl am 12. Februar in Arizona.

Buffalo Bills - Cincinnati Bengals 10:27

Die Cincinnati Bengals haben sich gegen die favorisierten Buffalo Bills durchgesetzt und sind nur noch einen Sieg vom Erreichen des Super Bowls entfernt. Bei dichtem Schneetreiben in Buffalo gewannen die Bengals weitestgehend ungefährdet 27:10 und treffen am kommenden Sonntag im Finale der AFC auf die Kansas City Chiefs. "Dominanz vom Start bis ins Ziel. Der Job ist noch nicht erledigt, wir haben ein hartes Auswärtsspiel vor uns", sagte Bengals-Quarterback Joe Burrow bei CBS.

Dabei hatte selbst die NFL in den vergangenen Tagen den Eindruck gemacht, als sei alles andere als ein Duell zwischen Bills und Chiefs um den Einzug in den Super Bowl nicht vorstellbar. Tickets dafür Duell wurden sogar bereits verkauft - und erklären den Spruch von Burrow: "Ihr kümmert euch besser mal um die Rückerstattung." Schon mit dem ersten Ballbesitz gingen die Gäste in Führung, nach dem ersten Viertel stand es bei Schneetreiben 14:0 für die Bengals. Bills-Quarterback Josh Allen ermöglichte zwar mit einem Touchdown-Pass den Anschluss zum 7:14, doch auf weniger als diese sieben Punkte Rückstand kam das Team aus der Arbeiterstadt im US-Bundesstaat New York nicht mehr an die Bengals heran.

Deren Duell gegen die Chiefs gab es bereits in der vergangenen Saison - die Bengals setzen sich vor einem Jahr überraschend durch und zogen in den Super Bowl ein, den sie dann gegen die Los Angeles Rams verloren. "Das wird spaßig. Zwei der Topleute in der Liga, zwei der Topteams, es wird aufregend und ich freue mich darauf", sagte Burrow. Ob Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes mit seinem verstauchten Knöchel aber spielen wird, ist offen.

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Für die hoch gehandelten Bills ist die Saison dagegen erneut nach der Divisional-Runde zu Ende. Den größten Jubel der ansonsten enttäuschten Bills-Fans gab es kurz vor der Halbzeit, als Damar Hamlins Anwesenheit über die Stadionlautsprecher bekannt gegeben wurde. Für den 24 Jahre alten Verteidiger war es der erste Stadionbesuch seit seinem Herzstillstand vor drei Wochen, in dessen Folge das Hauptrunden-Spiel der Bills gegen die Bengals abgebrochen worden war.

Hamlin, der in einer Loge saß, stand auf, formte mit seinen Händen ein Herz und animierte die Zuschauer mit den Armen dazu, lauter zu jubeln, wie auf den TV-Bildern bei CBS zu sehen war. Hamlins schnelle Fortschritte nach dem Schock hatten seine Mitspieler in den vergangenen Wochen zusätzlich beflügelt und motiviert, gegen die Bengals aber fanden die Gastgeber keine Mittel.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid

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