Aktivstart als DFB-Coach

Präsident des FC Bayern gerät wegen Klopp ins Schwärmen

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Jürgen Klopp ist in seinen ersten Tagen als Bundestrainer viel unterwegs. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)
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04.09.2026 | 17:53 Uhr
Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß äußert durchaus auch Kritik zur Konstellation um Bundestrainer Jürgen Klopp. Präsident Herbert Hainer ist fürs Erste dagegen hochzufrieden mit dessen Arbeit und schwärmt geradezu.

Jürgen Klopp schickt sich an, die Herzen der deutschen Fußball-Fans wieder für die tief gefallene Fußball-Nationalmannschaft zu begeistern - zumindest bei Herbert Hainer hat er das offenbar bereits vor seinem ersten Länderspiel geschafft. "So aktiv wünsche ich mir einen Bundestrainer", sagte der Präsident des FC Bayern in der Bild-Zeitung über Klopps "Deutschland-Tour" zu Vereinen und Spielern.

"Ich habe ihn vorletzten Samstag schon in Dortmund getroffen, dann Freitag bei uns im Stadion. Sonntag war er an der Säbener Straße, wo er sich mit Spielern und Vincent Kompany lange unterhalten hat. Danach hat er sich Augsburg gegen Schalke angeschaut", zählte Hainer auf. Klopps Reise ging in Mainz und Frankfurt weiter, von Süd nach Nord tourt er vor seiner ersten Kader-Nominierung am 17. September durch die Republik.

"Der enge Kontakt mit Trainern der Bundesliga-Vereine hilft, denn die sehen die Spieler jeden Tag, die können genau beurteilen, in welcher spielerischen und mentalen Verfassung die Spieler sind", sagte Hainer und erläuterte: "Der Bundestrainer hat die Spieler ja maximal vierzehn Tage zusammen und dann gehen sie wieder alle zurück zu ihren Vereinen." Er sei der Meinung, ergänzte Hainer, "dass Jürgen Klopp eine gute Wahl ist". Warum? "Er kann Aufbruchstimmung erzeugen und Spieler mitreißen. Das ist, was wir jetzt definitiv brauchen."

Hoeneß wittert "friendly Takeover"

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte im Sommerinterview von RTL und Sky neben lobenden auch kritische Worte zu Klopp geäußert. "Ich persönlich halte Jürgen Klopp für einen sehr guten Trainer, wirklich einen sehr guten Trainer. Aber ich bin kein großer Freund der Heldenverehrung. Er kriegt jetzt schon so einen Status, als wenn er über Wasser gehen kann. Er kann auch nicht per Handauflegen alles verändern", sagte der 73-Jährige.

Hoeneß kritisierte zudem, Klopp und sein Team hätten beim DFB nun das Sagen. "Was mir in der Geschichte nicht gefällt, ist, dass sein Berater Marc Kosicke mit eingekauft wurde. Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein 'friendly Takeover'. Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch." Kosicke äußerte sich zu den Vorwürfen mittlerweile selbst und erklärte, dass er sich als Bindeglied zwischen Trainerteam und Verband sehe. Und dass der langjährige Berater fußballerisch keine Mitsprache habe.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid