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"Wenn er ein Gehirn hätte ..." Star-Coach attackiert "Zerstörer" Trump

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"Wenn Trump ein Gehirn hätte, auch wenn es zu 99 Prozent zynisch wäre, würde er etwas sagen, um das Volk wieder zu vereinen."

(Foto: imago images / Action Plus)

Trainer-Legende Gregg Popovich attackiert und beleidigt US-Präsident Donald Trump für sein Verhalten im Umgang mit Polizeigewalt gegen Schwarze. "Er ist nicht nur spaltend", sagte Popovich dem Magazin "The Nation" und nannte Trump einen "geistesgestörten Idioten".

Star-Trainer Gregg Popovich vom fünfmaligen NBA-Champion San Antonio Spurs hat US-Präsident Donald Trump für seinen Umgang mit der Polizeigewalt gegen Schwarze scharf kritisiert. "Wir alle sehen die Polizeigewalt und den Rassismus und wir haben es alle schon früher gesehen, aber es ändert sich nichts. Ohne Führung und ohne Verständnis für das Problem wird sich nie etwas ändern", sagte Popovich dem Nachrichtenmagazin "The Nation". "Weiße Amerikaner haben dieses Problem ewig ignoriert, weil es unser Privileg ist, ihm aus dem Weg zu gehen", sagte der Trainer der Basketball-Nationalmannschaft der USA.

"Wenn Trump ein Gehirn hätte, auch wenn es zu 99 Prozent zynisch wäre, würde er etwas sagen, um das Volk wieder zu vereinen. Aber es interessiert ihn nicht, Menschen zusammenzubringen. Es geht ihm nur um sich selbst, um das, was ihm persönlich einen Vorteil bringt. Es geht nie um das Gemeinwohl", befand der 71-Jährige, der den US-Präsidenten in dem Interview auch einen "geistesgestörten Idioten" nannte. "Aber es ist mehr als nur Trump, das System muss sich ändern", erklärte Popovich und versprach, dass er alles in seiner Macht stehende tun werde, um zu helfen.

"Ich bin entsetzt"

Teile der USA befinden sich seit Tagen im Ausnahmezustand, nachdem ein Afroamerikaner nach einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen war. Tausende Menschen gehen in vielen Städten auf die Straße, aus den zuerst friedlichen Protesten werden zunehmend auch gewalttätige Auseinandersetzungen und Plünderungen. George Floyd war vergangene Woche von einem Polizisten in Minneapolis minutenlang mit dem Knie im Nacken zu Boden gedrückt worden. Er sagte mehrmals "Ich kann nicht atmen" und wurde bei der Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Die Szene war von Passanten gefilmt worden.

"Es ist so offensichtlich, was geschehen muss. Wir brauchen einen Präsidenten, der vor sein Volk tritt und sagt 'Black lives matter'. Trump ist nicht nur spalterisch, er ist ein Zerstörer. In seiner Gegenwart zu sein, lässt dich sterben", schimpfte Popovich: "Ich bin entsetzt, dass wir einen Anführer haben, der es nicht schafft, zu sagen, dass schwarze Leben zählen." Gegen die Polizeigewalt und den Rassismus meldeten sich viele Sportler zu Wort, darunter NBA-Ikone Michael Jordan, Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton oder Star-Quarterback Patrick Mahomes von Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid