Sport

Absage der WM-Teilnahme Tschechiens Handballer erliegen Corona-Chaos

imago0038210422h.jpg

Die beiden Trainer Daniel Kubes (links) und Jan Filip sind unter den 17 Infizierten bei der tschechischen Handball-Nationalmannschaft.

(Foto: imago/Claus Bergmann)

17 Infizierte im Team sind zu viel: Die Handball-Weltmeisterschaft der Männer in Ägypten findet ohne Tschechien statt. Die Tschechen ziehen ihre Mannschaft von dem Turnier zurück, weil die "Situation mehr als kritisch" sei. Als Nachrücker nimmt Nordmazedonien den freigewordenen Platz ein.

Tschechiens Handballer werden wegen einer Flut von Coronafällen nicht an der am Mittwoch beginnenden WM in Ägypten teilnehmen. Dies teilte Verbandschef Jaroslav Chvalny schweren Herzens auf einer Pressekonferenz mit. Insgesamt 17 Personen aus der Betreuerstab und dem Team sind demnach vom Coronavirus betroffen, "sie sind nicht in der Lage, nach Ägypten zu reisen", hieß es in der Erklärung.

Die Exekutive des Verbandes habe sich daher dafür entschieden, nicht bei der WM anzutreten. Unter den Erkrankten befinden sich auch die Cheftrainer Jan Filip und Daniel Kubes. "Ich kann nur sagen, dass die Situation mehr als kritisch ist", hatte Kubes zuvor gesagt.

Nach Beratungen am Morgen habe am Mittag festgestanden, dass man nicht zur WM reise. "Wir haben kein Licht am Ende des Tunnels gesehen", sagte Chvalny. Filip meinte nach der Entscheidung: "Es schmerzt sehr, wir haben uns so darauf gefreut." Erster Nachrücker für die WM ist Nordmazedonien. Die Mannschaft trifft damit in der Gruppe D am Donnerstag auf Schweden, weitere Gegner sind Gastgeber Ägypten und Chile.

"Das ist unglaublich heftig"

Dem WM-Ausrichter drohen noch weitere Absagen. Einen Tag vor Beginn war gleich bei mehreren Teams das Coronavirus ausgebrochen. Auch der deutsche Vorrundengegner Kap Verde soll Medienberichten zufolge betroffen sein, sieben Coronafälle sollen im Team aufgetreten sein. Bei den USA sind nach Angaben von Nationaltrainer Robert Hedin gar 18 Spieler an Covid-19 erkrankt. Auch er selbst habe sich infiziert, bestätigte der Coach der norwegischen Zeitung "Aftenposten".

"Das ist unglaublich heftig", sagte Hedin und ergänzte: "Wir schicken am Mittwoch zwölf Spieler nach Ägypten, aber wir haben keine Abwehr." Die US-Handballer bereiten sich in Norwegen auf das Mega-Turnier am Nil vor. Mit zum vor dem Ausbruch nominierten Team zählen auch sieben in Deutschland aktive Spieler, allerdings steht keiner von ihnen bei einem Erstligisten unter Vertrag.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.