Fifa-Ethiker sperren Trio lebenslang
Der Weltverband Fifa hat erneut hart durchgegriffen und drei ehemalige Funktionäre lebenslang von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. Wegen Bestechung und Korruption verurteilte die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission Aaron Davidson (USA), Costas Takkas (Kaimaninseln) sowie Miguel Trujillo (Kolumbien). Jeder muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Schweizer Franken (rund 890.000 Euro) zahlen.
Die drei Verurteilten hatten im Zuge der Ermittlungen der US-Justiz eingestanden, Bestechungsgelder entweder gezahlt oder entgegengenommen zu haben. Dabei ging es vor allem um den Erwerb von Medien- und Marketingrechten für diverse Fußballturniere.
Sammer fordert Schutz für Bundesliga-Trainer
Matthias Sammer hat erneut den Mangel an Respekt für Fußball-Lehrer in Deutschland beklagt. "Es nimmt keiner Rücksicht auf die Trainer. Sie werden in einer Art und Weise dargestellt, die gegenüber des Amtes eines Cheftrainers in der Bundesliga respektlos ist", monierte der 51 Jahre alte Eurosport-Experte und externe BVB-Berater in seiner Serie "Sammer Time".
So war nach dem Bundesliga-Fehlstart ihrer Klubs heftige Kritik an Domenico Tedesco (FC Schalke 04), Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und Tayfun Korkut (VfB Stuttgart) laut geworden.
"Wenn man anfangs zwei, drei Spiele verliert, ist das immer ein Problem, weil man noch nichts auf der Habenseite hat. Hier ist der Reflex immer, dass man das infrage stellt", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi und -Trainer Sammer.
Zweifelsohne müsse man sich als Trainer hier und da Kritik gefallen lassen, ergänzte er. "Gleichzeitig muss man aber sehen, dass Tayfun Korkut die Stuttgarter aus einer schwierigen Situation fast in die Europa League geführt hat. Heiko Herrlich haben nur ein paar Tore zur Champions League gefehlt und Domenico Tedesco hat Schalke auf Platz zwei geführt."
Daher fordert der Ex-Nationalspieler ein Gremium, das die Trainer in der Öffentlichkeit schützt.
CL-Horror für CR7: Ronaldo sieht Rot - und weint

Mit Tränen endet das erste Champions-League-Spiel von Weltfußballer Cristiano Ronaldo für Juventus Turin, vor allem aber vorzeitig. Denn der Portugiese sieht im Spiel beim FC Valencia nach 29 Minuten vom deutschen Schiedsrichter Felix Brych die Rote Karte.
Vorausgegangen waren Tumulte im Valencia-Strafraum. Brych klärte die Situation erst und beriet sich dann mit dem Torlinienrichter. Resultat: Rot für Ronaldo wegen eines Duells mit Valencias Murillo. Hart, aber vertretbar - auch wenn es der Portugiese natürlich nicht fassen kann und sogar Frusttränen kullern.
Kleiner Trost: Zur Pause führt Juventus trotz Unterzahl mit 1:0 in Valencia. Miralem Pjanic trifft in der 45. Minute per Elfmeter.
Zum n-tv.de Liveticker des Spiels gelangen Sie übrigens hier:
Link für Website-User | Link für Mobil-User | Link für App-User
Ajax legt in der Bayerns CL-Gruppe vor
TabelleBayerns Gruppengegner Ajax Amsterdam ist mit einem Sieg in die Champions League zurückgekehrt. Die Mannschaft um den ehemaligen Schalker Klaas-Jan Huntelaar besiegte in ihrer ersten Königsklassen-Partie seit knapp vier Jahren AEK Athen mit 3:0 (0:0). Zweimal Nicolas Tagliafico (46./90.) sowie Donny van de Beek (77.) erzielten die Treffer für die Gastgeber. Ajax, am 2. Oktober (21.00 Uhr) am 2. Spieltag zu Gast in der Münchner Arena, hatte zuletzt im Dezember 2014 eine Partie in der Königsklasse bestritten. Anschließend hatte der Verein dreimal in Folge die Qualifikation für die Gruppenphase verpasst.
"Alleine ins Bett gehüpft": Kristina Vogel macht Fortschritte
Die querschnittsgelähmte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel freut sich in der Reha im Unfallkrankenhaus Berlin über Fortschritte im Alltag. Rund zwei Wochen nach der Pressekonferenz, auf der die 27-Jährige erstmals nach ihrem verhängnisvollen Unfall öffentlich aufgetreten war und sich kämpferisch präsentiert hatte, postete die Erfurterin in den sozialen Medien ein Video, in dem zu sehen ist, wie sie erstmals alleine von ihrem Rollstuhl in ihr Bett steigt.
"Das erste Mal alleine in mein Bett gehüpft. Das ist ein Schritt näher zur Selbstständigkeit", schrieb Vogel, die sich sichtlich über ihren Erfolg freute. Und mit dem ihr eigenen Humor, den sie sich trotz des einschneidenden Ereignisses bewahrt hat, erklärte sie weiter: "Sieht noch nicht super aus, Weltmeister sind ja nicht vom Himmel gefallen."
Kovac überrascht vor CL-Premiere mit Bayern-Startelf

Überraschung, Überraschung: Der FC Bayern München tritt zum Champions-League-Auftakt bei Benfica Lissabon ohne den angeschlagenen Thiago und zunächst auch ohne Jubilar Thomas Müller an, der gegen Benfica sein 100. Spiel in der Königsklasse bestreiten würde. Thiago steht wegen Zehproblemen nicht einmal im Kader von Coach Niko Kovac, Müller sitzt auf der Bank.
Dafür in der Münchner Startelf: Renato Sanches. Der 21-jährige Portugiese, der als 18-Jähriger für 35 Millionen Euro Ablöse von Benfica für zum FC Bayern gewechselt war, konnte sich bisher beim deutschen Rekordmeister nicht durchsetzen. Letztmals stand der portugiesische Europameister am 6. Mai 2017 beim Bundesligaspiel gegen Darmstadt 98 in der Anfangsformation der Bayern. In der Champions League durfte Sanches zuletzt beim Gruppenspiel gegen Atletico Madrid am 6. Dezember 2016 von Beginn an ran.
Erstmals in dieser Saison in der Bayern-Startelf: der Kolumbianer James Rodriguez.
Aufstellung
Nagelsmann wird bei CL-Rekord zum Dressman

Mit Stil, nämlich dem von Englands Nationaltrainer Gareth Southgate, hat sich Julian Nagelsmann in den Rekordbüchern der Champions League verewigt. Zur CL-Premiere seines Klubs 1899 Hoffenheim wählte der 31-Jährige - wie Southgate bei der Fußball-WM in Russland - ein Outfit mit dunkler Hose, weißem Hemd, schwarzer Krawatte und ärmelloser Weste. So nahm der modebewusste Nagelsmann in Charkiw bei der Auftaktpartie des Bundesligisten gegen Schachtjor Donezk auf der Bank Platz, bei der er zum jüngsten Trainer der CL-Historie wurde.
Schon vor dem Spiel hatte Nagelsmann im "Kicker" kundgetan: "Es war immer mein Traum, mal im Anzug am Spielfeldrand zu stehen." Problem dabei: "Ich schwitze einfach unfassbar stark. Da habe ich Probleme mit einem Anzug." In die Ukraine hatte Nagelsmann deshalb "relativ viele" Klamotten mitgenommen und wollte dann nach eigener Aussage kurzfristig über seine Wahl entscheiden - in Absprache mit seinem Trainer-Team. Vor dem Spiel hatte er aber angekündigt: "Es wird kein bunter Anzug." Und erklärt, dass ihm Southgate bei der Weltmeisterschaft "stilistisch sehr gut gefallen"´habe.
Auch Liverpool-Profi Lovren wird angeklagt

Nach Mittelfeldstar Luka Modric von Real Madrid ist auch der beim FC Liverpool spielende Vize-Weltmeister Dejan Lovren wegen Falschaussage angeklagt worden. Er habe im Korruptionsprozess um den kroatischen Fußball-Mogul Zdravko Mamic gelogen, teilte die Staatsanwaltschaft mit und erhob Anklage beim Landgericht der im Osten gelegenen Stadt Osijek. Der 29-Jährige habe in dem Verfahren über die Aufteilung von Transfergeldern zwischen ihm und Mamic die Unwahrheit gesagt, wurde die Anklage begründet.
Das Landgericht in Osijek hatte den langjährigen Vereinspräsidenten von Dinamo Zagreb im Juni zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Gemeinsam mit seinem Bruder habe er bei zahlreichen Spielertransfers insgesamt 128 Millionen Kuna (gut 17 Millionen Euro) veruntreut, begründete das Gericht seinen Schuldspruch. Zdravko Mamic hatte sich dem Strafantritt durch die Flucht ins benachbarte Bosnien-Herzegowina entzogen. Er wird nicht ausgeliefert, weil er auch einen Pass dieses Landes besitzt.
Fortuna muss für seine Fans blechen
Der Bundesligist Fortuna Düsseldorf ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen Fehlverhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro belegt worden. Während des DFB-Pokalspiels beim TuS Rot-Weiß Koblenz am 19. August wurden im Gästebereich insgesamt 16 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt und teilweise Richtung Spielfeld geworfen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Spartak-Profis wegen Instagram-Like suspendiert

Das ist ziemlich nach hinten losgegangen: Die Fußballprofis Denis Gluschakow und Andrej Yeschneko fehlen Spartak Moskau im Europa-League-Spiel gegen Rapid Wien - weil Trainer Massimo Carrera das so will. Kein Wunder, der steht bei den beiden nämlich offenbar nicht besonders hoch im Kurs. Der Kapitän und der Verteidiger sind suspendiert, weil sie einen Instagram-Post des Schauspielers Dimitri Nazarov geliked haben, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Eine offizielle Begründung gibt es indes nicht.
In dem Instagram-Post hatte Nazarov Carrera verspottet. Der Italiener ist beim Meister von 2017 umstritten. In der Liga liegt das Team weit hinter Zenit Sankt Petersburg zurück. In der Qualifikation zur Champions League ist Spartak gescheitert.
Blindenschütze wegen Dopings lebenslang gesperrt
Das Nationale Olympische Komitee der Schweiz hat einen Blindenschützen wegen mehrerer Dopingvergehen lebenslang gesperrt. Dem Athleten wurden drei Verstöße wegen versuchter Anwendung sowie dem sogenannten Inverkehrbringen unterschiedlicher Dopingmittel im Zeitraum zwischen 2012 und 2016 nachgewiesen.
Im Verfahren vor der Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic gab der 38-Jährige indirekt zu, auf seiner Website verbotene Dopingmittel zum Verkauf angeboten zu haben.
Der Ausschluss ist bereits seit dem 21. Juni 2017 wirksam, dem Beginn der provisorischen Sperre, und gilt für sämtliche Sportarten.
Der Blindenschütze wurde außerdem zu einer Geldstrafe von 4750 Schweizer Franken (4160 Euro) verurteilt.
Werden in einem Zeitraum von zehn Jahren drei Dopingverstöße begangen, führt dies in der Schweiz grundsätzlich zu einer lebenslangen Sperre. Das gilt auch für Amateursportler.
Zehnkampf-Weltrekordler fühlt sich als Pionier

Das ist ein durchaus selbstbewusster Vergleich: Der französische Zehnkämpfer Kevin Mayer sieht seinen am Wochenende erzielten Fabelweltrekord als Pioniertat seiner Sportart.
"Es fühlt sich ein wenig so an, als sei ich der Christoph Kolumbus des Zehnkampfs. Alles, was ich jetzt erfahre und erlebt habe, hat noch kein anderer entdeckt", sagte der 26-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.
"Jetzt liegt es an mir, mich weiter zu entwickeln und es noch besser zu machen."
Weltmeister Mayer hatte in Talence die Weltbestmarke um stolze 81 Punkte auf 9126 gesteigert. "Ich wollte einfach den Zehnkampf genießen, und jede Herausforderung war ein Genuss", sagte Mayer, der einen Monat zuvor bei der EM in Berlin nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung schon an der zweiten Disziplin gescheitert war.
Nächstes großes Ziel des Ausnahmeathleten ist Olympiagold 2020 in Tokio. "Ich denke schon seit Jahren an den Olympiasieg. Ich werde in Tokio wahrscheinlich als sicherer Favorit gelten, und es wäre eine riesige Enttäuschung, nicht erfolgreich zu sein", sagte Mayer, der 2016 in Rio de Janeiro Silber hinter dem nun als Weltrekordler entthronten Amerikaner Aston Eaton geholt hatte: "Für Olympiagold würde ich alles geben, das ist ein Kindheitstraum." Mayer plant, seine Laufbahn noch weit über Tokio hinaus fortzusetzen, "Ich sehe mich selbst auf dem Weg bis 2024, noch besser sogar bis 2028", sagte er: "Ich fühle mich nicht, als hätte ich den Höhepunkt meiner Karriere schon erreicht. Es fühlt sich an, als sei es erst der Anfang. Ich entwickele mich langsam weiter und weiß nicht, wohin ich noch gelangen kann."
#Wirsindmehr der Basketballer "lohnt sich"
Basketball-Nationalspieler Bastian Doreth, Initiator einer Aktion des Teams für Toleranz und gegen Rassismus, findet politische Botschaften von Sportlern angemessen. "Ich bin schon der Meinung, dass man eine Verantwortung hat. In den USA wird ja gerade diskutiert, ob Sportler überhaupt berechtigt sind, politische Meinungen nach außen zu tragen. Ich finde, wir sind es", sagte der 29-Jährige der "Nürnberger Nachrichten".
"Wir sind auch Bürger und es herrscht Meinungsfreiheit. Aber ich kann auch verstehen, wenn andere Sportler davor Angst oder Respekt haben, denn es kommt natürlich Gegenwind. Aber wenn man hinter der Sache steht, dann lohnt sich der Mehraufwand", sagte der Spieler von Medi Bayreuth.
Die Spieler der deutschen Basketball-Nationalmannschaft hatten sich vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Israel am Sonntag in Leipzig in einem Video deutlich für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen. Dazu zeigen sich die zwölf Spieler des derzeitigen Kaders in einem Video in T-Shirts mit der Aufschrift #Wirsindmehr.
Mit dem Slogan #Wirsindmehr hatte sich zuletzt eine Initiative aus Chemnitzer Bürgern, Unternehmern und Wissenschaftlern gegen "Hass, Gewalt, Intoleranz" ausgesprochen.
Videobeweis: Tierischer Flitzer bringt Spieler zu Fall
Tierischer Flitzer bringt Spieler zu Fall
Während eines Ligaspiels in Rumänien kommt es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Einer der Spieler geht zu Boden. Wer der Übeltäter war, scheint den Gefoulten selbst zu überraschen.
Petkovic im Viertelfinale von Guangzhou - als letzte Deutsche

Erfolg mit Beigeschmack: Tennisprofi Andrea Petkovic ist als einzige deutsche Spielerin ins Viertelfinale des WTA-Turniers im chinesischen Guangzhou eingezogen. Die 31 Jahre alte Darmstädterin bezwang Lokalmatadorin Wang Yafan 6:4, 7:6 (7:5) und trifft in der Runde der letzten Acht auf die Weißrussin Wera Lapko.
Die frühere Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki hatte gegen die Kasachin Julia Putinzewa 3:6, 3:6 verloren.
Der Siegeszug von US-Open-Champion Naomi Osaka geht derweil weiter. Die 20-Jährige schlug elf Tage nach ihrem ersten Grand-Slam-Titel vor heimischer Kulisse in Tokio die Slowakin Dominika Cibulkova in nur 60 Minuten 6:2, 6:1.
Petkovic war nach ihrem Halbfinaleinzug beim Turnier in Washington Anfang August bei den Turnieren in New Haven und Cincinnati in der Qualifikation gescheitert. Bei den US Open in New York schied sie in der ersten Runde aus.
Lisicki hatte nach einer im März in Miami erlittenen Fußverletzung zuletzt rund drei Monate pausiert und in ihrem Auftaktspiel in Guangzhou gegen die russische Wildcardspielerin Wera Swonarewa ihren ersten Sieg auf der WTA-Tour seit Februar gefeiert. In der Weltrangliste ist die frühere Nummer zwölf inzwischen auf Position 227 abgerutscht.
Kreisliga-Spielabbruch: Karriereende wegen Rassismus?
"Hey, du Schwarzer, hör' auf!" - diese Beleidigung galt dem badischen Amateurfußballer Kebba Mamadou. Der gebürtige Ghanaer spielt für den SC Lauchringen und war im Spiel gegen den FC Weizen angepöbelt worden.
Sein Team sorgte schließlich für einen Spielabbruch, weil es gemeinsam mit Mamadou den Platz verließ. Der FC Weizen hatte sich für die Vorkommnisse entschuldigt.
Mamadou war "total schockiert" und "schwer verletzt", erklärt er nun der "Sport Bild".
Der 23-Jährige will drastische Konsequenzen ziehen, wenn er erneut rassistisch beleidigt wird: "Wenn so etwas noch mal vorkommt, höre ich auf, Fußball zu spielen."
Zuletzt hatte Mesut Özil mit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft eine Rassismus-Debatte ausgelöst. "Auch das war Rassismus", sagt der Amateurfußballer. "In den sozialen Netzwerken wurden hässliche Dinge gesagt. Ich kann seinen Rücktritt verstehen, ich hätte es nicht anders gemacht."
Stendel will auf keinen Fall Englisch sprechen wie Matthäus

Der frühere Hannover-96-Trainer Daniel Stendel legt bei seiner neuen Station FC Barnsley großen Wert auf die Beherrschung der englischen Sprache. "Wenn du dich nur einfach ausdrücken kannst und auch das noch falsch ist, kann es schnell zu Gelächter kommen. Das beste Beispiel ist Lothar Matthäus", sagte der 44-Jährige der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse".
Nach eigenen Angaben ließ Stendel deshalb auch die Kabinenansprachen in den ersten Wochen von seinen Assistenten halten.
Stendel trainierte von April 2016 bis März 2017 die Profis von Hannover 96 und übernahm in diesem Sommer den englischen Zweitliga-Absteiger FC Barnsley. Ziel des Vereins aus dem Norden Englands ist der sofortige Wiederaufstieg.
Über die Kontaktaufnahme des früheren Premier-League-Clubs erzählte Stendel: "Im ersten Moment dachte ich: Wie, die wollen mich haben? Warum kommen die auf mich?"
Marozsan muss sich nach Lungenembolie noch gedulden

Die an einer Lungenembolie erkrankte Nationalmannschaftskapitänin Dzsenifer Marozsan muss sich bei der angestrebten Rückkehr auf den Fußballplatz weiter gedulden.
Sie sei zwar "auf einem guten Weg, wieder gesund zu werden", sagte die 26-Jährige: "Wann es zu einem Comeback kommt, kann man allerdings noch nicht festlegen."
Marozsan und ihr Verein Olympique Lyon hatten ihre Erkrankung Mitte Juli bekannt gegeben.
Dass Marozsan am Montag bei der Fifa-Gala "The Best" eine der drei Finalistinnen bei der Auszeichnung zur Weltfußballerin des Jahres ist, spielt für sie selbst deshalb derzeit eine untergeordnete Rolle. "Es ist natürlich eine große Ehre. Aber das rückt für mich persönlich erstmal in den Hintergrund", sagte sie.
Zurzeit fokussiere sie sich voll darauf, wieder gesund zu werden.
Trapp zur EL: "Davon erzählst du dein Leben lang"

Der deutsche Fußball-Pokalsieger Eintracht Frankfurt startet mit riesiger Vorfreude in die neue Spielzeit der Europa League. "Wir haben eine tolle Gruppe mit attraktiven Gegnern. Das wird für uns alle eine geile Erfahrung", sagte Nationalspieler Kevin Trapp.
Die Eintracht fliegt am Vormittag nach Marseille, wo morgen (18.55 Uhr im n-tv.de Liveticker) das Auftaktspiel bei Olympique Marseille unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird.
Die Franzosen wurden für wiederholtes Fehlverhalten ihrer Fans bestraft. Eintracht-Anhänger dürfen sich wegen eines Aufenthaltsverbots am Spieltag nicht einmal in der Stadt aufhalten.
Für die Frankfurter ist ein friedlicher Ablauf zum Start in die internationale Saison auch maßgeblich für die weiteren Spiele. Beim Gastspiel bei Lazio Rom im Dezember will der Bundesligist 15.000 statt der vorgesehenen 7000 Auswärtskarten bekommen. "Das schaffen wir nur, wenn es in Marseille friedlich bleibt", sagte Präsident Peter Fischer laut "Bild"-Zeitung.
Torwart Trapp erinnert an 2013 und die Stimmung an den Europa-Abenden, das "vergisst man als Spieler nie mehr, das sind Momente, von denen erzählst du dein Leben lang".
Medien: Randalierer stören Nachtruhe von Ronaldos Juve
Altbekannter Versuch: In der Nacht vor dem Champions-League-Duell zwischen dem FC Valencia und Juventus Turin haben 20 Vermummte die Nachtruhe des italienischen Rekordmeisters um Superstar Cristiano Ronaldo gestört. Dies berichten spanischen Medien übereinstimmend.
Die unbekannten Personen warfen Feuerwerkskörper gegen die Fassade des Westin-Hotels, wo die Italiener vor dem Auswärtsspiel in Valencia (21 Uhr im n-tv.de Liveticker) übernachteten.
Die Randalierer zeigten außerdem ein Banner mit der Aufschrift "Juve Merda" ("Scheiß Juve") und brüllten Hassparolen gegen Ronaldo.
Die Polizei rückte daraufhin mit einem Mannschaftswagen an und patrouillierte bis sieben Uhr morgens vor der Unterkunft.
Die Ereignisse, die von den Kamerabildern des Hotels aufgezeichnet wurden, werden von der Polizei untersucht, um die Personen zu identifizieren.
Bleibt die Frage: Hat Ronaldo dennoch seinen Schönheitsschlaf bekommen?
Sperre verjährt: Bayer-Torwart darf plötzlich spielen

Das ist doch eine gute Überraschung: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen kann im morgigen Auftaktspiel der Europa League (21 Uhr im n-tv.de Liveticker) bei Ludogorez Rasgrad auf Torwart Lukas Hradecky setzen.
Der Werksklub hatte befürchtet, auf den finnischen Nationalkeeper nicht zurückgreifen zu können.
Dieser hatte in seinem bislang letzten Europa-League-Spiel am 6. August 2015 im Dress von Bröndby IF die Gelb-Rote Karte bei Omonia Nikosia gesehen.
Die Sperre ist jedoch verjährt, die Europäische Fußball-Union gab zur Überraschung von Bayer grünes Licht für einen Einsatz des 28 Jahre alten Ex-Frankfurters.
"Wir haben von der DFL eine Liste mit gesperrten Spieler bekommen, auf der stand er nicht drauf. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir bei der Uefa angefragt und erfahren, dass die Sperre verjährt ist", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: "Das tut der Mannschaft gut, weil er ein wichtiger Faktor und ein positiver Typ ist."
Michael Jordan spendet Millionen für Hurrikan-Opfer

NBA-Legende Michael Jordan hat tief in die eigene Tasche gegriffen und zwei Millionen Dollar für die Opfer des Hurrikans Florence gespendet. Der sechsmalige Champion und Besitzer der Charlotte Hornets aus dem betroffenen US-Bundesstaat North Carolina stellt sein Geld Hilfsorganisationen zur Verfügung. Das gab der Klub aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga in einer Mitteilung bekannt.
In der vergangenen Woche hatte Jordan bereits gemeinsam mit der NBA eine Spendenplattform eingerichtet.
"Es ist wirklich niederschmetternd zu sehen, welchen Schaden der Hurrikan Florence in meinem geliebten Heimatstaat North Carolina und den umliegenden Gebieten anrichtet", hatte Jordan zuletzt erklärt.
Der zweimalige Olympiasieger wuchs in Wilmington auf und spielte in seiner College-Zeit für die University of North Carolina.
Eine Million Dollar der Jordan-Spende geht an das Rote Kreuz, die andere Hälfte an "Carolinas' Hurricane Florence Response Fund"
DFB-Megatalent Anton bestätigt Russland-Kontakt

U21-Nationalspieler Waldemar Anton hat eine Kontaktaufnahme seitens des russischen Nationaltrainers Stanislaw Tschertschessow zu ihm bestätigt. Ein Gespräch fand noch vor der WM statt.
"Es hat nur ein lockeres Kennenlernen gegeben", sagte Anton der "Sport Bild": "Um die WM ging es überhaupt nicht - allein aufgrund der Verletzung, die ich zum Saisonende hatte, wäre das gar nicht infrage gekommen."
Entschieden, für welches Land er zukünftig spielen will, hat sich der Kapitän von Hannover 96 offenbar noch nicht. Er wolle sich derzeit auch nicht zu viele Gedanken darüber machen und sich stattdessen weiterhin auf die tägliche Arbeit fokussieren.
Anton, der aktuell jüngste Kapitän in der Bundesliga, hat noch kein A-Länderspiel absolviert und könnte daher noch das Nationalmannschaftstrikot wechseln. Der Sohn von Spätaussiedlern kommt gebürtig aus Olmaliq (Usbekistan) und zog mit seinen Eltern im Alter von zwei Jahren nach Deutschland.
Götze hofft auf weitere Einsätze: "Das ist mein Anspruch"

Mario Götze hofft nach seiner Rückkehr in die Startelf von Borussia Dortmund auf weitere Einsätze von Beginn an. "Mein Anspruch ist es immer, dass ich spiele. Daran wird sich nie etwas ändern. Dafür habe ich zu viel erlebt und zu viel Erfolg gehabt", sagte Götze nach dem glücklichen 1:0-Erfolg des Fußball-Bundesligisten zum Champions-League-Auftakt beim belgischen Meister FC Brügge.
Der Siegtorschütze des WM-Endspiels 2014 war in den ersten drei Bundesligaspielen überhaupt noch nicht zum Einsatz gekommen.
In Brügge spielte er 62 Minuten lang unauffällig. "Ich habe natürlich nicht mein bestes Spiel gemacht. Das Vertrauen in mich selbst wird aber immer da sein", sagte Götze, der im offensiven Mittelfeld hinter Stürmer Marco Reus wenig Akzente setzte.
Während Trainer Lucien Favre "keine individuellen Leistungen" kommentieren wollte, stärkte Reus seinem Kumpel Götze den Rücken: "Er ist ein wichtiger Bestandteil für uns, weil er großartige Fähigkeiten besitzt. Das werden wir in dieser Saison noch sehen."
Vettel glaubt an Minimalchance: "Werde weiterkämpfen"

Da ist einer aber ziemlich optimistisch: Sebastian Vettel glaubt trotz Platz drei in Singapur und angesichts seiner 40 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton in der WM-Wertung weiter an den Titel.
"Erstens: Weil ich es kann. Das habe ich viermal bewiesen", sagte der Ferrari-Star der "Sport Bild": "Zweitens: Weil wir ein Auto haben, mit dem ich spielen kann und das auf Augenhöhe mit Mercedes ist."
Das Ergebnis in Singapur mit dem Sieg seines großen Konkurrenten Lewis Hamilton habe ihm im Kampf um den Titel zwar nicht geholfen: "Aber immer noch gilt, dass wir uns nur selbst schlagen können. Das ist eine gute Ausgangsposition. Ich kann immer noch aus eigener Kraft Weltmeister werden und werde weiterkämpfen."
Nach eigenen Ausrutschern wie dem in Hockenheim gehe er zwar hart mit sich ins Gericht, sagte Vettel, aber: "Irgendwann ist auch gut. Klar, es ist enttäuschend, wenn man Rennen gewinnen kann und es dann nicht tut. Aber gewisse Dinge, wie der harte Zweikampf mit Lewis in Monza, gehören zum Rennfahren dazu."
FC Bayern in Lissabon & Athleten-Machtkampf - das wird wichtig
Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

Sind Sie heute auch so müde? Lassen Sie mich raten, Sie haben auch die späten Spiele der Champions League geschaut. Immerhin gab es ein schönes Spiel zwischen dem FC Liverpool und Paris St. Germain zu sehen. Und einen doch recht glücklichen Sieg von Borussia Dortmund sowie ein Unentschieden des FC Schalke gegen den FC Porto. Mehr zu diesen Spielen können wir Ihnen zudem im Laufe dieses Vormittags anbieten - harren Sie gespannt!
Die schlechte Nachricht gleich hinterher - auch morgen früh werden wird die Müdigkeit nicht abgenommen haben, heute Abend spielt schließlich der FC Bayern bei Benfica Lissabon (ab 21 Uhr im n-tv.de Liveticker). Früher startet die CL-Premieren-Partie von 1899 Hoffenheim gegen Schachtjor Donezk (18.55 Uhr im n-tv.de Liveticker).
Und sonst so?
Handball: In der Champions League muss heute die SG Flensburg-Handewitt gegen RK Zagreb bestehen (19 Uhr).
Tennis: Beim ATP-Turnier in Metz spielt Peter Gojowczyk gegen den favorisierten Kei Nishikori (12 Uhr). Und beim WTA-Turnier im chinesischen Guangzhou ist um 11 Uhr Andrea Petkovic gegen die Chinesin Wang Yafan gefordert. Währenddessen keine guten Nachrichten von Sabine Lisicki - sie ist gegen die Kasachin Julia Putinzewa ausgeschieden.
Champions League: Neben den deutschen Duellen stehen folgende Partien an: Ajax Amsterdam - AEK Athen (18.55 Uhr), Manchester CIty - Olympique Lyon, Real Madrid - AS Rom, Viktoria Pilsen - ZSKA Moskau, FC Valencia - Juventus Turin, Young Boys Bern - Manchester United (alle 21 Uhr).
Die deutsche Athletenkommission trifft sich mit IOC-Präsident Thomas Bach. Das könnte ziemlich spannend werden, weil die Athleten um Sprecher Max Hartung reichlich bedient sind. Sie wollen unter anderem an den Vermarktungsrechten partizipieren. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Athleten fordern IOC zum Machtkampf
Mein Name ist Anja Rau, lassen Sie uns gemeinsam in den Sport-Tag starten. Auf die Plätze, fertig, los!
Tennis-Schiedsrichter wegen Anfeuerung für Kyrgios gesperrt

Sein bizarrer Rollenwechsel bei den US Open hat für Tennis-Schiedsrichter Mohamed Lahyani nun wohl doch noch Folgen. Nach Informationen der "New York Times" hat die Spielervereinigung ATP den 52-Jährigen für die anstehenden Turniere in Peking und Shanghai gesperrt.
Der Schwede mit marokkanischen Wurzeln kehrt demnach voraussichtlich erst Mitte Oktober auf die Tour zurück.
Lahyani war während der Zweitrundenpartie zwischen dem Australier Nick Kyrgios und Pierre-Hugues Herbert aus Frankreich von seinem Stuhl gestiegen und hatte auf den lustlos agierenden Kyrgios eingeredet - "Ich will dir helfen".
Der Favorit lag zu diesem Zeitpunkt 4:6, 0:3 zurück, später gewann Kyrgios die Partie 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, 6:0.
Der amerikanische Tennisverband USTA hatte als Veranstalter des Grand-Slam-Turniers auf eine Strafe verzichtet, die ATP sieht die Lage anders. Lahyani sei als Vollzeitkraft angestellt und müsse deshalb unabhängig vom Event den hohen Anforderungen der ATP gerecht werden, zitierte die "New York Times" aus einem Statement der Spielergewerkschaft. Der Schiedsrichter habe auch die Aufgabe, "die Integrität der Tour zu wahren".