Deutsche Formel-2-Piloten in Silverstone eher unauffällig
Die deutschen Formel-2-Rookies haben in England einen Rennsamstag ohne Höhepunkte absolviert: David Beckmann und Lirim Zendeli verpassten in den beiden Sprintrennen von Silverstone Spitzenergebnisse, Beckmann (Charouz) holte am Nachmittag als Achter immerhin einen Punkt. Den ersten Sprint hatte er als 13. abgeschlossen, Zendeli (MP Motorsport) holte die Plätze elf und neun.
Die Siege gingen an Robert Schwarzman (Prema) und Zendelis Teamkollegen Richard Verschoor.
In der Gesamtwertung verlor Renault-Nachwuchsfahrer Zhou Guanyu (UNI-Virtuosi/78 Punkte) seine Führung, das Prema-Duo Oscar Piastri (93) und Schwarzman (81) liegt nun vorne.
Leipzig-Ass traut Nagelsmann bei Bayern große Erfolge zu
Routinier Kevin Kampl von Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat den zum FC Bayern München abgewanderten Trainer Julian Nagelsmann noch einmal in höchsten Tönen gelobt. "Julian ist ein sehr besonderer, außergewöhnlich guter Trainer. Er wird bei Bayern top erfolgreich sein", sagte der 30-jährige Slowene der "Leipziger Volkszeitung".
Die zwei Jahre mit Nagelsmann seien für RB überragend erfolgreich verlaufen. "Wir sind mit dem Ball viel stärker geworden, haben uns zweimal für die Champions League qualifiziert, haben es in Lissabon bis ins Halbfinale geschafft, sind Vizemeister geworden und das Pokalfinale erreicht. Da kann man stolz sein, das bleibt für immer", sagte Kampl.
Auch seinen neuen Cheftrainer Jesse Marsch lobte der Mittelfeldstratege. "Es ist viel Power und Kommunikation im Training, es wird auch gelacht. Ich kenne Jesse aus seiner Zeit mit Ralf Rangnick. Er ist ein super Typ, hat sich in Salzburg klasse entwickelt, eine top Ansprache, einen guten Draht zu allen, motiviert, nimmt jeden mit. Er verlangt nur eines: dass wir mitmarschieren", bemerkte Kampl.
Hamburger SV schließt Spielerwechsel nach viereinhalb Jahren endlich ab
Der Ablösestreit zwischen dem Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und dem FC Santos um Abwehrspieler Cléber Reis ist nach knapp viereinhalb Jahren offenbar beendet. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat der brasilianische Spitzenklub nun auch die letzte Rate für den Anfang 2017 getätigten Transfer des mittlerweile 30 Jahre alten Innenverteidigers an den HSV überwiesen.
Statt der damals ausgehandelten 2,5 Millionen Euro Ablöse hat der HSV demnach sogar insgesamt 3,1 Millionen Euro für Cléber erhalten. Da die Brasilianer die Zahlung verschleppten, hatten die Hanseaten mit Erfolg den Weltverband FIFA eingeschaltet, der Santos zu Zinszahlungen verurteilte und zudem gegen ihn eine Transfersperre verhängte.
Die Hanseaten hatten Abwehrspieler Cléber im Sommer 2014 für drei Millionen Euro Ablöse von Corinthians São Paulo an die Elbe gelotst. Für den HSV absolvierte Cléber in den zweieinhalb Jahren 44 Pflichtspiele, in denen er drei Tore erzielte. Im Januar 2017 kehrte der verletzungsanfällige Abwehrspieler in seine Heimat zurück.
Heimspiele verboten: Drittligist muss wieder umziehen

Fußball-Drittligist SC Verl kann seine Heimspiele in der neuen Saison nicht in der heimischen Sportclub-Arena austragen und muss ins Ausweichstadion nach Lotte umziehen. Dies wurde eine Woche vor dem Saisonstart bekannt. "Der DFB hat uns mitgeteilt, dass wir unsere Heimspiele in der bevorstehenden Saison in unserem Ausweichstadion am Lotter Kreuz austragen müssen. Diese Entscheidung war für uns in den vergangenen Wochen keineswegs abzusehen", teilte der Klub, dessen Stadion nicht den Anforderungen der 3. Liga genügt, mit.
In der abgelaufenen Saison durfte der Aufsteiger wegen der Corona-Pandemie seine Drittligaspiele allerdings in Verl austragen. "Ausgehend von der Annahme, dass der Corona-Sonderspielbetrieb fortgeführt wird, hatte man uns vonseiten des DFB große Hoffnungen gemacht, den Großteil unserer Heimspiele - zumindest in der Hinrunde - in unserer schönen Sportclub-Arena in Verl austragen zu können", hieß es in der Mitteilung. Die Entscheidung des DFB sei nicht absehbar gewesen und bedeute einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand.
Schalke verabschiedet Vereinslegende und wählt neuen Aufsichtsrat
Im zweiten Anlauf und nur sechs Tage vor dem Saisonstart in der 2. Fußball-Bundesliga hat Absteiger Schalke 04 seine Gremien geordnet. Bei der Mitgliederversammlung wurden fünf Aufsichtsratsposten neu besetzt. 3750 stimmberechtigte Mitglieder in der Arena in Gelsenkirchen wählten unter zehn Bewerbern Moritz Dörnemann (3044 Stimmen/Amtszeit bis 2024), Sven Kirstein (3003/2024), Axel Hefer (2439/2023), Holger Brauner (2174/2023) und Johannes Struckmeier (1879/2022) ins Gremium. Der Nachfolger des zurückgetretenen Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Buchta wird erst nach der konstituierenden Sitzung gekürt.
Schalkes Jahrhundert-Trainer Huub Stevens wurde von den anwesenden Mitgliedern mit großem Beifall aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Der erste Anlauf der Mitgliederversammlung am 13. Juni war nach Tagesordnungspunkt 4 (Aussprache über die Berichte) wegen technischer Störungen zunächst unter- und später abgebrochen worden.
Sportrechtler erwartet "weitreichende Folgen" aus deutscher Dopingstudie
Der bekannte Sportrechtler Rainer Cherkeh sieht aus den in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Schuldig. Wie Sportler ungewollt zu Dopern werden können" vorgestellten Erkenntnissen weitreichende Folgen für die Dopingrechtsprechung. In dem Film wird heute (18 Uhr) im Ersten über ein Experiment berichtet, das den Nachweis geliefert habe, wie saubere Sportler durch flüchtigen Hautkontakt zu Opfern von Dopinganschlägen werden.
"Die Befunde aus den Experimenten der ARD-Dopingredaktion werden dazu führen müssen, das Prinzip der 'strict liability' ('strikte Haftung', Anm. d. Red.) und des Beweismaßes des WADA-Codes neu zu bewerten", sagte Cherkeh. "Bei in der Vergangenheit liegenden, strittigen Dopingfällen rechne ich in Einzelfällen mit Wiederaufnahmeverfahren vor dem CAS (Internationaler Sportgerichtshof, Anm. d. Red.)", fügte der Anwalt aus Hannover hinzu.
Berichte: Weltfußballer prüft Abgang vom FC Bayern
Robert Lewandowski ist amtierender Weltfußballer, einer der zuverlässigsten Goalgetter der Fußball-Geschichte und absoluter Platzhirsch im Sturmzentrum des FC Bayern München. Kein Wunder, dass sich Gerüchte um das Interesse anderer Klubs hartnäckig halten.
Der TV-Sender Sky will erfahren haben, dass der Top-Angreifer seinerseits durchaus den Markt abklopft. Lewandowski könne sich durchaus vorstellen, auf der Zielgeraden seiner Karriere noch einmal eine neue Herausforderung anzugehen, berichtet "Sky". Berater Pini Zahavi würde bereits den Markt sondieren und sich zumindest lose umhören, welcher Klub Interesse am Nationalspieler habe. Es soll sogar mehrere Klubs geben, "mit denen gesprochen wird", heißt es in den Bericht weiter.
Letztlich verweist "Sky" allerdings auf das Unausweichliche: Der FC Bayern wird seinen Topstar - der Vertrag läuft bis 2023 - nicht ziehen lassen, sollte sich kein adäquater Ersatz in München einfinden. Selbiger ist derzeit jedoch schlicht nicht verfügbar.
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Saibou findet neuen Arbeitgeber
Der umstrittene Basketball-Nationalspieler Joshiko Saibou wird auch in der kommenden Saison in Frankreich spielen. Der 31 Jahre alte Guard wechselt zu JDA Dijon Basket, wie der Klub aus der französischen Ersten Liga bekannt gab. In der letzten Saison hatte Saibou, der am Sonntagabend mit der deutschen Mannschaft zu den Olympischen Spielen nach Tokio fliegen wird, in Frankreich für Champagne Basket gespielt.
Saibou war im Sommer 2020 von den Telekom Baskets Bonn fristlos entlassen worden, weil er an Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilgenommen hatte. Bei den Veranstaltungen waren auch Anhänger von Verschwörungstheorien und rechte Gruppierungen dabei gewesen. Die Nominierung von Saibou für die Nationalmannschaft hatte in diesem Sommer für viel Kritik gesorgt, weil er sich für viele bislang nur halbherzig von Verschwörungsmythen distanziert hat. Dennoch gehört er zum deutschen Team, das erstmals seit 2008 in Peking wieder bei Olympia dabei ist.
Bundesliga-Aufsteiger spendet für Betroffene des Hochwassers
Fußball-Bundesligist VfL Bochum spendet 30.000 Euro an die Hochwasser-Opfer und hat weitere Aktionen geplant. "Viele Menschen haben durch das Hochwasser Angehörige, Freunde oder Eigentum verloren. Der VfL Bochum 1848 möchte Unterstützung leisten und gleichzeitig den zahlreichen Helferinnen sowie Helfern danken, die unermüdlich im Einsatz für die Menschen sind", teilte der Revierklub mit.
Die Schlagzeilen am frühen Nachmittag
Verstappen dominiert eigenartiges F1-Training, Hamilton schwach, Vettel schwächer
WM-Spitzenreiter Max Verstappen hat seine Ambitionen auf den Sieg im ersten Sprintrennen der Formel-1-Geschichte unterstrichen. Der Red-Bull-Pilot war im ungewöhnlichen zweiten freien Training von Silverstone schnellster Mann im Feld (1:29,902 Minuten). Weltmeister Lewis Hamilton, der im Mercedes vom ersten Rang in den Sprint am Nachmittag (17.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntvde) starten wird, wurde im Training nur Achter.
Anders als an einem gewöhnlichen Samstagmittag in der Formel 1 bereiteten sich die Piloten nicht auf eine Zeitenjagd im Qualifying vor. Stattdessen geht es im Sprintrennen über 17 Runden und etwa 100 Kilometer um die besten Startplätze für den britischen Grand Prix am Sonntag.
Keinen sonderlich guten Eindruck machte Aston Martin. Sebastian Vettel und Lance Stroll landeten auf den Plätzen 17 und 18, nur das Haas-Duo Nikita Mazepin und Mick Schumacher lag noch dahinter. Vettel startet von Platz zehn in den Sprint, Schumacher von Rang 19.
Plakate im olympischen Dorf sorgen für großen Ärger
Wegen umstrittener Plakate im olympischen Dorf hat Südkoreas Olympia-Team Ärger bekommen. Das Internationale Olympische Komitee bestätigte, die Südkoreaner zum Abhängen der Banner mit Referenzen an einen Krieg mit Japan im 16. Jahrhundert aufgefordert zu haben. "Das Dorf ist ein geschützter Bereich", sagte IOC-Präsident Thomas Bach in Tokio. Politische Stellungnahmen seien im Athletendorf nicht erlaubt. Südkoreas Olympisches Komitee bestätigte den Vorfall. Die Banner waren in Japan als provokant empfunden worden.
Zugleich werde in olympischen Arenen Japan keine Fahne mit aufgehender Sonne und 16 Strahlen zeigen dürfen. Dieses Symbol wird in vielen asiatischen Ländern als Zeichen für Japans kriegerische Vergangenheit gesehen und abgelehnt.
AC Mailand verpflichtet Weltmeister und Champions-League-Sieger
Der französische Fußball-Weltmeister Olivier Giroud stürmt künftig für den italienischen Renommierclub AC Mailand. Der 34-Jährige wechselt vom Champions-League-Sieger FC Chelsea zu Milan, wie der Club am Samstag mitteilte. Dort wird er künftig Teamkollege des schwedischen Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic. Details zum Vertrag nannten die Mailänder nicht.
Giroud war 2012 aus Montpellier zum FC Arsenal gewechselt, mit dem er unter anderem dreimal den englischen FA Cup holte. Danach ging er Anfang 2018 zum Londoner Ortsrivalen Chelsea und spielte dort zuletzt unter Trainer Thomas Tuchel mit dem deutschen Trio Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger zusammen.
Fake Noise und Videoselfies - Olympias Antwort auf Zuschauerauschluss
Die Sommerspiele in Tokio werden ohne Zuschauer stattfinden. In der japanischen Hauptstadt gilt für die Dauer der Olympischen Spiele aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen der Notstand. Aber IOC-Präsident Thomas Bach und die Organisatoren haben sich etwas einfallen lassen, um für wunderbare Atmosphäre zu sorgen.
Wie Bach am Samstag mitteilte, sollen in den Arenen mit einem "umfassenden Soundsystem" Zuschauerreaktionen von früheren Sommerspielen abgespielt werden. Die Sportler und Sportlerinnen sollen sich schließlich "wie von Fans umgeben fühlen", erklärte Bach. "Wir wollen nicht, dass sich die Athleten in den Stadien alleine fühlen, sie sollen wissen, dass viele Menschen sie unterstützen", erklärte Bach.
Dazu gebe es auch eine "Live Cheer Map", auf der virtueller Applaus aus aller Welt dargestellt werde. Zudem können Fans Videoselfies für die Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) produzieren. Fake Noise - die neue olympische Disziplin.
Bremen-Boss erwartet noch 15 bis 20 Transfers - Ex-Bundesligist muss sparen

Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann geht davon aus, dass sich das Gesicht des Kaders beim Erstliga-Absteiger noch gewaltig verändern wird. "Ich rechne alles in allem noch mit einer Zahl von 15 bis 20 Transfers bis zum 31. August", sagte Baumann im Rahmen der digitalen Saisoneröffnung auf der Club-Homepage veröffentlichten Video-Interview.
Die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga beginnt zwar bereits am kommenden Wochenende mit einem Heimspiel gegen Hannover 96, die Transferperiode endet aber erst Ende August. Werder muss wegen der angespannten finanziellen Lage vor allem noch Spieler verkaufen. "Die Abgänge werden etwas höher sein", sagte Baumann daher.
Baumann will sich nach dem Abstieg aus der Ersten Liga ein wenig aus dem Alltagsgeschäft rund um die Profi-Mannschaft zurückziehen und sich mehr auf seine Aufgaben als Sport-Geschäftsführer fokussieren. Dafür soll Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball bei den Grün-Weißen, noch näher an die Mannschaft rücken.
Nächster Bayern-Spieler verletzt - Nagelsmann droht Personal-Engpass
Fußball-Rekordmeister Bayern München muss mehrere Wochen auf Marc Roca verzichten. Wie der FC Bayern am Samstag mitteilte, hat der spanische Mittelfeldspieler im Training einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk erlitten. Eine Operation sei nicht geplant, die Verletzung wird nach Angaben des Vereins konservativ behandelt.
Der 24-Jährige hatte im Juni seinen Verzicht auf Olympia in Tokio erklärt, um seine Chancen bei den Münchnern durch die komplette Vorbereitung unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann zu erhöhen. Roca war im Oktober 2020 von Espanyol Barcelona nach München gewechselt, spielte unter Coach Hansi Flick aber nur eine Nebenrolle.
Mit Corentin Tolisso und Alphonso Davies fallen bereits zwei Bayern-Spieler wochenlang aus. Bislang plant der Serienmeister keine weiteren Neuverpflichtungen.
Verstappen freut sich auf "besonderen Grand Prix" in Silverstone

Silverstone "wird wirklich was Besonderes sein"
Auch auf der Mercedes-Hochburg in Silverstone soll es klappen: Red Bull peilt den nächsten Grand-Prix-Sieg in der Formel 1 an und will die Führung in der Weltmeisterschaft weiter ausbauen. Die Bedingungen sind gut: Die Fans kehren zurück und für den neuen Quali-Modus gibt es Extra-Punkte.
Olympia-Aus für Gewichtheber Reis: Es war wohl Doping!
Nach einer positiven Dopingprobe ist der brasilianische Gewichtheber Fernando Reis nicht zu den Olympischen Spielen nach Tokio geflogen. Das Nationale Olympische Komitee Brasiliens teilte mit, der 31-Jährige sei von der Delegation ausgeschlossen. Bei einem Test bei Reis am 11. Juni seien Spuren eines Wachstumshormons festgestellt worden.
Der Anwalt von Reis bestritt, dass sein Mandant leistungssteigernde Mittel eingenommen habe, und kündigte an, gegen die Suspendierung vorzugehen. Reis sei einer der meistgetesteten Athleten der Welt, sagte er der Website "Globo Esporte".
Reis gehörte in der Klasse ab 109 Kilogramm zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter. Er war 2012 in London Olympia-Elfter und daheim in Rio 2016 -Fünfter. Zwei Jahre nach der WM 2018 erhielt er wegen der Disqualifikation eines anderen Athleten nachträglich Bronze im Zweikampf und gewann damit als erster Gewichtheber aus Brasilien eine Medaille bei einem bedeutenden internationalen Wettkampf.
"Wäre mehr möglich gewesen" - Arnold bedauert Olympia-Absagen der DFB-Stars
Olympia-Fußballer Maximilian Arnold bedauert die vielen Absagen für die deutsche Auswahl bei den Spielen in Tokio. "Wir haben schon ein paar gute Spieler dabei. Es wäre mehr möglich gewesen, wenn alle Klubs mitgezogen hätten. Aber das war eben nicht so", sagte der Mittelfeldspieler des Bundesligisten VfL Wolfsburg im Interview bei "sportbuzzer.de". Es werde darauf ankommen, "dass wir als ein Team auftreten. Anders wird es nicht gehen."
Arnold wollte unbedingt bei den Olympischen Spielen in Japan dabei sein. Aus Spieler-Sicht sei "Olympia ein Highlight". "Ich bin froh und dankbar, dass der VfL bei mir so entschieden hat", sagte der 27-Jährige. Er könne es aber auch nachvollziehen, dass der eine oder andere Verein seinen Spielern die Teilnahme verweigert habe. "Wenn wir in Japan ins Finale kommen, dann bin ich nach unserem DFB-Pokalspiel erst wieder zurück", meinte Arnold. Es gebe keine Abstellungspflicht für die Clubs.
DFB-Trainer Stefan Kuntz war nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Torhütern nach Japan gereist. Erlaubt ist ein Kader von 22 Spielern. Bei Arnold war Kuntz offenbar fest davon ausgegangen, dass der Wolfsburger mit dabei wäre. "Er hat gar nicht richtig gefragt: 'Willst du mit?' Er hat es einfach vorausgesetzt und nur gesagt: 'Lass uns mal die Mannschaft durchgehen...'", erzählte Arnold von dem Telefonat mit dem Trainer.
Nächster Rückschlag für US-Basketballer: Kevin Love verpasst Olympia
Die US-Basketballer müssen beim Olympia-Turnier in Tokio neben Allstar Bradley Beal auch auf Kevin Love verzichten. Der Forward von den Cleveland Cavaliers hat sich noch nicht vollständig von einer Verletzung in der rechten Wade erholt, die ihn schon weite Teile der Saison kostete.
"Ich bin unglaublich enttäuscht", ließ der Olympiasieger von 2012 am Freitag mitteilen: "Aber um an den Spielen teilzunehmen, musst du in Topform sein." Aufgrund der schwierigen Saison war seine Berufung in den Kader ohnehin überraschend gekommen.
Keine 24 Stunden vor Loves Absage hatte der US-Verband bereits mitgeteilt, dass Beal nicht mit nach Japan reisen kann. Der dreimalige NBA-Allstar von den Washington Wizards unterliegt dem Corona-Protokoll. Jerami Grant von den Detroit Pistons wurde "zur Sicherheit" ebenfalls auf die Liste gesetzt.
Als Ersatzkandidaten werden nun JaVale McGee (Denver Nuggets) und Keldon Johnson (San Antonio Spurs) gehandelt. Viele Topstars, unter anderem LeBron James (Los Angeles Lakers), sind bei den Sommerspielen in Tokio ohnehin nicht dabei. Das Team führt Superstar Kevin Durant von den Brooklyn Nets an.
Das Finalwochenende der Tour de France

Finalwochenende bei der 108. Tour de France. Erst steht die 20. Etappe im Kampf gegen die Uhr an, dann wartet das große Sprint-Spektakel am Sonntagabend in Paris. Wer gewinnt das Zeitfahren? Und können die Deutschen nach dem Soloritt von Nils Politt noch einmal nachlegen?
Die Strecke heute ist ein Kurs für Spezialisten. Die 30,8 Kilometer lange Strecke von Libourne nach Saint-Emilion hat kaum nennenswerte Steigungen, dafür viele anspruchsvolle Richtungswechsel. Die reinen Bergfahrer werden es nicht hier einfach haben. Die ganz großen Qualen des Pelotons sind mit Abschluss der Pyrenäen aber geschafft.
Wie beim ersten Zeitfahren, in den Alpen und in den Pyrenäen führt der Weg auch an diesem Samstag wieder nur über den designierten Gesamtsieger Tadej Pogacar. Der 22 Jahre alte Slowene ist ein begnadeter Zeitfahrer und wird seinen vierten Tagessieg anpeilen. Als stärkster Widersacher gilt der Schweizer Stefan Küng, auch der Gesamtzweite Jonas Vingegaard machte zuletzt in dieser Disziplin auf sich aufmerksam.
Von den verbliebenen deutschen Profis ist heute wenig zu erwarten. Für Sprinter André Greipel wird es morgen beim Finale in Paris interessant.
Weitsprung-Star Rehm gibt Olympia nicht auf und zieht vor den CAS
Paralympics-Star Markus Rehm zieht im Kampf um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen offenbar vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, knapp eine Woche vor der Eröffnung der Spiele in Tokio. Laut Klageschrift fordere Rehm demnach sogar die uneingeschränkte Zulassung zum Weitsprung-Wettbewerb. Lediglich ersatzweise werde die Zulassung außer Konkurrenz oder in gesonderter Wertung verlangt.
In der Klage heiße es weiter: Ein Athlet, der trotz seiner "Behinderung" die Qualifikationsnorm erreiche, die für alle gelte, könne nicht einfach den Paralympischen Spielen allein zugeordnet werden. Rehm fordere zudem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) die Bestätigung der Nominierung.
Anfang des Monats hatte der DLV den Weitspringer in gesonderter Wertung für die Sommerspiele vorgeschlagen, der DOSB fragte daraufhin eine mögliche Teilnahme beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) an. Am 6. Juli allerdings habe das IOC dem DLV mitgeteilt, dass Rehm nach Auskunft von World Athletics nicht startberechtigt sei.
Vorbild Oscar? Chile-Profi jubelt in Mülltonne
Jürgen Klinsmann trat einst gegen eine Werbetonne. Da hatte man den Spieler des FC Bayern München gerade vom Feld genommen. Per Mertesacker machte die Eistonne berühmt. Da ging es bei der WM 2014 um Erholung. Nun hat sich ein Profi in Chile einen neuen Torjubel ausgedacht: Den Mülltonnentorjubel. Herrlich.
Reuter wütend: Kevin Danso macht es wie einst Ousmane Dembele
Innenverteidiger Kevin Danso (22) will beim Fußball-Bundesligisten FC Augsburg seinen Abschied erzwingen und erzürnt damit die Vereinsoberen. Der Österreicher hat dem FCA mitgeteilt, dass er sich nicht mehr imstande sieht, für den Klub zu trainieren oder zu spielen. "Das kam für uns überraschend und ist sehr schade", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter.
Er habe häufiger über derartiges Verhalten gelesen, "es aber noch nie erlebt", betonte Reuter im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Danso hat das Trainingslager nach dem Eklat verlassen, Reuter kommentierte: "Wir haben in der Vergangenheit oft Spieler geschützt, weil wir Unwahrheiten unkommentiert ließen. Das werden wir nicht mehr tun."
Für Danso liegt ein Angebot des französischen Erstligisten RC Lens vor, mit dem Reuter unzufrieden ist. "Es ist überhaupt nicht marktgerecht", sagte er. "Lens müsste sehr genau wissen, wie die Marktwerte für Innenverteidiger aktuell taxiert werden." In der vergangenen Saison war Danso an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.
Das Coronavirus erreicht das Athletendorf in Tokio
Eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Das bestätigte das Organisationskomitee. Angaben zur Person wie der Nationalität wollte OK-Geschäftsführer Toshiro Muto nicht machen. Auch könne er nicht sagen, ob die Person geimpft sei. Es würden alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung getroffen, damit sich jeder im Athletendorf sicher fühlen könne, hieß es.
Daneben gibt es bislang fünf Athleten, die bei der Einreise nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Die Athleten und ihre Begleitpersonen sind im Athletendorf von der Bevölkerung isoliert und müssen strenge Verhaltens- und Hygieneregeln befolgen. Die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben immer wieder versichert, es würden für alle "sichere" Spiele.
Speerwerfer Vetter gewinnt und ist sehr enttäuscht
Die Siegesserie von Speerwerfer Johannes Vetter hat auch im letzten vorolympischen Wettkampf gehalten. Der Offenburger kam am Freitagabend beim Werfertag im sächsischen Thum auf 86,48 Meter und distanzierte die Konkurrenz damit deutlich. Der Lette Rolands Strohbinders belegte Rang zwei mit 77,19 Meter vor Bernhard Seifert (Potsdam/73,16). Die anvisierten 90 Meter gelangen Vetter nicht, worüber er sehr enttäuscht war.
"Ich messe mich an den 90 Metern. Aber auf so einem Belag ist es schwierig, genug Leistung herauszukitzeln", sagte Vetter. In Thum war zu Saisonbeginn ein neuer Belag installiert worden, der der Technik von Vetter nicht entgegenkommt. Er glaubt, dass normalerweise fünf bis zehn Meter mehr möglich gewesen wären. "In Tokio liegt Mondo-Belag, darauf habe ich meine besten Weiten geworfen", sagte Vetter.
Eine gute Leistung zeigte Diskuswerfer Daniel Jasinski. Der Wattenscheider schaffte mit 66,66 und danach 66,67 Meter zwei Meetingrekorde. Der zweite Tokio-Starter Daniel Wrobel (Magdeburg) blieb mit 63,77 Meter noch hinter Rio-Olympiasieger Christoph Harting (Berlin/63,83).




