100-Meter-Star sprintet zu Weltbestzeit
100-Meter-Olympiasieger Noah Lyles hat auf einer ungewöhnlichen Strecke eine Weltbestzeit erzielt. Der US-Amerikaner rannte die 150 Meter beim Golden-Spike-Event im tschechischen Ostrava in 14,67 Sekunden und pulverisierte damit die bisherige Bestzeit des Jamaikaners Kishane Thompson (14,92 Sekunden) aus dem April. Zwangsläufig war die Zeit gleichbedeutend mit dem Sieg des Rennens: Hinter Lyles kamen der Südafrikaner Sinesipho Dambile (14,78 Sekunden) und der Australier Gout Gout (14,96 Sekunden) ins Ziel.
"Gab es jemals Zweifel?", sagte der euphorische Lyles mehrfach dem tschechischen Fernsehen: "Wir sind gekommen, um eine Show zu bieten." Schon im Vorfeld hatte der Sprinter, der mit seiner Goldmedaille über 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert hatte, angekündigt, den Rekord zu brechen: "Ich habe den Weltrekord gesehen und fand ihn etwas langsam, daher müssen wir ihn deutlich verbessern", befand der 28-Jährige
US-Stadt warnt Teams vor dem "Rocky-Fluch"
Lasst die Rocky-Statue in Ruhe – oder lebt mit den Konsequenzen! Mit einem Augenzwinkern, aber durchaus auch etwas Ernst, warnt die Tourismusbehörde Visit Pennsylvania auf ihrem Instagram-Kanal die Fans bei der Fußball-WM vor dem "Fluch der Rocky Statue", der schon so manche Sportmannschaft erwischte.
Das bislang letzte Opfer: Ecuador. Vor dem WM-Spiel am Sonntag (Ortszeit) gegen die Elfenbeinküste stiegen die Fans der Südamerikaner die Stufen vor dem Philadelphia Art Museum hinauf und hüllten das berühmte Denkmal des Boxers Rocky Balboa, einem fiktiven Film-Charakter, in ein gelbes Trikot ihrer Mannschaft. Blöd für sie: Der anschließende WM-Auftakt ging 0:1 verloren.
Der Rocky-Fluch traf in der Vergangenheit einige NFL-Teams. Die Minnesota Vikings (2018), die New England Patriots (Super Bowl 2018) und die San Francisco 49ers (2023) – alle haben ihr Team-Trikot auf den ikonischen Boxer gezogen, nur um kurze Zeit später Niederlagen zu kassieren.
Mbappé feiert mit kuriosem Jubel - das steckt dahinter
Kylian Mbappé kann nicht nur Tore schießen wie kein Franzose vor ihm, sondern auch Querflöte spielen. Jedenfalls konnte es der Superstürmer mal. Wenigstens ein bisschen. "Meine Eltern wollten, dass ich alles ausprobiere, man weiß ja nie", erzählte der Torjäger in der Sendung von Star-Moderator James Corden. Ein bis zwei Jahre habe er sogar Flöte gelernt. Als er etwas vorspielen soll, scheitert er jedoch kläglich. "Ich habe alles verlernt", lachte Mbappé nach dem Scheitern vor Millionenpublikum.
Anschließend überredete Corden Mbappé zu einem Versprechen: Er - Mbappé - solle seinen ersten Treffer bei der WM mit einem Flötenjubel feiern. Die erste Gelegenheit bot sich heute im Duell mit dem Senegal. Und Mbappé erzielte tatsächlich das 1:0 - und er hielt Wort: Anstatt sich wie üblich mit verschränkten Armen feiern zu lassen, setzte der Superstar zu einem imaginären Querflötensolo an. Frankreich startete schließlich mit einem 3:1 perfekt in die WM.
Gleichzeitig machte sich Mbappé mit seinem 13. Treffer zum erfolgreichsten französischen Torschützen im Nationaldress. Mit seinem 14. WM-Tor, das er in der Nachspielzeit nachlegte, kommt er dem deutschen WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose noch näher.
Bericht: Portugals Trainer plant schon Abgang
Roberto Martínez hört nach der Fußball-Weltmeisterschaft laut Medienberichten als Nationaltrainer Portugals auf. Der Vertrag des 52 Jahre alten Spaniers läuft ohnehin im Juli aus. Spekulationen um seinen Abgang nach dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko - unabhängig vom Ausgang für den Europameister von 2016 - gab es schon länger.
Über die Entscheidung berichten übereinstimmend das Portal "Talksport" und der britische Journalist Ben Jacobs. Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo trifft in ihrem ersten WM-Spiel am Mittwoch (19 Uhr/ZDF und Magenta TV) auf die Außenseiter der Demokratischen Republik Kongo. Martínez, der die Portugiesen im Januar 2023 übernommen hatte, strebt nach den Berichten eine Rückkehr in die Premier League an. Er war zwischen 2016 und 2022 auch schon Chefcoach von Belgiens Auswahl und zuvor beim FC Everton tätig.
Bericht: Bayern-Star winkt üppige Gehaltserhöhung
Konrad Laimer und der FC Bayern haben sich nach einem wochenlange, teils zähen Vertragspoker offenbar entscheidend angenähert. Das berichtet der "Kicker" und es deckt sich mit Informationen von Sky. Demnach ist schon bald damit zu rechnen, dass der Österreicher sein bis dato bis 2027 gültiges Arbeitspapier in München verlängert. Die "TZ" will erfahren haben, dass Laimer eine üppige Gehaltserhöhung bekommt.
Der neue Vertrag sieht laut der Münchner Zeitung vor, dass der 29-Jährige künftig zwölf Millionen Euro per annum verdient, zuvor sollen es neun Millionen Euro gewesen sein. Dass Laimer beim FC Bayern verlängert, war in den vergangene Wochen nicht immer selbstverständlich. Monatelang verhandelten Spieler und Verein, Laimer sah sich dabei längere Zeit nicht genug wertgeschätzt. Laut "Kicker" haben er und die Klub-Bosse ihre "zwischenzeitlichen monetären Differenzen" ausgeräumt.
Vor WM-Spiel: Massenschlägerei am Times Square
Noch bevor die Mannschaften von Argentinien und Algerien im ersten Gruppenspiel aufeinander treffen, kommt es am Times Square in New York zu gewaltsamen Ausschreitungen: Fans der beiden Teams gehen aufeinander los, es kommt zu teilweise heftigen Prügeleien. Es sind die ersten Szenen dieser Art bei der WM.

Argentinien- und Algerien-Fans liefern sich Massenschlägerei
Erste Pleite für Williams nach Comeback
Serena Williams ließ sich das kurze Bad in der Menge trotz der glatten Niederlage nicht nehmen: Vor den Augen ihrer beiden Kinder musste die Tennis-Legende die erste Niederlage seit ihrem Comeback hinnehmen - und verabschiedete sich trotzdem gebührend von den Berliner Fans. Vor ihrer Wimbledon-Rückkehr an der Seite ihrer Schwester Venus Williams unterlag sie bei den Berlin Tennis Open gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Karolina Muchova (Tschechien) dem Duo Giuliana Olmos (Mexiko) und Erin Routliffe (Neuseeland) mit 4:6, 4:6.
"Ich habe mich dort draußen ziemlich gut gefühlt - deutlich beweglicher, stabiler und schneller", sagte Williams nach dem Match. Muchova ergänzte: "Uns haben ein paar Trainingseinheiten gefehlt. Wir hatten nicht besonders viel Zeit, aber trotzdem hatten wir Spaß auf dem Platz."
Im Steffi-Graf-Stadion zeigte Williams neben kräftigen und wirkungsvollen Grundschlägen auch immer wieder Schwächen. Vor allem der erste Aufschlag kam häufig nicht, zudem wirkten ihre Beine zu Beginn noch etwas schwer. Der Kampfgeist der 44-Jährigen war jedoch wie in vergangenen Tagen groß. Nach einem missglückten Schlag sprang die US-Amerikanerin verärgert auf der Stelle auf und ab, immer wieder pushte sie sich und ihre Partnerin mit einem energischen "Let's go". Für zusätzliche Unterstützung sorgten ihre achtjährige Tochter Olympia und die zweijährige Adira River, die ihre Mutter immer wieder anfeuerten. Doch auch das half nicht. Williams und Muchova kassierten im zweiten Satz ein frühes Break und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen.
Offenbar Durchbruch in Vertragspoker beim FC Bayern
Der FC Bayern kann wohl weiterhin mit Konrad Laimer planen. Nach einem langen Vertragspoker stehen der Rekordmeister und der Verteidiger laut "Kicker" kurz davor, Laimers Vertrag zu verlängern. Die Bayern und der Österreicher hätten ihre "zwischenzeitlichen monetären Differenzen" ausgeräumt, der 29-Jährige werde zu aus Vereinssicht "wirtschaftlich vernünftigen Konditionen" an der Säbener Straße verlängern. Nach "zielführenden Gesprächen" zwischen Spieler und Klub sei zeitnah mit einer Vollzugsmeldung zu rechnen.
Auch Sky berichtet, der FC Bayern und Laimer befänden sich in "fortgeschrittenen Verhandlungen". Der Profi sei bei seinen Gehaltsforderungen runtergegangen, die Parteien hätten sich aber auch insgesamt aufeinander zubewegt. Unterschreiben ist dem TV-Sender zufolge aber noch nichts.
Eishockey-Weltmeister stirbt mit nur 47 Jahren
Der ehemalige Eishockey-Weltmeister Kyle Calder ist im Alter von nur 47 Jahren gestorben. "Nicht in einer Million Jahre hätte ich gedacht, dass dieser Tag kommen würde", schrieb seine Tochter Madison in einem Beitrag bei Instagram. Nach den Angaben des Juniorenteams der Los Angeles Kings erlag der frühere NHL-Profi einer kurzen Krankheit. Mit Kanada holte Calder 2003 den WM-Titel.
Der Stürmer spielte ein Jahrzehnt lang in der nordamerikanischen Profiliga und absolvierte dort mehr als 600 Spiele, unter anderem auch für die Chicago Blackhawks. Teamchef Danny Wirtz erklärte, Calder sei das Leben mit derselben Leidenschaft, Intensität und unglaublichen Hingabe angegangen, die auch sein Spiel geprägt hätten.
England-Boss erklärt Tuchels trügerische Sicherheit
Nur weil Thomas Tuchel seinen Vertrag als englischer Nationaltrainer vor einiger Zeit bis 2028 verlängert hat, bedeutet das nicht, dass der deutsche Trainer die Three Lions bei der Heim-EM in zwei Jahren auch trainieren wird. Dafür muss der 52-Jährige bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko erst einmal liefern. "In jedem Vertrag mit der FA ist eine Leistungsklausel verankert, aber ich werde nicht ins Detail gehen, was diese beinhaltet", sagte Mark Bullingham, Chief Executive Officer des englischen Fußball-Verbandes FA vor dem ersten Spiel der Engländer bei der Weltmeisterschaft an diesem Mittwoch (22 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) gegen Kroatien.
In England hatte es Kritik daran gegeben, dass der Vertrag mit Tuchel bereits vor der WM verlängert wurde. Bullingham verteidigte diese Entscheidung nun. "Die Realität ist, dass er ein Top-Level-Coach ist, der nachgefragt sein würde", sagte Bullingham. "Und wir wussten, dass wir jemanden haben, der einen wirklich guten Job macht und wir können nicht erwarten, dass er einfach wartet und schaut, wie es läuft", sagte Bullingham. Tuchel hatte den Job als englischer Nationalcoach Anfang 2025 angetreten. Das Ziel in den USA, Kanada und Mexiko ist der WM-Titel. Es wäre der erste seit 60 Jahren.
Deutschlands ältester Schiri hört auf - und trinkt ein Bierchen
Auf den Amateurplätzen Südbadens ist Werner Ziebold eine Institution. Nun hängt der wohl erfahrenste Unparteiische der Bundesrepublik seine Pfeife an den Nagel. Er verrät, welche ernsten gesundheitlichen Probleme ihn zu diesem finalen Schritt zwingen.

Deutschlands ältester Schiri beendet seine Karriere
Kimmich stellt sich vor Sané: "Verstehe Kritik nicht"
Kapitän Joshua Kimmich hat seinen Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané energisch gegen Kritik verteidigt. "Ich finde das nicht verständlich. Er war extrem engagiert, er hat mich auf unserer Seite nie alleine gelassen, ist immer zurückgesprintet", sagte Kimmich am Dienstag im DFB-Camp in Winston-Salem.

Real-Wechsel? Mourinho von DFB-Star begeistert
Sané hatte beim 7:1 gegen Curacao zum WM-Auftakt zwei Großchancen vergeben. Ja, er habe "kein Tor gemacht, daran wirst du dann von außen immer gemessen. Wichtig ist, dass wir das intern als Mannschaft und mit dem Trainer nicht nur daran bemessen", betonte Kimmich. "Cool, wenn er jedes Spiel drei Tore macht, aber er hat auch andere Aufgaben. Das hat er sehr gut gemacht. Daher verstehe ich die Kritik nicht, schon gar nicht nach einem 7:1."
Deutscher ringt bei Meilenstein 15 Jahre Jüngeren nieder
Der deutsche Tennisspieler Yannick Hanfmann ist beim Rasenturniers im westfälischen Halle souverän ins Achtelfinale eingezogen. Der 34-Jährige gewann gegen den 15 Jahre jüngeren João Fonseca aus Brasilien mit 6:2, 6:2 und feierte damit seinen 100. Sieg auf der ATP-Tour. Hanfmann verwandelte seinen ersten Matchball gegen den Viertelfinalisten der French Open nach 1:06 Stunden. "Mein erster Sieg hier auf dem Centre Court, das bedeutet mir ganz schön viel", sagte der Karlsruher nach seinem Auftaktsieg in Halle.
Hanfmann war bereits in der vergangenen Woche in die Rasensaison gestartet. Am Weissenhof in Stuttgart schied der 34-Jährige im Achtelfinale aus. Gemeinsam mit Jan-Lennard Struff geht Hanfmann in Halle auch im Doppel an den Start. Das deutsche Duo hatte in Stuttgart das Turnier gewonnen. Eine Überraschung gab es in der ersten Partie des Tages: Alexander Bublik, der Turniersieger des Vorjahres, schied gegen den Qualifikanten Mattia Bellucci bereits in der ersten Runde aus. Der Kasache unterlag dem Italiener in zwei Sätzen mit 6:7 (6:8), 1:6.
Tuchel muss WM-Aus von Verteidiger verkraften
Kurz vor dem ersten Spiel gegen Kroatien am Mittwoch (22 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) hat Mitfavorit England einen personellen Rückschlag zu verkraften. Tino Livramento von Newcastle United fällt für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aus, das bestätigt der englische Fußballverband. Der 23 Jahre alte Verteidiger hat sich eine Muskelverletzung zugezogen und wird vom deutschen Trainer Thomas Tuchel durch Trevoh Chalobah vom FC Chelsea ersetzt.
Lange genug gewartet: WM-Einsatz für deutsche Schiedsrichter
Das Warten hat ein Ende - Felix Zwayer steht vor seiner WM-Premiere. Der 45 Jahre alte Schiedsrichter aus Berlin wurde vom Fußball-Weltverband FIFA für das Vorrundenspiel am Freitag (21 Uhr/ARD, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) zwischen Co-Gastgeber USA und Australien in Seattle angesetzt. Unterstützt wird WM-Neuling Zwayer von seinen Assistenten Robert Kempter und Christian Dietz. Als Vierte Offizielle fungiert die Mexikanerin Katia Garcia.
Zwayer ist als einziger deutscher Referee beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada dabei. Bastian Dankert wurde als Video-Assistent nominiert und war bei der Endrunde bereits im Einsatz. Die WM-Teilnahme ist Zwayers Karriere-Höhepunkt. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren durfte der Immobilienkaufmann vier Partien leiten. Darunter das Halbfinale zwischen England und den Niederlanden (2:1) in Dortmund.
USA schikanieren Uruguays WM-Elf bei Einreise
Für Uruguays Nationalelf wird die WM 2026 schon vor dem Anpfiff zum Albtraum. Nach einer chaotischen Anreise muss das Team in Miami eine außergewöhnliche Prozedur über sich ergehen lassen. Der Fußballverband des Landes vermutet dahinter eine gezielte Aktion.

USA schikanieren Uruguays WM-Elf bei Einreise
Deutscher Mediziner warnt: Zu heiß zum Spielen bei der WM
Mediziner Eckart von Hirschhausen hat vor den Auswirkungen der Hitze bei der WM gewarnt und die Grenzwerte des Fußball-Weltverbandes kritisiert. "Die FIFA sagt, man könne bis Hitzeschutz-Index 32 spielen. Das ist eine gefühlte Temperatur von 45 Grad. Die Ärzteschaft und die Spielergewerkschaft sagen, dass bei einer gefühlten Temperatur von 35 Grad Schluss sein muss", erklärte der Arzt und Moderator im Breakfast Club von MagentaTV.
Die Auswirkungen extremer Hitze auf die Leistungsfähigkeit seien enorm. "Studien zeigen: Schon ab 28 Grad sinkt die Leistungsfähigkeit. Nicht nur im Körperlichen - beim Rennen und im Muskel - sondern etwa auch die Passgenauigkeit", so von Hirschhausen, "unser Hirn ist der empfindlichste Körperteil für Hitze. Dass wir durchdrehen, wenn 40, 45 Grad auf unser Hirn brutzeln, ist ja klar." Es gebe sogar "Statistiken, dass man auch mehr Hassmails bei Hitze schreibt. Man dreht durch." Grundsätzlich finde in den USA, Mexiko und Kanada "mit Abstand die klimaschädlichste WM, die es jemals gegeben hat", statt. "14 von 16 Stadien sind hitzegefährdet."
Nouripour über Iran: "Es gibt Spieler, die hasst man"
Die iranischen Fußballer bringen ihr mit Spannung erwartetes Auftaktspiel gegen Neuseeland in Los Angeles hinter sich und spielen 2:2. Das Leistungsvermögen der Iraner im Turnierverlauf ist selbst für Omid Nouripour "eine Wundertüte". Der Grünen-Politiker mit iranischen Wurzeln meint: Die Vorbereitung "war komplett zerrupft".
Vogts spöttelt über deutschen WM-Auftakt
Für Ex-Bundestrainer Berti Vogts war der berauschende WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curacao (7:1) nicht mehr als ein Trainingskick. "Ich muss es leider so hart sagen: Ein solches Spiel trägt zwar das Siegel WM, aber es war kein echtes WM-Spiel", schrieb Vogts in seiner WM-Kolumne für die Rheinische Post.
Für ihn, betonte der 79-Jährige, belege dieses Ergebnis, "dass es wichtig ist, den Wahnsinn einer solch aufgeblähten WM zu überdenken. Man tut niemandem einen Gefallen damit." Das sensationelle 0:0 von Kap Verde gegen Spanien am Montag widerspricht seiner These, davon wusste Vogts beim Verfassen allerdings noch nichts.
US-Visum eines iranischen Nationalspielers abgelaufen
Das US-Visum des iranischen Fußball-Nationalspielers Mehdi Torabi ist nach dem 2:2 (1:1) beim WM-Auftakt gegen Neuseeland abgelaufen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Demnach soll der Flügelspieler nur ein Visum für eine einmalige Einreise anstelle eines Mehrfachvisums, das anderen Spielern des Irans ausgestellt worden war, erhalten haben.
"Nach der Reise der Nationalmannschaft nach Los Angeles zum Spiel gegen Neuseeland und dem Ende dieser Partie ist Torabis Visum nun abgelaufen", teilte IRNA mit. Der iranische Fußballverband "hat Schritte unternommen, um ein neues Visum für Torabi zu erhalten, damit er die Nationalmannschaft bei ihren kommenden Spielen begleiten kann". Laut der Nachrichtenagentur waren nach dem Spiel "alle Mitglieder der Nationalmannschaft an Bord des Flugzeugs", das von den Vereinigten Staaten nach Mexiko flog.
Real-Entscheidung um Rüdiger ist gefallen
Bei der Fußball-WM ist Antonio Rüdiger in der deutschen Nationalmannschaft nur noch zweite Wahl - bei Real Madrid allerdings bleibt er das Fundament der Abwehr. Der spanische Rekordmeister verkündete die Verlängerung des Ende des Monats auslaufenden Vertrages mit dem 33-Jährigen um ein Jahr bis 2027.
Für Real hat Rüdiger in der vergangenen Saison wegen Verletzungen nur 18 Ligaspiele absolviert, aber war er fit, dann war er auch gesetzt. Anders sieht es bei Bundestrainer Julian Nagelsmann aus: Rüdiger, 83-maliger Nationalspieler, ist beim DFB-Team erster Ersatz für die Stamm-Innenverteidiger Jonathan Tah (Bayern München) und Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund). Gegen Curacao (7:1) zum WM-Auftakt wurde er in der 73. Minute eingewechselt.
Irans verbannter Stürmer beugt sich nicht dem Regime
Sportlich wäre Stürmer Sardar Azmoun wohl in Irans WM-Kader dabei gewesen, doch ein Foto mit dem Premierminister der Emirate im März wird ihm zum Verhängnis. Für das Regime in Teheran dürfte das Foto eine Provokation gewesen sein. WM-Expertin Tabea Kemme stellt fest: Der Ex-Leverkusener steht weiter zu sich selbst.
Ex-Frankfurt-Trainer Toppmöller hat neuen Job
Neuer Job für den ehemaligen Frankfurt-Coach Dino Toppmöller: Wie der RC Lens am Dienstag bestätigte, übernimmt der 45-Jährige zur neuen Saison beim französischen Vizemeister. Toppmöller unterschrieb einen Zweijahresvertrag.
Toppmöller hatte in französischen Medien schon seit Längerem als Favorit auf die Nachfolge von Pierre Sage gegolten. Sage wiederum wechselt zu Crystal Palace, wo er den Österreicher Oliver Glasner ablöst. Glasner war bei Eintracht Frankfurt einst der Vorgänger von Toppmöller gewesen.
Spanien-Blamage ist für Rangnick eine Warnung
Das Favoriten-Stolpern bei der Fußball-WM ist für die Österreicher vor dem Spiel gegen Außenseiter Jordanien ein zusätzliches Zeichen zur Vorsicht. "Das zeigt einfach nochmal, wie man auf der Hut sein muss, von Anfang an", sagte Teamchef Ralf Rangnick.
Auch ohne die überraschenden Resultate hätte er seiner Mannschaft aber vertraut, den Gegner aus dem arabischen Königreich nicht zu unterschätzen. "Es gibt niemanden bei uns, der das Spiel auf die leichte Schulter nimmt", sagte der 67-Jährige. Man wisse, dass man auf einen "richtig unangenehmen Gegner" treffe.
Ausgerechnet Spanien wird bei Weltmeisterschaften immer schlechter
Vozinha. Der Name des 40 Jahren Torwarts von Kap Verde wird den spanischen Fußballern vermutlich noch in Albträumen bewegen. Ein einziger Albtraum ist auch die spanische WM-Bilanz seit dem Triumph 2010 in Südafrika. Das blamable 0:0 gegen Kap Verde bedeutet, dass Spanien nur drei seiner zwölf WM-Spiele seit dem Titelgewinn in Südafrika gewonnen hat. 2014? Vorrundenaus als Titelverteidiger in Brasilien. 2018? Im Achtelfinale überraschend an Gastgeber Russland gescheitert. 2022? Im Achtelfinale überraschend an Marokko gescheitert.
In diesem Zeitraum gab es nur drei Siege gegen Australien, den Iran und Costa Rica. Gegenüber stehen unter anderem eine 1:5-Klatsche gegen die Niederlande 2014, eine peinliche Pleite gegen Chile und eine Niederlage gegen Japan. In den verbleibenden Gruppenspielen gegen Saudi-Arabien und Uruguay steht der amtierende Europameister schwer unter Druck.
In der heutigen Podcastfolge von "ntv Sport" auch das politischste Spiel der bisherigen WM, die Auftaktpartie des Iran gegen Neuseeland, im Mittelpunkt. Außerdem Thema: Titelverteidiger Argentinien vor dem ersten Spiel gegen Algerien und Österreich vor dem WM-Comeback nach 28 Jahren, morgen früh gegen Jordanien.
ntv Sport - der WM-Podcast
"ntv Sport - der WM-Podcast" ist das tägliche Audio-Briefing zur Fußball-WM. Das Format bringt die wichtigsten Entwicklungen der WM-Nacht, alle Ergebnisse, zentrale Stimmen und aktuelle Reporter-Informationen jeden Morgen schnell, klar und relevant auf den Punkt.
Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, RTL+, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.
Mit dem Scooter ins Feld: Ältere Dame löst üblen Crash bei Radrennen aus
Bei der Trofeo Saarland ist es am Sonntag zu einem schweren Unfall gekommen. Auf der vierten Etappe fuhr eine ältere Frau mit einem Senioren-Scooter auf die Strecke. Mehrere Radfahrer kollidierten mit dem Fahrzeug.

Übler Crash: Seniorin auf Scooter rollt in Radrennen
"Desaster": Irans Kapitän schäumt vor Wut
Spiel vorbei, und sofort wieder raus aus den USA: Die Nationalmannschaft des Iran hat nach dem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland in Los Angeles noch am selben Abend wieder die Rückreise ins Trainingscamp im mexikanischen Tijuana antreten müssen. Dabei sei, wie Mannschaftskapitän Mehdi Taremi nach dem Spiel erbost berichtete, für Dienstagvormittag zunächst noch ein Regenerationstraining vorgesehen gewesen, "und erst dann sollten wir nach Tijuana aufbrechen".
Stattdessen wurden die Iraner zur sofortigen Abreise aufgefordert. "Das ist nicht für uns und den Fußball", ereiferte sich Taremi. Ohnehin seien die Gesamtumstände ein "Desaster", ergänzte er: "Wir haben unser Medienteam nicht, wir haben unseren Verbandspräsidenten nicht, auch Teile vom Staff, die so wichtig sind für uns." Bei einer WM aber müsse man sich gut auf das nächste Spiel vorbereiten können. Taremi beklagte die fehlende Unterstützung seiner Mannschaft, auch von Seiten des Weltverbandes
Zahlen explodieren: Kap Verdes WM-Held wird zum Social-Media-Star
Er ist 40 Jahre alt, WM-Debütant und steht im Tor von Fußball-Zwerg Kap Verde: Vozinha. Mit seinen Paraden brachte der Schlussmann die mit Stars gespickte Nationalmannschaft Spaniens beim 0:0 zum Auftakt der Weltmeisterschaft zur Verzweiflung.

Kap Verdes Held weint Tränen und wird zum Internet-Star
Zwangsabstieg: Tschechischer Pokalsieger bezahlt teuer für Spielmanipulation
Der tschechische Fußballverband (FACR) hat wegen eines Spielmanipulationsskandals hart durchgegriffen und Pokalsieger MFK Karvina aus der ersten Liga verbannt. Der Klub aus dem östlichsten Winkel des Landes muss zudem 414.000 Euro Strafe zahlen. Ob der Klub trotz der drakonischen Bestrafung in der Liga weiterhin an der letzten Qualifikationsrunde der Europa League teilnehmen darf, liegt im Ermessen der UEFA.
Die tschechische Polizei hatte Ende März Anklage erhoben gegen 32 Personen im Zuge der größten Spielmanipulationsrazzia in der Geschichte des Landes. Der Disziplinarverstoß wurde im Zusammenhang mit Abstiegsspielen begangen, das Urteil betrifft drei Spiele der höchsten Spielklasse im Jahr 2024.
Zurück nach 40 Jahren: Irak will Fußball-Welt "schocken"
Nationaltrainer Graham Arnold hat eine klare Mission: Die "fußballbesessenen" Menschen im Irak stolz machen und die WM als Underdog aufmischen. "Nur hier zu sein, reicht nicht", sagte der Australier vor dem ersten Gruppenspiel gegen Norwegen in der Nacht zu Mittwoch (0 Uhr MESZ/MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Foxborough. Das Ziel sei, "unsere beste Leistung abzurufen und zu versuchen, die Welt zu schocken."
Für den Irak ist es die Rückkehr auf die WM-Bühne nach 40 Jahren. Als 48. und damit letztes Team hatte sich Arnolds Mannschaft die Teilnahme an der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada gesichert. "Die letzten zwölf Monate, seit ich im Amt bin, waren hart, aber ich bin unglaublich stolz auf die Jungs, dass wir es bis hierher geschafft haben", betonte der langjährige Nationalcoach der Socceroos aus Australien.
Trotz FIFA-Verbots: Zahlreiche historische Flaggen des Iran wehen vor WM-Spiel
Trotz des Verbots der FIFA haben zahlreiche Fans beim WM-Spiel in Los Angeles die historische Flagge des Iran gezeigt. Im gigantischen SoFi Stadium waren schon weit vor Anpfiff der Partie gegen Neuseeland (3 Uhr MESZ/MagentaTV, ZDF und im Liveticker auf ntv.de) viele Fans mit der früheren iranischen Nationalflagge zu sehen, die bis zur Islamischen Revolution 1979 offiziell verwendet wurde. Sie enthält ein Löwen- und Sonnenmotiv und gilt heutzutage als Symbol der Opposition.
Vor dem Stadium gab es Proteste zahlreicher iranischer Anhänger gegen das Regime in Teheran. Im kalifornischen Süden lebt die größte iranische Gemeinde außerhalb des Iran. Die erste Partie der Iraner in den USA galt trotz des laut US-Präsident erreichten Friedensabkommen zwischen beiden Kriegsparteien als hochbrisant.
Der Oberste Gerichtshof des Bezirks Los Angeles hatte erst wenige Stunden vor dem Auftaktspiel des Team Melli entschieden, dass das Verbot der historischen Flagge bei der WM bestehen bleibt. Der Fall war nach einer kurzfristigen Klage des "Institute for Voice of Liberty" sowie eines iranischen Fans vorgezogen worden, wie die New York Times berichtete.
Spaniens Blamage kostet Zocker 1 Million Dollar - und ein anderer gewinnt viele Millionen
Alles auf Rot? Das ging diesmal schief! Ein Sportwetten-Fan hat wegen Spaniens Patzer im Auftaktspiel der Fußball-WM eine Million US-Dollar verloren. Wie der englische Telegraph meldet, hatte die Person den Betrag, der rund 863.000 Euro entspricht, auf einen Sieg der "Furia Roja" am Montag gegen den krassen Außenseiter Kap Verde gesetzt. Da der Turnierneuling dem Europameister jedoch ein 0:0 abtrotzte, war die Million futsch.
Die Wette sei laut Telegraph auf der US-amerikanischen Plattform Polymarket platziert worden und hätte dem Wettenden umgerechnet knapp 100.000 Euro eingebracht. Derweil habe ein anderer Nutzer 400.000 US-Dollar (rund 345.000 Euro) darauf gesetzt, dass Spanien nicht gewinnt, und damit satte 4,7 Millionen Dollar (rund 4 Millionen Euro) eingestrichen.
Spanien gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Gegen Kap Verde, den 67. der Weltrangliste, tat sich das Team um Superstar Lamine Yamal jedoch enorm schwer und scheiterte mehrfach an Vozinha, dem überragenden Torwart der "Blauen Haie".







