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Diesmal hieß es: schnell, schneller, Daniel Ricciardo.
Diesmal hieß es: schnell, schneller, Daniel Ricciardo.(Foto: imago/LAT Photographic)
Mittwoch, 07. März 2018

F1-Tests nehmen Fahrt auf: Rekord für Red Bull, wieder Pech für McLaren

Am drittletzten Testtag für die neue Formel-1-Saison purzeln die Bestzeiten. Schnellster ist Daniel Ricciardo im Red Bull, dahinter folgen die Silberpfeile und erst dann Ferrari-Star Sebastian Vettel. Der Sorgen-Bolide von McLaren hat die nächste Panne.

Am zweiten Tag der zweiten Formel-1-Testwoche haben die Top-Teams ihre Karten ein Stück weit gelüftet. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo erzielte in 1:18,047 Minuten nicht nur die bislang schnellste Runde der Tests, sondern stellte auch einen Rundenrekord auf dem Circuit de Catalunya auf. Ihm folgten Weltmeister Lewis Hamilton (England) in 1:18,400 und der Finne Valtteri Bottas (beide Mercedes) in 1:18,560 Minuten. Vize-Champion Sebastian Vettel (1:19,541) absolvierte als Teilzeit-Ersatzmann im Ferrari 66 Runden und wurde Tagesvierter.

Sebastian Vettel vertrat zunächst seinen erkrankten Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen.
Sebastian Vettel vertrat zunächst seinen erkrankten Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen.(Foto: imago/Action Plus)

Der Australier Ricciardo und Bottas waren bei ihren Top-Runden allerdings auf dem Hypersoft unterwegs, der weichsten Reifenmischung. Hamilton wählte den etwas härteren Ultrasoft, Vettel den nochmals um zwei Stufen härteren Soft. Bei fast allen Teams stand das Absolvieren von Rennsimulationen im Fokus. Der viermalige Weltmeister Vettel war kurzfristig in den Ferrari SF71H gestiegen, nachdem sich sein Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) am Mittwochmorgen zunächst unwohl gefühlt hatte. Planmäßig wäre Vettel erst am Donnerstag an der Reihe gewesen. Gegen 14 Uhr übergab er den Ferrari doch noch an Räikkönen. Der Finne drehte 49 Runden, mit seiner besten (1:20.242) landete er auf Rang neun.

Auch Renault betrieb wieder Job-Sharing: Nico Hülkenberg übernahm den RS18 zur Halbzeit des Testtages vom Spanier Carlos Sainz junior. Der 30-Jährige schaffte anschließend 102 Runden und belegte mit einer Zeit von 1:20,758 Minuten Rang elf im Tagesklassement.

Die Piloten fanden strahlenden Sonnenschein vor, der Asphalt erwärmte sich am Mittag auf mehr als 35 Grad. Die Prognosen für die nächsten Tage sind ähnlich günstig. Der zweite Teil der Testfahrten endet am Freitag. Die neue Saison startet am 25. März in Melbourne (7.10 Uhr MESZ/RTL).

Beeindruckend ist weiterhin die allgemeine Standfestigkeit der neuen Boliden. Große Ausnahme: McLaren, der das Sorgenkind unter den Formel-1-Autos bleibt. Wegen eines Öl-Lecks musste Ex-Weltmeister Fernando Alonso am Morgen nach zwei Stunden eine längere Zwangspause einlegen. Alonso reagierte mit bekanntem Zynismus: "Heute eine frühe Mittagspause", twitterte der Spanier. Am Dienstag hatte sein belgischer Teamkollege Stoffel Vandoorne erheblich mit Batterie-Problemen zu kämpfen gehabt, gleich zum Teststart in der vergangenen Woche war Alonso mit dem Auto abgeflogen. Insgesamt hatte das einstige Weltmeisterteam bereits fünf Defekte an den bisherigen sechs Testtagen zu beklagen.

Quelle: n-tv.de