Formel1

Virtual F1: Schumacher wird 13. Späte Strafe für Leclerc verzückt Russell

Die Formel 1 setzt in der Corona-Krise auf virtuelle Rennen. Beim Großen Preis von Spanien siegt mit George Russell ein Pilot, der sonst weit hinten im Feld fährt. Er setzt unter kuriosen Umständen durch, während David Schumacher hadert.

Williams-Pilot George Russell hat zum ersten Mal ein Rennen in der virtuellen Formel-1-Serie gewonnen. Der 22 Jahre alte Brite siegte auf dem simulierten Kurs von Barcelona nach einem engen Duell mit Charles Leclerc. Bis kurz vor Schluss hatte es nach einem weiteren Sieg für den Ferrari-Star ausgesehen, nachdem Russell eine Zeitstrafe wegen verbotener Fahrweise kassiert hatte. Doch in der vorletzten der 33 Runden auf dem Circuit de Catalunya erhielt auch der Ferrari-Fahrer eine Drei-Sekunden-Strafe und musste sich mit Rang zwei begnügen.

"Ich bin dieses Gewinnen nicht gewohnt", sagte Russell in einer Telefonschalte direkt nach dem Rennen und lachte. In der vergangenen Formel-1-Saison war er im unterlegenen Williams meist chancenlos. Aus Freude über seinen virtuellen Sieg habe er sich "fast in die Hose gemacht", sagte Russell.

Schumacher dreht sich früh

Die virtuelle Rennserie soll den Formel-1-Fans in der Corona-Pause etwas Unterhaltung bieten. Gefahren wird immer an den Sonntagen, an denen laut Rennplan ein Grand Prix stattgefunden hätte. Mehrere der aktuellen Piloten sind dabei, diesmal neben Leclerc und Russell auch Alex Albon, Antonio Giovinazzi, Nicholas Latifi und Lando Norris. Wobei Norris mehr und mehr zum Running Gag des Formats verkommt, weil seine Technik ihn wiederholt im Stich ließ.

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David Schumacher ging für Racing Point an den Start.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Aber auch Fahrer aus anderen Serien gehen an den Start, so etwa der Deutsche David Schumacher. Der 19 Jahre alte Sohn von Ralf Schumacher und Neffe von Rekordweltmeister Michael Schumacher musste sich derweil mit Rang 13 zufriedengeben. "Ich habe mich leider gedreht. Wahrscheinlich, weil die Reifen noch kalt waren", sagte Schumacher bei RTL.de zu einer - aus seiner Sicht - entscheidenden Szene in der Anfangsphase.

Auch prominente Fußballprofis waren wieder als Gaststarter dabei. Der Belgier Thibaut Courtois, Torwart von Real Madrid, belegte Rang zwölf. Manchester-City-Stürmer Sergio Agüero kam als 14. ins Ziel.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa