Formel1

"Die Tür ist zu" zur Formel 1"Unnötig": Ralf Schumacher versteht Mick Schumacher nicht

27.02.2026, 06:39 Uhr
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Mick Schumacher startet in ein neues Motorsport-Abenteuer in der IndyCar-Serie. Für seinen Onkel Ralf Schumacher ist das die falsche Entscheidung. Er glaubt, dass sich der junge Rennfahrer damit seine Formel-1-Karriere kaputt gemacht hat.

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hält den Wechsel seines Neffen Mick in die IndyCar-Serie für "unnötig". "Für mich stellt sich die Nutzen-Risiko-Frage", sagte er in einer Sky-Presserunde über den Schritt des 26-Jährigen in die USA: "Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Durchschnittsgeschwindigkeiten von 360 Kilometern pro Stunde gefährlicher sind als normale Formel-1-Rennen."

Ohnehin hätte er Mick lieber weiter bei Alpine bei der Langstrecken-WM oder gar in der Formel 1 gesehen, aber "mit diesem Schritt ist diese Tür auch zu. Es kommen ja auch immer neue Talente nach", sagte der 50-Jährige - auch wenn sein Neffe "einen Platz in der Formel 1 verdient" hätte. "Wenn ich den einen oder anderen sehe, da ist Mick definitiv besser", sagte Schumacher über den ehemaligen Haas-Piloten. Seine Premiere in der IndyCar-Serie feiert Mick Schumacher am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) auf dem Stadtkurs von St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida.

Generell sieht der Sky-Experte derzeit wenig Perspektive für den deutschen Nachwuchs in der Motorsport-Königsklasse: "Wir werden in absehbarer Zukunft keine Formel-1-Fahrer haben, es sei denn, jemand hat Geld genug und schafft es, in Italien Kart zu fahren, so wie die meisten", sagte der ehemalige Williams-Pilot. Der deutsche Motorsport habe sich "selbst abgeschafft, angefangen beim Naturschutz bis hin dazu, dass wir keine Kartbahnen mehr genehmigt bekommen oder weiterbetreiben durften", so Schumacher.

Mit Nico Hülkenberg bei Audi ist aktuell nur noch ein deutscher Stammfahrer in der Königsklasse des Motorsports vertreten. Einen Grand Prix in Deutschland gab es zuletzt 2020 auf dem Nürburgring - allerdings lediglich als Corona-Ersatzveranstaltung.

Mick Schumacher fuhr in den Jahren 2021 und 2022 in der Formel 1. Nach einem Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes absolvierte er zwei Jahre für Alpine in der Langstrecken-WM, wo er auch am Klassiker 24 Stunden von Le Mans teilnahm. Nun folgt der Neustart.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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