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Mick Schumacher fährt mitTrump kündigt großes Autorennen durch Washington an

30.01.2026, 23:55 Uhr
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Rennwagen der Indycar-Serie fahren mit über 300 Kilometern pro Stunde durch die Straßen und über eigens angelegte Rennstrecken. (Foto: IMAGO/SOPA Images/Jon Putman)

Das gab es noch nie: Die Straßen in der US-Hauptstadt Washington sollen zur Rennstrecke werden. Präsident Trump unterschreibt einen Erlass, der das ermöglichen soll. Bürgermeisterin Bowser soll bis zum August die Straßen instand setzen.

US-Präsident Donald Trump veranstaltet ein Autorennen mitten in Washington. Mit dem "Freedom 250 Grand Prix" der Rennserie Indycar im August solle der 250. Geburtstag der USA gefeiert werden, sagte Trump im Weißen Haus. Der Eintritt werde "für das amerikanische Volk kostenlos sein", sagte Verkehrsminister Sean Duffy.

Die Indycar-Serie ist so etwas wie die amerikanische Version der Formel 1. Die Strecke wurde zunächst nicht bekanntgegeben - aber Duffy und Trump signalisierten, dass sie mitten durchs Herz der US-Hauptstadt führen werde. Es "wird verrückt", wenn die Rennwagen mit 190 Meilen pro Stunde (entspricht etwa 306 Kilometern pro Stunde) über die Pennsylvania Avenue düsen, kündigte Duffy an. Die breite Pennsylvania Avenue verbindet unter anderem das Kapitol und das Weiße Haus. "Freiheit, Amerika, Geschwindigkeit und Straßenrennen - amerikanischer geht es nicht", schwärmte der Verkehrsminister.

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Auf der Pennsylvania Avenue hat Red Bull schon mal einen Boliden präsentiert. Ein richtiges Rennen gab es aber noch nie auf Washingtons Straßen. (Foto: AP Photo/Jose Luis Magana)

In Trumps Erlass zu dem Rennen steht, dass es in der Nähe der National Mall stattfinden werde - dem langen Grünstreifen mit bekannten Wahrzeichen wie der Säule des Washington-Monuments. Das Verkehrs- und das Innenministerium sollen eine Route ausarbeiten, die die bekannten Denkmäler zeige, ordnete der Präsident an. Unter anderem Bürgermeisterin Muriel Bowser solle dafür sorgen, dass Straßen und Brücken dem Rennen standhalten können. Die Verkehrswege in Washington sind für zahlreiche Schlaglöcher bekannt. Im Netz wurde gespottet, das Rennen sei nur ein Vorwand, um sie zu reparieren.

Mick Schumacher bei Rennen am Start

Es wird das erste Rennen in der US-Hauptstadt. In den USA veranstaltet die Formel 1 seit einigen Jahren bereits ein Straßenrennen in Las Vegas. Weitere Formel-1-Grands-Prix in den Vereinigten Staaten finden auf Rennstrecken in Miami und Austin statt.

In der Indycar-Serie fährt ab dieser Saison auch Mick Schumacher. Der 26 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher tritt in diesem Jahr für das Team Rahal Letterman Lanigan Racing an. Mick Schumacher hofft in den USA noch mal auf einen Neustart seiner Motorsport-Karriere. Er war nach Gesamtsiegen in den Nachwuchsserien Formel 3 und Formel 2 in den Jahren 2021 und 2022 für das amerikanische Haas-Team in der Motorsport-Königsklasse Formel 1 gefahren. Nach den beiden Jahren hatte er aber keinen neuen Vertrag als Stammfahrer bekommen.

Trump bekam zuletzt in Umfragen schlechte Werte für die Lage der Wirtschaft. Er hatte im Wahlkampf unter anderem versprochen, die Preise stark zu senken. In den USA stehen im November Parlamentswahlen an - und wenn die Demokraten Trumps Republikanern die Mehrheiten in Senat und Abgeordnetenhaus abnehmen sollten, könnten sie die Handlungsfreiheit des Präsidenten einschränken.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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