Fußball-EM

Auch Benzema trifft zweimal Ronaldos Doppelpack bringt Portugal weiter

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Cristiano Ronaldo machte einmal mehr den Unterschied.

(Foto: Pool via REUTERS)

Vier Tore, drei Elfmeter, zwei Schützen: Im letzten Vorrundenspiel der EM-Gruppe F trennen sich Frankreich und Portugal unentschieden. Benzema auf der einen und Ronaldo auf der anderen Seite erzielen die Treffer. Der Portugiese stellt damit gleich zwei Rekorde ein.

Cristiano Ronaldo stapfte nach seinem Weltrekord abgekämpft zu den Fans, die Zitterpartie war dem Superstar noch immer ins Gesicht geschrieben: Dank eines Doppelpacks des Superstars hat Titelverteidiger Portugal mit einem hart erkämpften 2:2 (1:1) gegen Weltmeister Frankreich mit Ach und Krach das Achtelfinale der EM erreicht. Bis kurz vor Schluss drohte Ronaldo und Co. an einem spannenden Abend das Aus.

Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo (31./60.) traf vor 55.000 Fans in Budapest zweimal per Elfmeter. Damit sorgte CR7 für neue Fabelzahlen: Der EM-Rekordtorschütze steht jetzt bei fünf Turniertreffern und 14 Toren bei EURO-Endrunden insgesamt. Vor allem aber stellte der 36-Jährige mit jetzt 109 Länderspiel-Toren den Weltrekord des Iraners Ali Daei ein.

Rückkehrer Karim Benzema hatte mit einem umstrittenen Strafstoß (45.+2) und einem Flachschuss (48.) die Franzosen zwischenzeitlich in Führung und Portugal in arge Nöte gebracht. Für den Stürmer von Real Madrid, der wegen eines Sextape-Skandals lange keine Rolle im Nationalteam gespielt hatte, waren es die ersten Tore für Frankreich seit 2085 Tagen. "Ich spüre viel Freude, viel Stolz", sagte Benzema bei beIN Sport: "Ich glaube, alle haben darauf gewartet. Es lag aus dem ganzen Land etwas Druck auf mir. Aber ich bin Fußballspieler, ein Profi, ich brauche diesen Druck."

Weiter geht es für Ronaldo und Co. am Sonntag in Sevilla gegen Belgien. Gruppensieger Frankreich bekommt es am Montag in Bukarest mit der Schweiz zu tun.

Santos krempelt Startelf nach Deutschland-Schlappe um

Portugals Devise lautete von Beginn an, eine Niederlage und damit ein Zittern bis zum Schluss unter allen Umständen zu verhindern. Entsprechend mutig gingen Ronaldo und Co. in den ersten Minute zu Werke und störten die Stars der Equipe Tricolore im Mittelfeld durchaus aggressiv. Ein Kopfball von Ronaldo (6.) sorgte erstmals für etwas Gefahr in der intensiven und flotten Partie.

Vier Tage nach dem deutlichen 2:4 gegen Deutschland krempelte Nationaltrainer Fernando Santos seine Startelf für das große Ziel noch einmal um. Der Ex-Münchner Renato Sanches und Joao Moutinho kamen von Beginn an zum Einsatz, der zuletzt enttäuschende Bruno Fernandes musste ebenso wie William Carvalho weichen.

Als die Nachricht vom frühen Rückstand der deutschen Mannschaft gegen Ungarn die Runde machte, wurde es erstmals laut im voll besetzten Stadion. Doch während die vielen Ungarn auf den Tribünen feierten, wurden die Portugiesen auf dem Rasen nervös. Schlussmann Patricio verhinderte mit einer Glanzparade gegen Mbappé (16.) einen frühen Rückstand.

Als die Franzosen gerade besser in die Begegnung kamen, ging Portugal in Führung. Frankreichs Torhüter Hugo Lloris verfehlte bei einer Freistoßflanke den Ball und erwischte stattdessen mit seiner Faust Danilo Pereira. Ronaldo verwandelte den fälligen Elfmeter kraftvoll ins linke Eck.

Klose-Rekord egalisiert

Kurz vor der Pause lief Mbappé dann in Nelson Semedo und fiel etwas ungelenk - der Spanier Antonio Mateu Lahoz zeigte überraschend auf den Punkt. Benzema nahm das Geschenk an und traf erstmals seit dem 8. Oktober 2015 für sein Land. Kurz nach der Pause legte der Stürmer sogar das 2:1 nach.

Weil Deutschland weiter in Rückstand lag, war Portugal zu diesem Zeitpunkt ausgeschieden. Erst ein verwandelter Handelfmeter von Ronaldo brachte die Iberer zurück ins Turnier. Der Star von Juventus Turin ist damit der erste Fußballer, der bei Welt- und Europameisterschaften insgesamt 21 Tore erzielte - zwei mehr als Miroslav Klose. In der spannenden Schlussphase drohte Portugal weiter die Niederlage und das Aus, Patricio verhinderte mit zwei Glanzparaden (67.) den Rückstand. Am Ende reichte es aber.

Quelle: ntv.de, fzö/sid

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