Fußball-WM

"Schwerwiegender Verstoß"Ärger wegen Trump: Verband unterstützt Beschwerde gegen FIFA-Boss

27.04.2026, 15:52 Uhr
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FIFA-Präsident Gianni Infantino beschenkt US-Präsident Donald Trump mit einem Friedenspreis. Die Verwunderung darüber ist sogar innerhalb des Weltverbandes groß. Nun soll sich der FIFA-Boss erklären.

Der norwegische Fußballverband um Präsidentin Lise Klaveness stellt sich hinter eine Beschwerde der Menschenrechtsorganisation FairSquare gegen Gianni Infantino. "Wir haben das in der Vorstandssitzung behandelt. Wir sind der Ansicht, dass wir dies unterstützen werden, und wir werden ein Schreiben an die FIFA senden und die Ethikkommission bitten, diese Beschwerde zu prüfen", sagte Klaveness gegenüber der Presse.

Hintergrund ist der neu eingeführte sogenannte Friedenspreis, den Infantino im Rahmen der WM-Auslosung im Dezember 2025 an US-Präsident Donald Trump verliehen hatte. Dem mächtigen FIFA-Boss wird vorgeworfen, dass er damit gegen die Regeln der politischen Neutralität verstoßen habe. FairSquare hatte kurz nach der Preisverleihung eine offizielle Beschwerde bei der Ethikkommission der FIFA eingereicht - und erhält nun Unterstützung.

"Keine Legitimität"

"Es geht darum, dass die FIFA durch ihren Präsidenten gegen die Regeln der politischen Neutralität verstoßen hat, indem sie diesen Friedenspreis verliehen hat. Wir bitten die Ethikkommission, dies zu prüfen", sagte Klaveness. Der norwegische Verband stehe der generellen Einführung dieses Friedenspreises "kritisch gegenüber. Er hatte keine Verankerung im FIFA-Kongress. Er hat keine Legitimität und liegt eindeutig außerhalb des Mandats der FIFA. Es ist ein schwerwiegender Verstoß, dass ein politischer Preis ohne Verankerung eingeführt wird."

Laut "The Athletic" waren selbst die anderen Vorstandsmitglieder der FIFA völlig überrascht worden von der Verleihung dieses Preises, die Jurymitglieder sind nicht bekannt. FairSquare verweist auf Artikel 15 des FIFA-Ethikkodexes. Die Bestimmung verlangt, dass alle FIFA-Funktionäre gegenüber Behörden, Organisationen und politischen Gruppierungen "politisch neutral bleiben". Verstöße können sowohl mit Geldstrafen als auch mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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