Fußball-WM

"Was noch fehlt ..." In DFB-Star Jamal Musiala schwelt ein großer Kampf

28.05.2026, 10:27 Uhr
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Jamal Musiala soll die DFB-Elf bei der WM zum Titel schießen. (Foto: picture alliance / osnapix / Marcus Hirnschal)

Dieser Zauberfuß kann aus einer guten Nationalelf eine sehr gute machen: Auf Jamal Musiala lasten riesige Hoffnungen. Kann er sie erfüllen? Der DFB-Star ringt immer noch um seine Form - und die deutsche Offensive findet kaum Zeit zum Einspielen.

Im offiziellen WM-Song von Pop-Ikone Shakira verspricht Jamal Musiala, er sei "bereit". Doch die lang ersehnte Rückkehr des Zauberfußes in den Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird von großen Zweifeln begleitet. Über allem steht die Frage: Kann Musiala die riesigen Erwartungen auf der großen Weltbühne erfüllen?

"Ich weiß, es sind noch Schritte nach vorne, die ich machen kann, was noch fehlt von letzter Saison", bekannte der 23-Jährige, der die DFB-Elf in der Tradition des großen "Zehners" Lothar Matthäus zum fünften Stern schießen soll. Doch angesichts der Horror-Verletzung bei der Klub-WM 2025 sei er schon "sehr, sehr zufrieden" mit dem Stand.

Bei 100 Prozent, das zeigte nicht zuletzt das Pokalfinale mit dem FC Bayern gegen Stuttgart (3:0), ist Musiala aber längst noch nicht. Muss er auch nicht sein, betonte Julian Nagelsmann. "Wenn er mit 70 Prozent spielt, ist er trotzdem besser als viele andere auf der Welt", sagte der Bundestrainer, "weil er einfach ein außergewöhnlich guter Spieler ist."

WM in USA sollte Musialas Turnier werden

Zum bislang letzten Mal konnte Musiala dies im DFB-Dress am 23. März 2025 in der Nations League gegen Italien (3:3) zeigen. Der viel gerühmte "Dreizack" mit ihm, Florian Wirtz und Kai Havertz stand letztmals am 19. November 2024 in Ungarn (1:1) auf dem Platz. Weil Havertz den ersten WM-Test am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) in Mainz gegen Finnland wegen des Endspiels in der Champions League verpasst, bleibt dem kongenialen Trio einzig die Generalprobe am 6. Juni in Chicago gegen die USA, um sich fürs Turnier zu finden.

Musiala hatte sich bei der völlig verkorksten WM 2022 mit 19 Jahren auf der Weltbühne vorgestellt, beim blamablen Vorrunden-Aus kam er in drei Spielen von Beginn an auf eine Vorlage. Die Endrunde 2026 in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) wurde damals schon als "seine" WM avisiert, der Bayern-Profi auch neben dem Platz zum Weltstar aufgebaut. Als "Superhero" in einer gemeinsamen Ausstellung mit Wirtz im Dortmunder Fußballmuseum, als Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin neben Ikonen wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo.

"Ich hoffe, ich kann noch viel machen, um meinen Wert neben den ganzen Stars zu zeigen", sagte er. Für die WM rief er selbstbewusst den Titel als "Traum" und Ziel aus. "Wir wollen das Land stolz machen", sagte er und lächelte sein schüchternes Buben-Lächeln.

Wann kommt "Magic Musiala"?

Doch noch im April führte die Fußball-Nation eine von Oliver Kahn angestoßene Debatte, ob es nicht besser sei, auf den formschwachen Regisseur zu verzichten. Bayern-Trainer Vincent Kompany beschwichtigte: Der "Magic Musiala" komme "zu 100 Prozent wieder". Für Nagelsmann kam ein Verzicht ohnehin nicht in Frage.

Er schwärmte von Musialas "unglaublicher Gabe, Situationen zu lösen", von dessen "Straßenkicker-Gen". Kapitän Joshua Kimmich sekundierte: "Er ist unfassbar wichtig, weil er Qualitäten mitbringt, die sehr besonders sind im Weltfußball."

Musiala hat sich verordnet, "nicht zu viel nach vorne" zu schauen und sich auf "die kleinen Schritte" zu konzentrieren. Auch Nagelsmann will seinen Ballmagneten "nicht extrem unter Druck" setzen: "Er ist nicht der, der alles alleine entscheiden muss" - auch wenn er es könnte. "Wenn Flo und Jamal gut funktionieren", sagte der Bundestrainer, "dann sind wir schon gut." Und wirklich: bereit.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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