Beim Vertrag verzockt

Atubolus Hängepartie endet mit ungewöhnlichem Kompromiss

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Noah Atubolu wird wohl innerhalb der Bundesliga wechseln. (Foto: picture alliance / Kirchner-Media)
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26.08.2026 | 17:25 Uhr
Für Torhüter Noah Atubolu erfüllt sich der Traum vom Spielen in der Premier League nicht. Nun gibt es für den 24-Jährigen beim SC Freiburg wohl ein spannendes Konstrukt: Er verlängert, um dann doch noch zu wechseln.

Ein möglicher Wechsel von Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt rückt offenbar näher. Der Schlussmann hat nach Sky- und "Kicker"-Informationen seinen ursprünglich nur noch bis 2027 laufenden Vertrag in Freiburg verlängert, um sich in diesem Sommer verleihen lassen zu können. Bei einem zum Saisonende auslaufenden Kontrakt wäre das nicht möglich gewesen.

"Was ich bestätigen kann, ist, dass das ein Modell sein kann für eine zukünftige Lösung", sagte SC-Trainer Julian Schuster, als er vor dem Playoff-Rückspiel der Conference League gegen den FC Motherwell (Donnerstag, 18.45 Uhr/SWR) auf die Berichte angesprochen wurde. "Natürlich kann man sich vorstellen: Je näher der Montag kommt, desto mehr Zug ist dann auch dahinter." Bis zum Ende der Transferphase werde es dann wohl "auch etwas anderes zu bestätigen geben", erklärte der Coach vor der Partie gegen die Schotten.

Mit dem Kompromiss wird zugleich aus Freiburger Sicht verhindert, dass Atubolu im kommenden Sommer ablösefrei wechseln kann. Der 24-Jährige hat seinen Wechselwunsch bei den SC-Bossen schon vor langer Zeit hinterlegt. Zunächst liebäugelte der Keeper mit einem Transfer in die englische Premier League, ein solcher kam aber nicht zustande.

Zetterer wird wohl nach England wechseln

Mittlerweile scheint die Eintracht das präferierte Ziel zu sein. Die Hessen hatten für die kommende Saison ursprünglich weiter mit dem Duo Kaua Santos und Michael Zetterer geplant. Doch beide konnten in der Vorbereitung - wie schon in der vergangenen Spielzeit - nicht restlos überzeugen. Zetterer wird inzwischen mit einem Wechsel zu Leeds United in Verbindung gebracht.

Die Frankfurter können auf dem Transfermarkt derzeit keine allzu großen finanziellen Sprünge machen. Eine Leihe mit anschließender Kaufoption oder Kaufpflicht bei Atubolu wäre demnach ein Modell, mit dem vermutlich alle Parteien gut leben könnten.

Auch Atubolu, der nach drei Jahren als Nummer eins bei den Freiburger Profis inzwischen durch Zwölf-Millionen-Euro-Einkauf Mio Backhaus von Werder Bremen ersetzt wurde. Für den es daher nach seinem angekündigten Abschied in Freiburg keine Verwendung mehr gibt. Und für den sich der Transfersommer zu einer in dieser Form sicher nicht erwarteten Hängepartie entwickelt hat.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa/sid