Fußball

Wegen Impf-Aussagen vom FCB-Boss BVB-Präsident verteidigt Rummenigge

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Karl-Heinz Rummenigge erhält Rückendeckung von Reinhard Rauball.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

Karl-Heinz Rummenigge muss viel Kritik einstecken nach seinen Impf-Aussagen. Nun springt ihm ausgerechnet Borussia Dortmunds Vereinspräsident Reinhard Rauball zur Seite, der sagt, der Bayern-Chef habe "kein Privileg für seine Mannschaft eingefordert". Generell findet Rauball Rummenigges Idee gut.

Borussia Dortmunds Vereinspräsident Reinhard Rauball hat Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge nach dessen kritisch beurteilten Aussagen zur Corona-Impfung von Profifußballern verteidigt. Er möchte in der Debatte "zur Versachlichung beitragen", sagte der 74-Jährige im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Er hat einen grundsätzlich nicht schlechten Gedanken ausgesprochen. Nämlich den, dass ein einzelner Fußballspieler als Galionsfigur irgendwann ein Vorbild sein könnte für Menschen, die nach wie vor große Sorge davor haben, sich impfen zu lassen."

Rummenigge hatte im "Sport1"-Interview gesagt, die Profis könnten in der Impf-Diskussion auch als Vorbilder dienen. "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters, ohne dabei eine Forderung nach bevorzugter Impfung für die Sportler auszusprechen.

"Er hat kein Privileg für seine Mannschaft eingefordert. Der Fußball will und wird niemandem den Impfstoff wegnehmen", sagte Rauball, einst auch Präsident der Deutschen Fußball Liga. "Zumal es jetzt erst mal darauf ankommt, dass genügend Impfstoff vorhanden ist." Auf die Nachfrage, ob Profis eher geimpft werden sollten, äußerte Rauball deutlich: "Nein. Und nochmals nein!"

In den Tagen nach seinen Aussagen wurde Rummenigge teils heftig kritisiert. Sportpolitikerin Dagmar Freitag etwa stellte die gute Absicht infrage und unterstellte dem Bayern-Boss Eigennutz. Wenn sie wohlwollend annehmen würde, dass es ihm darum gehe, die Impfbereitschaft zu erhöhen, wäre es vorbildlich, wenn der FC Bayern "einen Bruchteil seiner beträchtlichen Einnahmen eingesetzt hätte, um in Anzeigen und TV-Spots mit der Mannschaft für das Impfen zu werben", sagte die Vorsitzende des Bundestag-Sportausschusses gegenüber RTL/ntv. Am morgigen Samstag (23.00 Uhr) ist Rummenigge Gast im ZDF-Sportstudio und wird sich wohl auch zu der Kritik an seinen Aussagen stellen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa