Fußball

Deutlicher Sieg gegen Mainz Der FC Bayern zieht unbeeindruckt nach

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Torschützen unter sich: James Rodriguez (links) und Kingsley Coman.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem nie gefährdeten Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 zieht der FC Bayern nach Punkten mit der Dortmunder Borussia gleich. Und weil die Münchner das bessere Torverhältnis haben, stehen sie auch nach dem 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga an der Tabellenspitze.

Angeführt vom überragenden Dreifach-Torschützen James Rodriguez hat Bayern München die Enttäuschung über den ungewohnt frühen K.o. in der Champions League abgeschüttelt und mit einer Machtdemonstration wieder die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Die turmhoch überlegene Mannschaft von Trainer Niko Kovac zerlegte ihren hilflosen Sparringspartner FSV Mainz 05 beim 6:0 (3:0) nach allen Regeln der Fußball-Kunst und überflügelte damit wieder Titelrivale Borussia Dortmund.

Der Kolumbianer James war mit seinem ersten Bundesliga-Dreierpack (33., 51., 55.) der Garant für den sechsten Bayern-Sieg im deutschen Oberhaus hintereinander und wurde bei seiner Auswechslung mit stehenden Ovationen bedacht. Auch Torjäger Robert Lewandowski (3.) mit seinem 18. Saisontreffer, Kingsley Coman (39.) und Winterzugang Alphonso Davies (70.) ließen die Münchner vier Tage nach dem ernüchternden Achtelfinal-Aus in der Königsklasse gegen den FC Liverpool wieder jubeln. Für Mainz war es die höchste Saisonniederlage.

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Zeitreise: Vor 12 Jahren stand noch Jürgen Klopp in Mainz an der Seitenlinie. Doch auch damals gab es eine bedeutende Niederlage gegen die Bayern - 2:5.

Die Bayern waren vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena sofort bemüht, den jüngsten, schlechten Eindruck wegzuwischen. Mainz machte es ihnen aber auch leicht, stand viel tiefer als zuletzt Liverpool, attackierte deutlich später und weniger griffig. So ergaben sich früh gute Möglichkeiten für den Rekordmeister. Lewandowski traf kaum bedrängt nach Flanke von David Alaba per sehenswerter Direktabnahme zur Führung.

Dass Kovac, der auf Javi Martinez (Schädelprellung) und Serge Gnabry (Erkältung) verzichten musste, gleich fünf Wechsel vorgenommen hatte, machte sich nicht negativ bemerkbar - im Gegenteil: die Neuen wie der gegen Liverpool gesperrte Joshua Kimmich oder Coman brachten frischen Wind. Lewandowski (5.) hätte nach feinem Kimmich-Pass frei vor Torhüter Florian Müller erhöhen müssen, Coman traf den Pfosten (13.).

Bayern gibt nach Seitenwechsel weiter Gas

Doch dann schlichen sich ein paar Nachlässigkeiten ins Münchner Spiel ein, das phasenweise fast ein bisschen arrogant wirkte. Mainz wurde mutiger, kam auch zu Abschlüssen. Kaum zogen die Bayern das Tempo wieder an, erhöhte James allerdings nach Brustvorlage von Leon Goretzka auf 2:0. Als Karim Onisiwo kurz darauf im Mittelfeld den Ball an Thiago verlor und dieser den schnellen Coman schickte, der knallhart vollendete, war Mainz erledigt.

Das hielt die Bayern jedoch nicht davon ab, auch nach dem Seitenwechsel Gas zu geben. James stellte mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze auf 4:0, drei Mainzer standen Spalier. Und der 27-Jährige hatte noch nicht genug: Sein dritter Treffer nach Zuspiel von Thomas Müller, ein gefühlvoller Lupfer, war allein das Eintrittsgeld wert.

Kovac konnte sich jetzt sogar personelle Experimente leisten. Er brachte Davies, eigentlich ein Offensiver, zwischenzeitlich als Linksverteidiger. Der Kanadier traf trotzdem und Kovac schmunzelte an der Seitenlinie.

Quelle: n-tv.de, fzö/sid

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