Fußball

Schlimme Klatsche gegen Freiburg Der FC Schalke kann doch noch enttäuschen

imago1002162518h.jpg

Klaas-Jan Huntelaar und Amine Harit, designierte Absteiger.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Letzte Woche feiert der FC Schalke 04 seinen zweiten Saisonsieg, kurz redet man sogar von der Hoffnung aufs Wunder Klassenerhalt. Wenige Tage später folgt die Ernüchterung. Und die fällt nach einer von vorne bis hinten desaströsen Saison sogar nach enttäuschend aus.

SC Freiburg - FC Schalke 04 4:0 (2:0)

Die zarten Hoffnungen des FC Schalke 04 auf eine mögliche Wende im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga haben einen herben Dämpfer erhalten. Der abgeschlagene Tabellenletzte verlor am Samstag auch in der Höhe verdient mit 0:4 (0:2) beim SC Freiburg und ist vor dem drohenden Absturz in die Zweite Liga kaum noch zu retten. Lucas Höler (7. Minute), Roland Sallai (22./Foulelfmeter) und Christian Günter (50./74.) trafen für die Breisgauer. Die Gelsenkirchener, die gegen den FC Augsburg (1:0) vorige Woche ihren ersten Sieg seit mehr als drei Monaten gefeiert hatten, liegen weiter satte 13 Punkte hinter dem Relegationsplatz 16 - und das bei nur noch fünf ausstehenden Spielen.

Die Freiburger, die vier ihrer vorangegangenen fünf Partien verloren hatten, wahrten indes zumindest ihre kleine Chance auf eine Europapokalteilnahme. Vom Anpfiff weg waren die Gastgeber vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne darum bemüht, das kleine bisschen Euphorie, das die Schalker aus der Vorwoche mitgenommen hatten, wieder einzudämmen - und es gelang ihnen. Die Badener dominierten und ließen in der ersten Hälfte nicht einen Schalker Torschuss zu. Bei ihren Treffern profitierten sie aber auch von den Fehlern der Gäste. So ging dem frühen 1:0 ein miserabler Klärungsversuch von Schalkes Verteidiger Benjamin Stambouli voraus. Baptiste Santamaria nutzte den Platz auf der rechten Seite und gab den Ball scharf nach innen, am zweiten Pfosten versenkte Höler. Rund eine Viertelstunde später fuhr die Sturmhoffnung der Königsblauen, Klaas-Jan Huntelaar, im eigenen Strafraum gegen Sallai den Arm aus.

Schiedsrichter Tobias Reichel sah sich die Szene nach einem Hinweis des Video-Assistenten noch einmal an und entschied auf Elfmeter - Sallai traf flach und mittig zum 2:0. Nach weiteren Chancen durch Freiburgs ungarischen Top-Torschützen (8 Saisontreffer) und Ermedin Demirovic waren die extrem schwachen Schalker zumindest einmal vorne zu finden. Ein Dribbling von Amine Harit wurde wegen eines weiteren Fouls von Huntelaar vom Unparteiischen aber unterbrochen (35.). Mit dem 3:0 kurz nach der Pause war die einseitige Partie dann auch schon entschieden. Nach einem Ballverlust des Schalkers Suat Serdar bediente Sallai Günter - und der Kapitän schoss ins rechte untere Eck ein. Es war bereits das 74. Gegentor für die Schalker in dieser Saison.

Nummer 75 verhinderte Keeper Ralf Fährmann zunächst noch knapp, als er einen Freistoß von Jonathan Schmid über die Latte lenkte (55.). Bei einem weiteren Schuss von Günter war der Torhüter dann aber machtlos. Aus gut 20 Metern jagte Freiburgs Verteidiger den Ball hoch ins rechte Eck und schnürte so den Doppelpack. Schalke, das auswärts seit 25 Liga-Spielen sieglos ist, blieb auch in der zweiten Halbzeit weitgehend harmlos.

FC Augsburg - Arminia Bielefeld 0:0

In einem weitgehend unansehnlichen Duell haben der FC Augsburg und Arminia Bielefeld richtungsweisende Erfolge für den Kampf gegen den Abstieg verpasst. Nach einem torlosen Unentschieden verließen die Arminen am Samstag zwar den Relegationsrang, haben als 16. aber nur einen Zähler Vorsprung auf die wegen eines Corona-Ausbruchs spielfreie Hertha. Der FCA wäre bei einem Heimsieg der vorzeigen Rettung ganz nahe gewesen. Nach zuvor fünf Siegen in allen fünf Partien gegen Bielefeld verdiente sich das Team von Trainer Heiko Herrlich die drei Punkte aber nicht. Die Schwaben bleiben im Klassement sechs Zähler vor den Ostwestfalen.

1. FC Union Berlin - VfB Stuttgart 2:1 (2:0)

Mit dem ersten Sieg seiner Klub-Geschichte gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin den von Trainer Urs Fischer mutig ausgerufenen Europakurs bestätigt. Grischa Prömel (20. Minute) und Petar Musa (43.) mit seinem ersten Treffer sicherten den Eisernen im Stadion An der Alten Försterei den 2:1 (2:0)-Erfolg. Mit 43 Punkten verteidigte Union den siebten Tabellenplatz, der am Saisonende zur Teilnahme an der neuen Conference League berechtigen könnte.

Gegen den VfB hatte Union mit zwei Remis (2:2/0:0) in der Relegation 2019 zwar den Bundesliga-Aufstieg klargemacht, zu einem Sieg gegen den Schwaben reichte es bislang aber noch nie. Die Stuttgarter wurden trotz des Treffers von Philipp Förster (48.) mit der Niederlage an den bitteren Abstieg an gleicher Stelle erinnert und haben als Zehnter nach dem 29. Spieltag nun vier Punkte Rückstand auf Union und die internationale Zone.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.