Fußball

"Man muss mit uns rechnen" Dortmunds Watzke redet den FC Bayern stark

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Grüße aus dem Trainingslager: Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc. links, und Sebastian Kehl, rechts in der Sonne von Marbella.

(Foto: imago/Kirchner-Media)

Geht Herbstmeister Borussia Dortmund als Favorit in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga? Nicht doch, sagt Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer des BVB traut dem FC Bayern alles zu. "Ob es dann zu alter Stärke reicht, das weiß ich nicht."

Hans-Joachim Watzke sieht Herbstmeister Borussia Dortmund trotz des Sechs-Punkte-Vorsprungs nicht als ersten Anwärter auf den Meistertitel. "Favorit ist immer der FC Bayern. Da lasse ich mir nichts anderes einreden", sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten. Obwohl der BVB in diversen Umfragen zum Verlauf des Titelrennens vorn liegt, sieht Watzke die Münchner im Vorteil: "Wer sich wirtschaftlich in solchen Größenordnungen bewegt, der muss auch damit leben, immer die Favoritenrolle zu haben."

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Vater des Erfolgs: Trainer Lucien Favre.

(Foto: imago/Kirchner-Media)

Nach langer Dominanz der Münchner mit sechs Meistertiteln in Folge ist Watzke aber zuversichtlich, dass es an der Tabellenspitze in der am 18. Januar beginnenden Rückrunde nicht mehr so langweilig zugeht. "Für uns ist es viel wichtiger, dass wir Fußball-Deutschland gezeigt haben, dass man wieder mit uns rechnen muss. Dass wir der Liga Spannung zurückgegeben haben. In den vergangenen Jahren war ja im Prinzip Weihnachten schon klar, wer Deutscher Meister wird. Das hat eine gewisse Lähmungserscheinung ausgelöst."

Die positive Entwicklung der Mannschaft, die mit dem neuen Trainer Lucien Favre in der Hinrunde nur ein Spiel verlor und die Tabelle vor dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach anführt, sei "Segen und Fluch" zugleich. "Weil wir diese Entwicklung viel schneller durchlaufen haben, als wir uns das vorgestellt haben. Das führt dazu, dass die Erwartungshaltung sehr groß ist. Und dazu, dass wir jetzt sehen müssen, dass wir diese Erwartungshaltung in dieser Struktur, die ja noch jung und fragil ist, auch erfüllen können. Da sind wir ein bisschen die Getriebenen unseres schnellen Erfolgs."

"Wir können uns heute viel besser wehren"

Probleme wie in der vorigen Saison, als es der BVB nach starkem Saisonstart häufig an schwächelte, erwartet der Chef jedoch nicht: "Wir werden nicht total einbrechen. Ob wir aber noch einmal 42 Punkte holen, wie in der Hinrunde, das müssen wir sehen." Die jüngsten Ankündigungen aus München, den BVB jagen zu wollen, beunruhigen Watzke nicht: "Was sollen sie denn machen? Sollen sie sagen, dass sie nicht Meister werden wollen? Es ist völlig normal, dass sie Druck auf uns aufbauen wollen." Gleichwohl rechnet er mit einem "sehr starken FC Bayern. Ob es dann zu alter Stärke reicht, das weiß ich nicht."

Die Sorge, dass die finanzstärkeren Münchner erneut den Kader der Borussia durch das Abwerben von Leistungsträgern schwächen könnten, ist bei Watzke gering: "Man kann nichts ausschließen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist niedriger geworden. Wir können uns heute viel besser wehren als noch 2011 oder 2012." In den vergangenen Jahren waren Robert Lewandowski, Mats Hummels und der inzwischen wieder zurückgekehrte Mario Götze vom BVB nach München gewechselt.

Quelle: n-tv.de, Heinz Büse, dpa

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