Fußball

Verdacht des versuchten MordesErste Festnahme nach Krawallen in der 2. Bundesliga

28.01.2026, 20:06 Uhr
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Das Stadion in Magdeburg war Schauplatz seltsamer Gewalttaten. (Foto: IMAGO/Christian Schroedter)

Mit Gehwegplatten und Gullydeckeln gegen die Polizei: Nach den Krawallen in Magdeburg sitzt ein 29-Jähriger in U-Haft. Er wird des versuchten Mordes verdächtigt. Der Verein befindet sich noch in der Aufarbeitung der Gewalteskalation.

Nach den schweren Ausschreitungen beim vergangenen Heimspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg hat die Polizei einen 29-Jährigen festgenommen. Der Mann aus Aschersleben soll einen Polizisten mit einer Steinplatte angegriffen und verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Nach seiner Festnahme wurde der mutmaßliche Randalierer am Abend einem Haftrichter am Amtsgericht Magdeburg vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Er wird in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Auch Sven Schulze außer sich

Beim Spiel gegen Dynamo Dresden war es am vergangenen Samstag zu einer Gewalteskalation nahe dem Block der Heimfans gekommen. 70 Polizisten wurden dabei verletzt. Sie wurden unter anderem mit Steinen, Absperrgittern, Mülltonnen, Stühlen, Toiletten, Gehwegplatten und einem Gullydeckel beworfen. Die Polizei ermittelt in zwei weiteren Fällen wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Vor dem Spiel gegen Hannover 96 am Freitag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) schweigt der Verein weiter zu möglichen Konsequenzen. Man sei noch in der Aufarbeitung der Vorkommnisse. Auch zu möglichen Änderungen zum Sicherheitskonzept äußerte sich der Verein nicht.

Unterdessen hat sich Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Sven Schulze mit deutlichen Worten an die Randalierer gewandt. Der CDU-Politiker erwarte Respekt vor den Institutionen, etwa vor den Polizisten, "die mit Steinen beworfen und auf brutalste Art und Weise angegriffen werden". Gullydeckel auf Polizisten zu werfen sei inakzeptabel. "Wer sich mit unserer Polizei, wer sich mit unseren Rettungskräften anlegt, der legt sich zukünftig auch mit mir persönlich an."

Quelle: ntv.de, sue/dpa/sid

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