Fußball

"Gegen Unbekannt"Ex-HSV-Boss Stefan Kuntz erstattet Strafanzeige

15.01.2026, 19:02 Uhr
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Die Staatsanwaltschaft Hamburg beschäftigt sich mit dem Fall Stefan Kuntz. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Der ehemalige HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, die er zurückweist. Er selbst wird nun tätig - und stellt Strafanzeige gegen Unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine Anzeige des früheren HSV-Sportvorstands Stefan Kuntz gegen Unbekannt bestätigt. Auf Anfrage teilte eine Sprecherin mit, "dass bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine erstattete Strafanzeige des Herrn K. vom 12.12.2025 gegen Unbekannt wegen des Vorwurfs der Nachstellung in Bearbeitung ist".

Zuletzt waren Vorwürfe gegen den 63-Jährigen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Abschied vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV Ende des Jahres bekanntgeworden. Die "Bild" hatte in diesem Zusammenhang berichtet, dass Kuntz bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings gestellt habe.

"Vorwürfe treffen mich hart"

Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen widersprochen. "Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!", hatte es in einem Statement auf dem offiziellen Instagram-Profil des Ex-Profis geheißen.

Am Montag hatte der HSV-Aufsichtsrat mitgeteilt, der Abschied von Kuntz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen des angeblichen Fehlverhaltens des Europameisters von 1996. Offiziell waren bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 familiäre Gründe angegeben worden.

Auch der "Spiegel" hat über die Personalie und das angebliche Fehlverhalten berichtet. HSV-Trainer Merlin Polzin verriet zu Beginn der Woche, dass das Thema auch in Mannschaftskreisen diskutiert worden sei. "Natürlich haben wir darüber gesprochen beziehungsweise ist es dann auch in der Mannschaft irgendwie ein Thema", sagte Polzin. Sie hätten es jetzt aber "nicht noch mal explizit angesprochen".

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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