Musiala kehrt mit Vorlage zurückFC Bayern nimmt Leipzig nach Pausen-Rückstand völlig auseinander

Der FC Bayern liegt zur Pause bei RB Leipzig zurück. Doch das lassen die souveränen Tabellenführer der Fußball-Bundesliga nicht auf sich sitzen - und drehen in der zweiten Halbzeit mächtig auf. Am Ende siegen sie mit 5:1. Zudem gibt es auch noch die umjubelte Rückkehr von Jamal Musiala.
Der Zauberfuß ist wieder da, der unbezwingbare Rekordmeister weiter auf Kurs: Bayern München hat sich bei der Rückkehr von Jamal Musiala auch gegen Verfolger RB Leipzig keine Blöße gegeben. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany demontierte die Sachsen im Topspiel nach anfänglicher Mühe mit 5:1 (0:1) und knüpfte damit beim Rückrundenstart nahtlos an die beste Bundesliga-Hinrunde der Klubgeschichte an.
Serge Gnabry (50.), Harry Kane (67.), Jonathan Tah (82.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (88.) trafen für die noch ungeschlagenen Münchner, die an der Tabellenspitze weiter einsam ihre Kreise ziehen. Der Abstand zu Borussia Dortmund beträgt bereits elf Punkte - und bei der Titeljagd wirbelt nun auch Musiala nach langer Leidenszeit wieder mit: 196 Tage nach seiner Horrorverletzung stand der 22-Jährige wieder im Kader, kam in der Endphase ins Spiel und legte gleich Olises Tor auf.
"Sehr schön, dass Jamal wieder da ist nach so einer langen Zeit", sagte Teamkollege Gnabry, der für Musiala in der 87. Minute den Platz verlassen hatte und kommentierte die Wende nach der Pause: "In der Halbzeit wussten wir: Okay, wir können das Spiel noch drehen, es ist noch nichts vorbei."
Revanche scheitert deutlich
Auch die Leipziger, die nach der 0:6-Klatsche zum Saisonauftakt auf eine Revanche gebrannt hatten, konnten die Münchner bei ihrem bislang fast makellosen Erfolgslauf nicht stoppen. Der Treffer von Romulo (20.) war zu wenig, im Kampf um die Champions-League-Plätze kassierte RB einen Rückschlag.
Während Musiala vorerst zuschauen musste, setzte Kompany im offensiven Mittelfeld auf Lennart Karl. Im Vergleich zum 3:1-Sieg beim 1. FC Köln rotierte Michael Olise auf die Bank. Dort nahm auch der wieder genesene Joshua Kimmich Platz. Die Leistungsträger mussten jedoch mitansehen, wie Leipzig die ersten Versuche startete.
Unter anderem prüfte Romulo (4.) gleich zu Beginn Keeper Manuel Neuer, der mit seinem 584. Pflichtspiel für Bayern mit Franz Beckenbauer gleichzog. Vor Anpfiff hatte RB-Kapitän David Raum "ein komplett anderes Spiel" als zum Saisonauftakt versprochen. Dem wurden die Gastgeber in der Anfangsphase mehr als gerecht.
Antonio Nusa und Yan Diomande sorgten auf den Flügeln immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Hälfte. Romulo belohnte die offensiven Bemühungen schließlich nach Vorlage von Raum aus kurzer Distanz und sorgte für zufriedene Gesichter bei den Funktionären um Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp auf den Rängen.
Goretzka-Schreck endet glimpflich
Leipzig machte weiter Druck und hätte durchaus höher führen können. Bayern fand nur schwer ins Spiel. Karl und Luís Díaz sorgten für Akzente, RB-Torhüter Peter Gulácsi zeigte sich jedoch hellwach. Eine kurze Schrecksekunde für die Gäste folgte zudem nach einem heftigen Einsteigen von Nicolas Seiwald, der Leon Goretzka übel an der Hacke erwischte. Nach einer Behandlungspause ging es für diesen weiter, nach der Pause kam Kimmich für ihn ins Spiel.
Nach einem Fehler im Leipziger Aufbauspiel kam Dayot Upamecano jedoch an den Ball, und Gnabry schlug zu. Leipzig ließ nicht nach, doch Kane ließ die Münchner in einer munteren Schlussphase noch einmal jubeln. Der eingewechselte Olise entschied letztlich die Partie, als er Tah und Pavlovic erst ihre Tore auflegte und den fünften Treffer des Abends selbst erzielte.