Havertz und Co. erste Gegner

Für Guardiola-Erben bei Man City bleiben viele Fragen offen

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Enzo Maresca (r.) tritt in die Fußstapfen von Pep Guardiola. (Foto: picture alliance / empics)
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15.08.2026 | 11:44 Uhr
Zehn Jahre lang heimst Manchester City dank Pep Guardiola Titel und Trophäen ein. Ab sofort muss sein Nachfolger Enzo Maresca liefern. Los geht es im Supercup - und mit einem Kader, der noch nicht fix ist.

Die Fußstapfen könnten kaum größer sein. Sechs Meisterschaften, der erste Triumph in der Champions League, die magische 100-Punkte-Marke und ein revolutionärer Spielstil, doch das himmelblaue Vermächtnis von Pep Guardiola ist für dessen Nachfolger keine Bürde. "Das setzt mich nicht unter Druck", erklärt Enzo Maresca.

Nach zehn katalanisch geprägten Jahren mit 20 großen Titeln beginnt bei Manchester City eine neue Ära. "Ob wir nach zehn Spielen nun 10, 20 oder 30 Punkte haben - die Leute werden es mit Pep nach zehn Spielen vergleichen", vermutet Rückkehrer Maresca, der in der Triple-Saison 2022/23 Guardiolas Assistent und vorher Nachwuchstrainer bei den Citizens war.

Seinen damaligen Chef bezeichnet der Italiener als "besten Trainer der Welt der letzten 15 oder 20 Jahre. Jemand hat mich gefragt, ob es unmöglich ist, in seine Fußstapfen zu treten - vielleicht, aber gleichzeitig ist es ein Privileg", sagt Maresca.

Arsenal ist erster Gradmesser

Schon am morgigen Sonntag (16 Uhr/DAZN) greift er im Community Shield nach dem ersten Titel seiner noch jungen Amtszeit. Im Principality Stadium in Cardiff trifft der FA-Cup-Sieger auf Meister FC Arsenal um Nationalspieler Kai Havertz.

Über den Erfolg der Zukunft entscheidet das Duell wohl kaum, ein anderes Thema viel mehr. Rodri, Denker und Lenker bei City und maßgeblich für Spaniens WM-Titel, flirtet mit einem Wechsel in die Heimat. Hansi Flicks FC Barcelona scheint im Rennen um den Weltfußballer von 2024 den Erzrivalen Real Madrid ausgestochen zu haben, noch aber ist das angebliche 65-Millionen-Angebot zu niedrig. Rodri steht nur noch bis zum kommenden Sommer unter Vertrag.

"Alles kann passieren", es gebe keine Neuigkeiten, sagte Maresca am Freitag - Rodri war da gerade aus dem verlängerten WM-Urlaub zurückgekehrt. "Ich habe ihn eben hier im Gebäude gesehen, habe ihn umarmt. Er macht einen guten Eindruck."

Hitzkopf als Neuzugang?

Er wird aber wohl loslassen müssen, mit der Suche nach einem Nachfolger ist der Teammanager längst beschäftigt. Neben Marokkos WM-Jungstar Ayyoub Bouaddi soll Manchester auch Vize-Weltmeister Enzo Fernandez vom FC Chelsea auf dem Zettel haben. Der Argentinier gilt als Marescas Wunschspieler. Mit dem Hitzkopf, der im WM-Finale mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, gewann der Teammanager in seiner Zeit bei den Londonern 2025 die Klub-WM und Conference League.

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Dass Rodri bereits gegen die Gunners auflaufen wird, ist unwahrscheinlich. Die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Saisonstart liegen somit auf den breiten Schultern von Erling Haaland und Rekordtransfer Elliot Anderson, der für 135 Millionen Euro von Nottingham Forest gekommen ist.

Ein Sieg in seinem ersten Pflichtspiel würde Maresca guttun. Auch der 46-Jährige weiß, dass die Nachfolger der "Trainer, die viele Jahre beim selben Verein tätig waren, es immer ein wenig schwer hatten", sagte Maresca und zählte auf: "Nach Sir Alex Ferguson, nach Arsène Wenger". Und auch nach Pep Guardiola?

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid