Fußball

CL-Auftakt gegen ManCity Gladbach will Guardiolas Problem bleiben

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Lars Stindl will Borussia Mönchengladbach in Manchester zum Sieg schießen.

(Foto: dpa)

Eine einfache Gruppe hat Borussia Mönchengladbach in der Champions League nicht erwischt. Zum Auftakt muss der VfL gleich mal nach Manchester reisen. Vor der Partie strotzen die Fohlen vor Selbstbewusstsein - City-Trainer Guardiola ist gewarnt.

Der Testlauf beim kleinen SC Freiburg war furchtbar - doch deshalb wollen die Pep-Guardiola-Experten von Borussia Mönchengladbach beim Giganten Manchester City keineswegs vor Angst erstarren. "Du willst ja in der Champions League nicht gegen Molde oder Schlagmichtot antreten", sagte Weltmeister Christoph Kramer vor dem Auftakt am Dienstag (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de): "Wir fahren nicht dahin, um die Hymne zu hören. Wir wollen uns mit denen messen! So schlecht kicken wir auch nicht."

So könnten sie spielen

Manchester: Bravo - Sagna, Stones, Otamendi, Kolarow - De Bruyne, Fernandinho, Silva - Sterling, Iheanacho, Nolito (Sané).- Trainer: Guardiola.
Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Vestergaard (Jantschke), Wendt - Strobl, Kramer - Traoré, Hazard - Stindl - Raffael. - Trainer: Schubert.
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)

Die Engländer treten mit dem Rückenwind des Derby-Triumphes bei Manchester United als klarer Favorit an. Allerdings hat Teammanager Josep Guardiola mit den aufmüpfigen Gladbachern stets seine Probleme gehabt: Tatsächlich hat der Spanier nur gegen den stets defensiven FC Chelsea (1,20 Punkte pro Spiel) und den russischen Klub Rubin Kasan (1,25) eine noch schwächere Bilanz als gegen den VfL (1,33). Je zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen mit dem FC Bayern: Das ist mau. Laut dem Portal "Transfermarkt.de" hat kein anderes Team, gegen das der Katalane mindestens sechs Mal antrat, eine derart gute Bilanz vorzuweisen.

"Wenn wir sie spielen lassen - puh!", sagte Guardiola voller Respekt: "Dann werden wir leiden. Sie haben eine der talentiertesten Mannschaften in ganz Europa." Beim 1:3 in Freiburg war davon jedoch nichts zu sehen. Sportdirektor Max Eberl lieferte eine Analyse, die zugleich eine Ansage für das Spiel bei den Citizens war: "Man hat gesehen, dass es ohne Kratzen und Beißen nicht geht. Daraus müssen wir die Lehren ziehen. Wir brauchen einen Sahnetag."

"Eklig spielen" für den Sieg

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Josep Guardiola und ManCity gehen mit einem Derbysieg im Rücken in die Partie.

(Foto: dpa)

Lethargisch und mit wenig Gegenwehr hatte die Borussia die Niederlage in Freiburg über sich ergehen lassen. Zeigt ManCity mit seinen deutschen Nationalspielern Leroy Sané und Ilkay Gündogan eine ähnlich überragende Leistung wie beim Derbysieg, wird es ganz, ganz schwer.

Und deshalb reden sie sich bei Borussia Mönchengladbach stark. "Mir ist nicht bange vor Manchester, das wird ein ganz anderes Spiel. Wir haben vor keiner Mannschaft Angst", sagte Stürmer Raffael. Auch André Hahn sieht dafür trotz des Ausfalls von Patrick Herrmann keinen Grund: "Ich habe keine Sorge davor, dass wir in Manchester jetzt untergehen. Das ist ein ganz anderer Platz, ein anderer Gegner." Tobias Strobl will "eklig spielen - und hoffentlich gewinnen".

Mammutaufgabe in Manchester

Der Vorteil der Borussia: Es ist unmöglich, das Champions-League-Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen - denn das war den Spielern wohl in Freiburg passiert. Trainer André Schubert klagte entsprechend über fehlende "Basics", also grundlegende Dinge, ohne die Erfolg nicht entstehen kann: "Aggressivität, Leidenschaft, Wille."

Konzentration, Sicherheit und Körpersprache ließen sich als Schwachpunkte der vermasselten Generalprobe anfügen. Doch so oder so: Um in der härtesten Gruppe der Königsklasse ins Achtelfinale zu kommen, muss die Borussia Manchester City oder den FC Barcelona über zwei Spiele in Schach halten - eine Mammutaufgabe. Zumal es noch den Außenseiter Celtic Glasgow hinter sich zu lassen gilt. Guardiola forderte: "Wir müssen auch in der Champions League Außergewöhnliches leisten."

Quelle: ntv.de, cri/sid

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